Kommunikation ist der Austausch von Informationen mithilfe von Sprache oder Zeichen zwischen einem Sender und einem oder mehreren Empfängern.
Wenn Kommunikation gelingen soll, muss sie mehrere Anforderungen erfüllen:
Die rechte Gehirnhälfte (rechte Hemisphäre) arbeitet „analog“. Dort werden vor allem Phantasien, Sinneseindrücke, Kreativität und Gefühle erzeugt und verarbeitet.
Die linke Hemisphäre arbeitet eher digital. Sie ist verantwortlich für die Verarbeitung abstrakter Zahlen, Fakten, Vokabeln, Formeln und Namen. Allerdings ist diese Gehirnhälfte, im Gegensatz zur rechten, meist überlastet.
Die Arbeit muss also besser (gleichmäßiger) verteilt werden. Die Informationen und Argumente müssen ausgeglichener mit Bildern, Gefühlen und Phantasie angereichert werden.
Neben den neuronalen Aspekten der Kommunikation müssen die persönlichkeits-, wahrnehmungs- und beziehungsgerechten Bereiche berücksichtigt werden. Das heißt, dass ein Gespräch mit einem Pragmatiker anders ablaufen muss als das Gespräch mit einem Choleriker, um dieselbe Information zu übertragen. Wenn der Eine sein Interesse immer zuerst auf das „große Ganze“ legt, kann ein Anderer direkt sehr „detailverliebt“ in die Diskussion einsteigen.
Vor jedem Gespräch hilfreiche Fragen:
Eine zielgruppengerechte Kommunikation achtet auf soziale und sozialstatistische Eigenschaften der Gesprächspartner, wie z. B. Alter, Geschlecht, Einkommen, Status, Zugehörigkeit, Milieu …
Je nach Zielgruppe muss ich meine kommunikativen Stilmittel wählen. So können in einer Krisensituation Humor und Ironie unangebracht erscheinen. Rhetorische Elemente müssen mit der Situation verträglich sein.
Eine Informationsübertragung findet statt, wenn nützlicher Inhalt verbal, non-verbal oder meta-verbal gesendet, empfangen und verstanden (ausgewertet) wird. Dazu verwenden wir ein Protokoll zur Informationsübermittlung. Dies kann sein:
Ein Protokoll muss von beiden Seiten (Sender und Empfänger) vor der Übermittlung festgelegt werden und nutzbar sein, um Information sinnvoll zu übertragen. Verifizierbar wird Kommunikation erst, wenn die Sendung beim Empfänger ankommt und dieser dem Sender eine Rückmeldung gibt.
Kommunikation ist ein Prozess, innerhalb dessen ein Sender (Kommunikator) eine Botschaft, welche in sprachliche oder nicht-sprachliche Zeichen verschlüsselt wird, über spezielle Kommunikationskanäle an einen Empfänger (Kommunikant) sendet, der diese Botschaft entschlüsselt.
| Verbale Mittel Welche Wörter benutze ich | Paraverbale Mittel Wie spreche ich | Nonverbale Mittel Wie spricht mein Körper |
|---|---|---|
| Schriftlich und mündlich | Aussprache | Mimik |
| Ich- Wir- Du-Botschaften | Deutlichkeit | Gestik |
| Muttersprache | Sprechgeschwindigkeit | Blickkontakt |
| Dialekt | Lautstärke | Körpersprache |
| Sprache als Kulturgut | Tonhöhe | Körperhaltung |
| Humor | Zittern in der Stimme | Kleidung |
| Fremdsprachenkenntnisse | Ironie | Schmuck |
| Fachausdrücke | Betonung | Statussymbole |
| Satzbau | Akzente | Erscheinungsbild |
| Füllwörter | Sprechpausen | Rauchzeichen |
| Fragetechniken | Sprachmelodie | Symbole und Zeichen |
| Übertreibung | Stimmfarbe | |
| Grammatik |
Nach diesem populären Modell bezieht sich nur ein kleiner Teil unserer Kommunikation auf die Sachebene (Zahlen, Daten, Fakten, Argumente, Vorteile), der weitaus größere Teil auf die Beziehungsebene (Emotionen, Gefühle, Ängste, Hoffnung, Sympathie, Sorgen).
Die oft genannte Verteilung von 20 % zu 80 % ist als anschauliche Faustregel zu verstehen, nicht als exakt gemessener empirischer Wert.
Videos dazu:
| Fakten | Emotionen | Plausibilität | Moral |
|---|---|---|---|
| Zahlen, Fakten Gesetze, Paragraphen Logik | Angst, Panik … Freude, Glück … Feindbilder Angriffe | Beispiele, Vergleiche Theorie-Praxis Mehrheitsmeinungen Extreme Alternativen Salami-Taktik | Höhere Werte Moralische Instanzen Angemessenheit |
Kommunikation ist wichtig für uns Menschen
Kommunikation kann missbraucht werden
Das Kommunikationsquadrat ist das bekannteste Modell von Friedemann Schulz von Thun und inzwischen auch über die Grenzen Deutschlands hinaus verbreitet. Bekannt geworden ist dieses Modell auch als „Vier-Ohren-Modell“ oder „Nachrichtenquadrat“.
Wenn ich als Mensch etwas von mir gebe, bin ich auf vierfache Weise wirksam. Jede meiner Äußerungen enthält, ob ich will oder nicht, vier Botschaften gleichzeitig:
Ausgehend von dieser Erkenntnis hat Schulz von Thun 1981 die vier Seiten einer Äußerung als Quadrat dargestellt. Die Äußerung entstammt dabei den „vier Schnäbeln“ des Senders und trifft auf die „vier Ohren“ des Empfängers. Sowohl Sender als auch Empfänger sind für die Qualität der Kommunikation verantwortlich, wobei die unmissverständliche Kommunikation der Idealfall ist und nicht die Regel.
Auf der Sachebene des Gesprächs steht die Sachinformation im Vordergrund, hier geht es um Daten, Fakten und Sachverhalte. Dabei gelten drei Kriterien:
Die Herausforderung für den Sender besteht auf der Sachebene darin, die Sachverhalte klar und verständlich auszudrücken. Der Empfänger kann auf dem Sachohr entsprechend der drei Kriterien reagieren.
Für die Selbstkundgabe gilt: Wenn jemand etwas von sich gibt, gibt er auch etwas von sich preis. Jede Äußerung enthält gewollt oder unfreiwillig eine Kostprobe der Persönlichkeit – der Gefühle, Werte, Eigenarten und Bedürfnisse. Dies kann explizit („Ich-Botschaft“) oder implizit geschehen.
Während der Sender mit dem Selbstkundgabe-Schnabel implizit oder explizit, bewusst oder unbewusst Informationen über sich preisgibt, nimmt der Empfänger diese mit dem Selbstkundgabe-Ohr auf: Was ist das für einer? Wie ist er gestimmt? Was ist mit ihm?
Auf der Beziehungsseite gebe ich zu erkennen, wie ich zum Anderen stehe und was ich von ihm halte. Diese Beziehungshinweise werden durch Formulierung, Tonfall, Mimik und Gestik vermittelt.
Der Sender transportiert diese Hinweise implizit oder explizit. Der Empfänger fühlt sich durch die auf dem Beziehungsohr eingehenden Informationen wertgeschätzt oder abgelehnt, missachtet oder geachtet, respektiert oder gedemütigt.
Die Einflussnahme auf den Empfänger geschieht auf der Appellseite. Wenn jemand das Wort ergreift, möchte er in aller Regel etwas erreichen. Er äußert Wünsche, Appelle, Ratschläge oder Handlungsanweisungen.
Die Appelle werden offen oder verdeckt gesandt. Mit dem Appell-Ohr fragt sich der Empfänger: Was soll ich jetzt (nicht) machen, denken oder fühlen?
Decodierung ist die Entschlüsselung von Nachrichten. Keine Nachricht ist zu 100 % vollständig. Wir verspüren beim Zuhören den Drang, sie zu vervollständigen. Wenn wir bei Unklarheiten nicht nachfragen, beantworten wir im Gehirn die offenen Fragen selbst.
Videos:
In einem beruflichen Feedbackgespräch findet keine Beurteilung statt. Es ist eine situationsbedingte Rückmeldung. Beziehungsaussagen sind irreführend und zu minimieren.
| Spielregeln für ein Feedbackgespräch | |
|---|---|
| Gespräch geben (Sender) | Gespräch empfangen (Empfänger) |
| sobald als möglich situationsbezogen beschreibend ohne Wertungen ehrlich und offen als persönliche Wahrnehmung in „Ich-Form“ Möglichkeit des eigenen Irrtums ansprechen | zu- und anhören, nachfragen, keine Rechtfertigung wertschätzen als Chance zur persönlichen Weiterentwicklung sehen sich selbst reflektieren |
Videos:
https://www.youtube.com/watch?v=3lF8zZtzvM0
Autorität: https://www.youtube.com/watch?v=fjOMnb2xNIM
Wir müssen was tun: https://www.youtube.com/watch?v=HUlv1NCcMtE
Von Paul Watzlawick
„Man kann nicht nicht kommunizieren, denn jede Kommunikation (nicht nur mit Worten) ist Verhalten, und genauso wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann man nicht nicht kommunizieren.“
Praktisches Beispiel: Eine Frau sitzt im Wartezimmer eines Arztes und starrt die ganze Zeit nur auf den Boden. Zunächst könnte man annehmen, sie würde nicht kommunizieren. Dennoch tut sie es, indem sie den anderen Wartenden nonverbal mitteilt, dass sie keinerlei Kontakt möchte.
„Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, wobei letzterer den ersten bestimmt.“
Der Inhaltsaspekt hat die Aufgabe, Informationen zu vermitteln. Der Beziehungsaspekt gibt Aufschluss darüber, wie die Beziehung vom Empfänger aufgefasst wird. Es gibt keine rein informative Kommunikation – jede Äußerung enthält auch eine Beziehungsaussage, z. B.:
„Sie haben aber eine schöne Perlenkette. Ist die echt?“
Durch Gestik, Mimik und Tonfall des Sprechers werden im Angesprochenen verschiedene Reaktionen ausgelöst:
Praktisches Beispiel: Peter wertet in einer Diskussion die Argumente von Stefanie ab, weil er sie nicht leiden kann.
„Die Natur einer Beziehung ist durch die Interpunktion der Kommunikationsabläufe seitens der Partner bedingt.“
Auch hier lassen sich Regeln festhalten:
Praktisches Beispiel: Eine Ehefrau beschwert sich, ihr Mann würde sich ständig zurückziehen. Der Mann weist darauf hin, dass er sich nur zurückziehe, weil seine Frau ständig an ihm herumnörgle. Die Frau nörgelt also, und der Mann zieht sich zurück. Weil er sich zurückzieht, nörgelt sie weiter. Es entsteht ein Teufelskreis.
Liegt eine Störung vor, nimmt einer der beiden Kommunikationspartner an, dass der andere dieselben Informationen besäße wie er selbst. Durch diese subjektive Wahrnehmung tritt meistens genau das ein, was der gestörte Kommunikationspartner prophezeit hat (Ursache-Wirkung-Zusammenhang).
In der Kommunikation gibt es zwei Möglichkeiten, Objekte darzustellen: durch Analogie (z. B. eine Zeichnung) oder indem man dem Objekt einen Namen gibt.
Digital Inhaltsaspekt einer Nachricht – es wird komplexes Wissen übermittelt, logische Verknüpfungen und Negationen lassen sich ausdrücken. Komplexe, logische Syntax, aber wenig Semantik im Bereich der Beziehungen.
Analog Beziehungsaspekt einer Nachricht – wesentlich älter. Großes semantisches Potenzial im Bereich der Beziehungen, aber keine eindeutige Syntax.
Mit analogen Elementen wird häufig die Beziehungsebene vermittelt, mit digitalen die Inhaltsebene. Es gibt Tränen des Schmerzes und der Freude, und ein Lächeln kann Sympathie oder Verachtung ausdrücken. Analoge Kommunikation ist mehrdeutig und kann unterschiedlich entschlüsselt werden. Durch mögliche Fehlinterpretationen können Konflikte zwischen den Kommunikationspartnern entstehen.
Beispiel: Ein Küsschen, das ein Kind von seinen Eltern bekommt, kann heißen: „Wir mögen dich sehr gerne!“, oder auch „Lass uns bitte jetzt in Ruhe!“
„Zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe sind entweder symmetrisch oder komplementär, je nachdem ob die Beziehung zwischen den Partnern auf Gleichgewicht oder Unterschiedlichkeit beruht.“
Symmetrisch Zwei gleichstarke Partner streben nach Gleichheit und Verminderung von Unterschieden – ein „spiegelhaftes Verhalten“. Eine Störung liegt bei symmetrischer Eskalation vor, wenn sich die Partner gegenseitig „auszustechen“ versuchen.
Komplementär Es gibt immer einen „superioren“ und einen „inferioren“ Partner, die sich in ihrem Verhalten ergänzen. Eine sehr starre Komplementarität findet man z. B. in Mutter-Tochter-Beziehungen.
Diese Zuordnung ist stets im gesellschaftlichen und kulturellen Kontext zu sehen – es geht nicht darum, sie mit „stark-schwach“ oder „gut-schlecht“ zu verknüpfen. Die Partner stehen in einem Wechselverhältnis: Das Verhalten des einen bedingt das des anderen und umgekehrt.
Daraus entstehen häufig paradoxe Handlungsaufforderungen – entweder „doppelte Botschaften“ (z. B. nonverbal etwas anderes ausdrücken als man sagt) oder paradoxe Voraussagen.
Beispiel: (A) bekommt einen roten und einen grünen Pullover von (B) geschenkt. Er zieht den roten an. (B) unterstellt, dass ihm der grüne wohl nicht gefallen habe. Hätte (A) den grünen zuerst angezogen, wäre dasselbe passiert. Egal was (A) gemacht hätte, es wäre falsch gewesen.
Solche Situationen entstehen, wenn zu viele Probleme bestehen, diese nicht gelöst werden können, oder die Lösung selbst zum Problem wird. Unangemessene Lösungsversuche sind dabei:
nach Eric Berne
„Jeder Ich-Zustand wird definiert durch eine Kombination von Fühlen und Erleben, welche in sich geschlossen ist, wo also Fühlen und Erleben zusammen ablaufen“ (Stewart & Joines 2006, S. 39).
Eine Übertragung von Gütern, Geld, Informationen, Botschaften usw.
In der Kommunikation sehen wir die Transaktion als Wechselbeziehung. Beispiel: Paul stellt Tina eine Frage, Tina gibt eine Antwort.
Lehrerinnen und Lehrer zeigen in ihrer Berufstätigkeit dominante Verhaltensweisen aus dem Eltern-Ich – sowohl fürsorgliche als auch fordernde und kritische.
Das Erwachsenen-Ich ist mit dem Begriff des Ichs bei Sigmund Freud weitgehend identisch. Es ist der Teil unserer Persönlichkeit, der uns hilft, Entscheidungen zu treffen sowie Daten und Fakten aufzunehmen, zu analysieren, zu speichern und abzurufen.
Es markiert den sachlichen und rationalen Aspekt unserer Persönlichkeit. Im Bereich der körpersprachlichen Indizien ist das Erwachsenen-Ich wenig repräsentiert. Ein Indiz dafür, dass eine Person mit ihrem Erwachsenen-Ich zuhört, ist ein offenes, dem Gesprächspartner zugewandtes Gesicht.
Das Kindheits-Ich ähnelt dem „Es“ bei Freud. Im Kindheits-Ich lebt der Mensch seine Bedürfnisse, Triebe und Antriebe sowie das „Haben- und Tun-Wollen“ spontan aus. Neugierde, Spontaneität, Kreativität, Forscherdrang, Sexualität und ein natürlicher Spieltrieb gehören dazu. Das Kindheits-Ich kennt keine Moral, darf aber nicht als kindlich oder unreif bezeichnet werden, sondern eher als kindhaft. Es begleitet einen Menschen ein Leben lang und ist der eigentliche „Sitz der Gefühle“.
Neben diesem freien Anteil unterscheidet man zwei weitere Ausprägungen, je nachdem wie die Person auf Erwartungen und Regeln anderer reagiert:
Fügt sich den Erwartungen, Regeln und Normen anderer (meist ursprünglich der Eltern) unter:
In Maßen sozial notwendig; im Übermaß führt es zu übertriebener Unterwürfigkeit oder Selbstverleugnung.
Lehnt sich gegen Regeln, Erwartungen und Autoritäten auf:
Hat auch eine gesunde Seite (Abgrenzung, eigene Position vertreten); in ausgeprägter Form führt es zu unproduktivem Widerstand.
Weitere Literatur: EBI: Die Ich-Zustandstheorie
Ein Egogramm ist eine grafische Analyse, die Aufschluss über die Verteilung der jeweiligen Ich-Zustände einer Person gibt.
Egogramm online erstellen: http://www.touchdown.ch/tdego/
Online-Antreiber-Test: https://www.helena-weingartner.ch/der-antreibertest/
| Der Retter | Der Verfolger | Das Opfer |
|---|---|---|
| braucht das Opfer als hilfloses Wesen, um selbst bestätigt zu werden, gebraucht zu werden, zu beweisen, dass es ohne ihn nicht geht, und um sich überlegen fühlen zu können. Der Retter stellt sich über andere Menschen, indem er ihnen die Fähigkeit aberkennt, selbst handeln zu können. Er handelt ungefragt, ohne direkten Auftrag. | braucht es, anderen einen Fehler zuzuordnen, ihnen eine Schuld anzulasten oder sie zur Rechenschaft zu ziehen, um sich gerechtfertigt zu fühlen. Der Verfolger stellt sich über andere Menschen und setzt diese herab. | muss sich demütigen lassen, um dann schmollen zu können, das eigene Unglück zu genießen und Verfolger oder Retter zu idealisieren, um sich vor der eigenen Verzweiflung zu schützen. Das Opfer ordnet sich Retter und Verfolger unter. |
Ausstieg aus dem Drama-Dreieck: Acey Choy hat als Antithese das Gewinner-Dreieck konzipiert. Es verhindert Abwertungen und schreibt jeder der drei Rollen konstruktive Fähigkeiten zu, um spielfreie Beziehungen zu führen.
Als Schlagfertigkeit bezeichnet man eine schnelle, treffende, zumeist witzige Reaktion auf sprachliche „Angriffe“. Sie verrät Intelligenz und Geistesgegenwart.
Reaktion auf
Vermeiden wollen wir
| Die Gegenfrage | Die Umkehrung | Die unerwartete Zustimmung | Unterstellung einer guten Absicht |
|---|---|---|---|
| Die Provokation wird mit einer direkten Gegenfrage abgewehrt | Hierbei drehen wir den Angriff herum | Wir stimmen dem vermeintlichen Vorwurf einfach zu, ohne Rechtfertigung | Wir entspannen die Situation und bleiben friedlich |
| Wortneudeutung | Übersetzungstaktik | Das ironische Kompliment | Metakommunikation |
| Wir deuten das negative Wort im Vorwurf positiv um | Man definiert das angreifende Wort zu seinem Vorteil | Man verwirrt den Angreifer mit Ironie und einem unerwarteten Kompliment | Wir sprechen die Qualität der aktuellen Kommunikation an und legen den Angriff offen |
| Die Übergehung | Die genaue Definition erfragen | Lieber als | Die Übertreibung |
| Wir nehmen den Angriff zur Kenntnis und gehen nicht weiter darauf ein | Wir haken nach und wollen eine genaue Definition des angreifenden Wortes hören | Es geht noch schlimmer als der Angriff – wir suchen nach Assoziationen | Wir verteidigen den Angriff nicht, sondern setzen noch einen drauf |
| Zur Rede stellen | Diplomatie | Schweigen | |
| Wir sprechen den Angriff offen an und stellen den Angreifer zur Rede | Wir lassen uns die Stimmung nicht vergiften und gehen sehr diplomatisch mit dem Angriff um | Wir schweigen nach dem Angriff und halten dabei entspannt den Blickkontakt, bis der andere sich unwohl fühlt | |
| unsere Erziehung | Aufregung | Unsicherheit | Stimmung | Unaufmerksamkeit | Blamage |
Der Begriff Persönlichkeit (abgeleitet von Person) hat die Individualität jedes einzelnen Menschen zum Gegenstand und bezeichnet meist einen lebenserfahrenen, reifen Menschen mit ausgeprägten Charaktereigenschaften (Quelle: Wikipedia).
Unser Genom ist so etwas wie die leere Hülle eines Hauses. Es liefert die Struktur und die Möglichkeiten dafür, wie sich ein Mensch entwickeln kann – etwa wie feinfühlig jemand ist oder wie stark er Emotionen wahrnimmt. Die Umweltfaktoren (Familienklima, Bildung, Ernährung, sportliche Förderung), also die Epigenetik, bestimmen, was wie und wann davon zum Tragen kommt. Gene entfalten ihre Wirkung also nur in Kombination mit der Umwelt. Daher sind wir grundsätzlich jederzeit in der Lage, unsere Persönlichkeit zu verändern, auch wenn wir im Alter tendenziell unflexibler werden.
Zwei Eigenschaften sind für unseren Charakter hauptverantwortlich: Veranlagung und äußere Einflüsse. Wir unterscheiden zwei grundsätzliche Persönlichkeitstypen: sicher (souverän) und unsicher.
Das Urvertrauen wird im Säuglingsalter gebildet.
Wer Urvertrauen hat, denkt positiv, ist mutig, offen und souverän.
Ist das Urvertrauen gestört, sind wir pessimistisch, ängstlich, skeptisch und scheuen Kritik und Konflikte.
Das Selbstwertgefühl setzt sich aus fünf Punkten zusammen:
| Starkes Selbstwertgefühl | Übertriebenes Selbstwertgefühl | Schwaches Selbstwertgefühl |
|---|---|---|
| Man schätzt sich selbst realistisch ein Fehlschläge werden eingeräumt Kritik wird gut vertragen und zur Weiterentwicklung genutzt hohes Ansehen bei den Mitmenschen | Überheblichkeit Rücksichtslosigkeit Kampfrhetorik Geringschätzung anderer wenig Empathie und Toleranz | Man unterschätzt sich und traut sich wenig zu Fehlschläge verletzen das Selbstbild noch mehr Konflikte bedeuten großen Stress man macht sich abhängig von der Meinung anderer niedriges Ansehen bei den Mitmenschen |
| Wie gehen wir damit um | ||
| Wir können ihm ohne Probleme die Meinung sagen Diskussionen fallen leicht Konflikte lösen sich einfach auf | Nachsicht haben Sachebene statt Beziehungsebene nicht zu stark bewerten Beobachtungen darstellen (berufliches Feedback) für Auslastung sorgen Grenzen aufzeigen kommunikative Hilfe hinzuziehen | Aktives Zuhören ermutigen loben anerkennen einfache Worte und Sätze verwenden mehr Zeit geben einladen, die eigene Meinung zu sagen Erfolgserlebnisse bieten Kritik nur sachlich oder als berufliches Feedback nicht vor anderen bloßstellen Schulungen anbieten empathisch Kontakt aufnehmen |
Persönliche Grundsätze, die uns helfen, unser Handeln zu bewerten, werden zunächst von den Eltern übernommen und später reflektiert:
Die Leistungsbereitschaft ist eng mit der Selbstwirksamkeit verknüpft (man bewirkt etwas mit seinem Verhalten, man übt Einfluss aus). Die Eigenverantwortung befähigt uns,
Unter dem Begriff Mediation (lateinisch „Vermittlung“) versteht man ein strukturiertes, freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung eines Konflikts. Die Konfliktparteien (die Medianden) gelangen dabei mit Unterstützung einer dritten, „allparteilichen“ Person (dem Mediator) zu einer gemeinsamen Vereinbarung, die ihren Bedürfnissen und Interessen entspricht. Der Mediator trifft keine eigenen Entscheidungen bezüglich des Konflikts, sondern unterstützt die Medianden dabei, eine gemeinsame Lösung zu finden. (Quelle: https://www.streitschlichter.at/mediation-erklaert/)
Es geht um Echtheit und Transparenz des Mediators. Für ihn bedeutet das, er:
Die Idee: Gleichgestellte beraten sich gegenseitig auf Augenhöhe. Findet Anwendung in Medizin, Psychologie, Pädagogik und Sozialarbeit.
Für den Mediator bedeutet das, er:
Vorgehen des Mediators:
„Das Tal der Tränen öffnet den Weg, um unsichtbare Dämonen zu besiegen“ → Wer über Ängste und Sorgen spricht, kann diese loswerden.
Psychotherapeutisch fundierte Beratung als moderierte Gesprächsrunde. Ziel: Konflikte lösen, Arbeitsprozesse optimieren, Beziehungen verbessern. Der Mediator schlüpft in die Rolle des Supervisors (engl. für Aufsicht, Betreuer):
Weitere Informationen:
Material:
Die folgenden Punkte sind allgemeine Lebensstilfaktoren – keine medizinische Beratung und kein Ersatz für eine individuelle Ernährungsberatung.
Ernährung, Schlaf, Bewegung und Tageslicht beeinflussen Konzentration, Stimmung und damit auch die Qualität unserer Kommunikation.
BDNF ist ein körpereigenes Wachstumsprotein, das die Bildung und den Erhalt von Nervenzellen unterstützt (siehe https://flexikon.doccheck.com/de/Wachstumsfaktor_BDNF). Ein höherer BDNF-Spiegel wird in Studien mit besserer Lern- und Gedächtnisleistung sowie einer gewissen Schutzwirkung für das Gehirn in Verbindung gebracht. Konkrete Prozentangaben zur Steigerung durch einzelne Lebensmittel oder Präparate sind wissenschaftlich nicht seriös zu beziffern und werden hier bewusst nicht genannt.
Nachweislich positiv beeinflussende Faktoren:
Ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren gilt als günstig für Zellfunktion und Entzündungsregulation. Omega-3 findet sich u. a. in fettem Fisch, Lein- und Chiasamen sowie Walnussöl (Übersicht: https://www.eatbetter.de/omega-3-lebensmittel-die-top-10). Ein einseitig hoher Omega-6-Anteil (z. B. viele Mandeln) lässt sich durch den Wechsel zu Haselnüssen, Cashews, Paranüssen oder Macadamias etwas ausgleichen.
| Lebensmittel | Wirkstoff | Wirkung/Hinweis |
|---|---|---|
| Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Bananen | Tryptophan | Vorstufe von Serotonin; Aufnahme ins Gehirn hängt vom Gesamternährungskontext ab (https://www.vitaminexpress.org/de/tryptophan) |
| Kakao | Theobromin, Flavanole | stimmungsaufhellende und durchblutungsfördernde Wirkung in Studien beschrieben (https://www.spektrum.de/lexikon/neurowissenschaft/anandamid/591) |
| Grüner Tee | Catechine, Koffein | anregend, in Maßen unbedenklich (https://www.teekanne.de/de-de/story/enthaelt-gruener-tee-koffein/) |
| Kiwi, Brokkoli, Zitrusfrüchte | Vitamin C | unterstützt u. a. das Immunsystem (https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/vitamin-c-erstaunlich-gesund-1915) |
| Paranüsse | Selen | Spurenelement mit antioxidativer Funktion, in kleinen Mengen ausreichend (https://mein-kraeuterkeller.de/paranuesse-selen) |
Die verbreitete Aussage, bestimmte Lebensmittel wie Zitrone würden den Körper „entsäuern“ oder das Blut „basisch“ machen, ist wissenschaftlich nicht haltbar – der Blut-pH-Wert wird vom Körper unabhängig von der Ernährung eng reguliert. Solche Aussagen werden hier daher bewusst nicht übernommen.