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Graue Vorzeit

LeBaron Incorporated war eine amerikanische Karosserieschmiede die von 1920 bis 1953 produzierte. Als erster Chrysler-LeBaron wurde 1931 der Chrysler Imperial angeboten.

Der erste Chrysler LeBaron wurde 1977 angeboten. Mittlerweile war der Karosseriebauer nicht mehr existent, doch Chryler erwarb die Rechte am Namen.

Klimper Klimper Ludenschleuder

1983 war das Jahr des neuen LeBaron. Auf Basis der K-Plattform Endstand ein kleiner offener Roadster (obwohl genügend Platz für 4 Personen). Bis Ende 1986 wurde etwas mehr als 100.000 Cabrios gebaut.

1986 kam dann der neue LeBaron (J-Body). Die Klappe vor den Scheinwerfern, sowie die stilistische Änderungen der Proportionen (lange Motorhaube) ließen den LeBaron zum modernsten Wagen der gesamten damaligen Fahrzeugpalette im Chrysler-Konzern werden. Das Coupé und das Cabrio gab es mit einem 101-PS-starken Vierzylinder und 2.5l sowie 2.2l mit 98 PS bzw. als Turbo mit 148 PS.

Das Modelljahr 1988 brachte dem Coupé serienmäßig eine beheizbare Heckscheibe sowie breitere Reifen. Das Top-Modell der LeBaron-Baureihe wurde als GTC verkauft. Als neue Einstiegsmotorisierung gab es einen 2.2l mit 94 PS, wer etwas mehr Hubraum haben wollte, orderte die 2.5l-Variante mit 101 PS, die es allerdings nur in diesem Jahr gab. 1987 wurde ein GTC mit 230hp durch Carol Shelby geadelt. Er tunte einen Wagen und fuhr ihn höchstpersönlich als Pace Car der Indy 500.

1989 war das Jahr, in dem der GTC auf 16-Zoll-Rädern ausgeliefert wurde und die TurboII-Maschine spendiert bekam. Aus 2.2l-Hubraum erzielte der GTC 177 PS. Der „kleine“ Turbo wurde modifiziert und erreichte nun 152 PS aus 2.5l Hubraum.

Ein paar Daten

LeBaron 3. Generation Coupé und Cabriolet (1986–1995) 
Produktionszeitraum: 	1986–1995
Karosserieversionen: 	Coupé, zweitürig
Cabrio mit Stoffverdeck
Motoren:      2,2–3,0 Liter (74–130 kW)
Länge:        4696 mm
Breite:       1737 mm
Höhe:         1293–1344 mm 	
Leergewicht:  1216–1442 kg

Ab dem Modelljahr 1989 wurde als Hochleistungsversion der LeBaron GTC angeboten, im Herbst 1993 entfiel das Coupé, und im letzten Modelljahr 1995 war nur noch das GTC Cabriolet im Programm. Allerdings wurden in den Jahren 1989 bis 1995 unterschiedliche Motorvarianten angeboten: zunächst 1989 der GTC TurboII. Aus 2,2 Liter Hubraum wurde mittels eines zweistufigen Turboladers 177 PS gewonnen, teilweise von Mitsubishi, teilweise von Garrett produziert. Mit Einstellung des TII wurde der 3.0 V6 von Mitsubishi als „GTC“ angeboten - vom Charakter her jedoch ein völlig anderes Fahrzeug. Von dieser LeBaron-Generation baute Chrysler insgesamt rund 567.000 Exemplare (221.000 Coupés und 346.000 Cabriolets).

VIN

Und wenn du wissen willst was für ein Modell du fährst, kannst du hier die Vin aufschlüsseln lassen:
http://online-shoppen.com/mambo/images/stories/chrysler/vin.htm

Meine Barone

Der Erste

Mein erster Le Baron GTC T2 wurde von mir ziemlich aufgemotzt. Tuning bedeutet für mich eine Änderung der Technik um die Fahrleistungen zu verbessern. Von Prestolitorgien, Carbonatrappen und Partytische am Heck halte ich überhaupt nichts.
Grundlegend ist ein Le Baron ein undankbares Tuningobjekt. Entweder es ist ein Fahrzeug mit antikem Eisenklotz als Motor mit lauen gefühlten 50 PS oder ein mit 177PS Turbomotor beheizten völlig überforderter Amischlitten mit der Steifigkeiteines alten Kaugummis. Also warum tunen? Sind 177 PS zu wenig? - Nein - Bestimmt nicht. Aber ein Le Baron GTC T2 entfaltet seine eigentlich üppige Leistung ziemlich eigensinnig.
Bis 2500 U/min zieht der Motor nahezu ohne Turbounterstützung ziemlich träge an den Vorderrädern. Da muss Abhilfe her.

Doch gleich als Motivationsdämpfer: Die Karosserie und das Fahrwerk stammen konstruktiv von den Uhrvätern der motorisierten Mobilität. Es ist und bleibt eine sehr amerikanischen Ingenieurskunst. Der Umbau auf einen deutlich leistungsfähigeren Motor mit deutlich über 200PS ist meiner Meinung der falsche Weg. Die starre Hinterachse, die unzureichende Federung, die schwammige Lenkung und die unberechenbare Verwindungsfreudigkeit der Karosse stellen jeden Piloten über 200PS auf eine unlösbare Probe. Wer nur ungeniert die 1/4 Meile schnurgerade beschleunigen will, wird wenig Spaß am Frontantrieb haben. Durch die Beschleunigung verliert der Wagen ziemlich früh seinen Grip und produziert nur noch unwürdige Geräusche und stinkende Wolken statt Vortrieb.

Kommen wir jetzt zu dem was ich an meinem ersten Baron erfolgreich ausprobiert habe.

Chiptuning

Das ist einfach und sehr effektiv. Hierfür gibt es angenehm günstige aufgemotzte Bordcomputer. Ich entschied mich für einen Stage 3 Calibration ECU von FWD, passend zum Baujahr. Der Tausch ist erdenklich einfach.

Motortuning

Je nach ECU müssen einige Teile angepasst werden. Die Düsen und der MAP-Sensor können getauscht werden. Dazu kann das Pop-Off im Filterkasten durch ein besseres Teil getauscht werden. Wenn man den Kasten schon auf hat, kann man gleich den Luftfilter durch einen K&N Dauerluftfilter tauschen.

Kupplung

Eine Sportkupplung und eine erleichterte Schwungscheibe stellen einen fähigen Kraftschluss zum frisch erstarkten Triebwerk her.

Abgasanlage

Dies ist eine der wichtigsten Eingriffe. Die komplette Abgasanlage ab dem Krümmer sollte deutlich dicker werden. Die original 2„ Rohre sind eindeutig zu klein. Der Gegendruck auf den Turbo ist zu groß. Eine Umstellung auf 2,5“ bis 3„ macht aus dem lahmen Baron ein ganz anderes Auto.

Fahrwerk

Hier gibt es wenig zu tun. Die Gummilager werden durch PU-Lager getauscht, sollten noch Öldruckstoßdämpfer installiert sein, tauscht man sie durch gute Gasdruckdämpfer. Welche Dämpfer jetzt die Besten sind ist reine Geschmackssache. Ich hatte mich für GasRyder von Gabriel entschieden. Achtung, der Baron wird dadurch recht hart und klappert noch lauter.
Den Wagen etwas tiefer zu legen ist eine gute Idee. Dann müssen aber die vorderen Räder mit Abstandplatten weit genug von den inneren Radkästen entfernt werden. Hier gilt es die richtige Mischung auszuprobieren. Mit etwas Glück ergattert man einen alten Lenkbegrenzersatz.

Der Zweite

VIN
VIN 1c3bj45a8kg138463
Land USA
Hersteller Chrysler
Typ Passenger Car
Modell Jahr 1989
Sicherheitssystem manual seat belt
Karosse AJ: Lebaron 2-dr
Serie High
Motor Chrysler: 2.2L I-4 SOHC MFI Turbo II
Prüfziffer 8
Herstellungsort St. Louis 1, MO
Seriennummer 138463

Der Baron ist noch ziemlich serienmäßig. Ich habe nur die wichtigsten Änderungen vorgenommen.
Die Kupplung ist etwas anfällig, da sie schon mit den Serien 177PS etwas überfordert ist. Ersatz aus dem FWD Sportregal hilft da enorm. Etwas Chiptuning kann nie schaden :-) Dazu habe ich das ECU getauscht. Jetzt noch festere PU-Lager auf den Stabi gezogen und mit einem Pop-Off Ventil den Turbo freier atmen lassen.
Wenn mal der Auspuff fällig ist, schraube ich wieder ein dickeres Rohr dran. Dieser Baron ist zum Cruisen. Meine Kapriolen auf dem Hockenheimring werde ich mit einem anderen Auto vollführen. Mal sehen was man aus einem Jaguar XJS 4.0 zaubern kann.
Wie man es von einem ordentlichen Baron erwarten kann, hat er auch einige Mängel:

  • Check Engine. Irgendwo ist der Kupferwurm versteckt. Meiner Meinung ist die Steuerleitung zur Regelung der Ladespannung mit einem Wackelkontakt versehen. Das hat zur Folge, dass die Check Engine Lampe leuchtet (der Fehler sagt dass die Bordspannung zu hoch ist), das Voltmeter leicht nach oben aus schlägt, das Radio wie blöd brummt und die Anzeige des Bordcomputers flackert.
  • Spurstangenköpfe sind austauschwürdig - sie knacken schon.
  • Tages- und Kilometerzähler steht - das Zahnrädchen ist schon besorgt.

Aber so lange der Wagen dadurch nicht unzuverlässig wird, finde ich keine Zeit die Kleinigkeiten zu beheben.

By Maserati

Dann gab es noch einen Le Baron Exoten, den TC by Maserati. Er wurde auf der Los Angeles Motor Show 1986 vorgestellt, aber erst ab 1989 lieferbar. Der TC („Touring Coupe“) sollte ein Showcar für Chrysler sein. Nur 7.300 TC wurden von Hand in Mailand gebaut. Schon 1991 wurde die Fertigung wieder eingestellt. Das Chassis des TC basierte auf dem verkürzten Chassis des Dodge Daytona und enthielt auch die Radaufhängungen und Achsen dieses Autos. Die Fahrwerksstreben und Dämpfer wurden eigens für diesen Wagen von Fichtel & Sachs entworfen, und das ABS kam von Teves. Die speziellen Räder wurden in Italien vom Formel 1-Hersteller Fondmetal gefertigt.

Der TC hatte ein demontierbares Hardtop mit kleinen Fenstern in den C-Säulen (Opera-Windows) und ein handbetätigtes Stoffdach. Die Innenausstattung gab es in schwarzem, ingwerfarbenen oder bordeauxfarbenen Leder. Außen war der Wagen schwarz, rot, gelb, weiß oder weinrot lackiert.

Eine Ära geht zu ende

Der Baron ist verkauft.
Frei nach Loriot:

  • Ein Leben ohne Baron ist vorstellbar, aber nicht erstrebenswert - Trotzdem werde ich es versuchen.

Es ist ein roter GTC T2 (eckiges Dashboard und 177PS) ohne Wartungsstau, aber mit Mängeln:

  • Check Engine. Irgendwo ist der Kupferwurm versteckt. Meiner Meinung ist die Steuerleitung zur Regelung der Ladespannung mit einem Wackelkontakt versehen. Das hat zur Folge, dass die Check Engine Lampe leuchtet (der Fehler sagt dass die Bordspannung zu hoch ist), das Voltmeter leicht nach oben aus schlägt, das Radio wie blöd brummt und die Anzeige des Bordcomputers flackert. Das Alles ist auch noch von der Drehzahl des Motors abhängig. Am ECU kann es nicht liegen, das habe ich getauscht (FWD Stag3)
  • Spurstangenköpfe sind austauschwürdig - sie knacken schon.
  • Tages- und Kilometerzähler steht - das Zahnrädchen ist schon besorgt.
  • Am vorderen Radlager fehlt etwas Fett im Simmerring. Es quietscht etwas

Alle anderen Helferlein funktionieren einwandfrei. Das Verdeck ist noch sehr gut und aus Sonnenland Stoff. Innen ist der Wagen für seine gut 20 Jahre sehr gepflegt. Keine Risse oder grobe Abnutzungen. Die Wangen der Sitze haben etwas Farbe verloren. Ein Döschen Lederfarbe in Barongrau habe ich mir anmischen lassen.

Etwas aufgemotzt ist die Kiste auch. Ich habe PU-Buchsen, eine Sportkupplung und ein getuntes Motorsteuergerät von FWD Performance eingebaut. Eigentlich sollte noch der Auspuff geändert werden. Aber der Alte ist noch zu gut. Das überlasse ich dem nächsten Besitzer. Ein Pop-Off Ventil ist zwar verbaut, aber aktuell still gelegt. Zur Akustischen Ertüchtigung habe ich ein 2HE Multisound System eingebaut. Eine original Radioblende gibt es dazu, falls man wieder zurück rüsten will.

Warum ich verkaufe? Meiner Frau ist der Baron zu peinlich. Was soll ich da sagen..
Es würde mich sehr freuen wenn der Wagen in gute Hände kommt.

Letztlich wurde der Wagen in dieser eBay-Auktion versteigert und am 20.08.2011 abgeholt.

Bilder

Mein Erster


Der Zweite