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Linux ist kein glitzernder Elfen-Zauberstaub. Passt die Voraussetzung nicht, dann wird der Pinguin nicht glücklich. Doch grundsätzlich kann Linux einige Vorteile bieten.

Die Zeitschrift LinuxMagazin hat in der Ausgabe Oktober 2006 eine Umfrage veröffentlicht. Gefragt wurden die Leser, weshalb sie Linux einsetzen, Mehrfachnennungen waren möglich. Es ist typisch für Linux, dass Stabilität und Sicherheit an erster Stelle genannt werden. Sehr interessant, aber durchaus nachvollziehbar, dass für 68% die große Softwareauswahl den Ausschlag gibt. Im Einzelnen:
*Stabilität und Sicherheit: 88%
*Keine Lizenzkosten: 84%
*Grosse Softwareauswahl: 69%
*Politische Überzeugung: 62%
*Keine Viren und Würmer: 61%
*Offener Quellcode: 56%
*User helfen Usern: 53%
*Gewohnheit: 21%
*Breite Hardware-Unterstützung: 12%
*Kleinstes Übel: 1%
Quelle: https://marc.waeckerlin.org/computer/linux/index
Hat sich daran in den letzten 10 Jahren was geändert? Eigentlich nicht wirklich. Die Menge der Gewohnheitstäter ist etwas gestiegen, aber sonst ist die Erhebung noch brauchbar.

Ist Linux überhaupt professionell einsatzfähig?

Also wer sich das heute noch fragt hat den Knall nicht gehört. Linux ist schon lange aus der Ecke der Hacker und Nerdsysteme in die Mitte des Rings gestiegen. Viele Hardwareanbieter werben schon mit fertig konfigurierten Linux-Laptops. Einige Städte und Gemeinden haben ihre Systeme schon auf Linux umgestellt. Leider wiegt eine politische Entscheidung oft schwerer als die Empfehlung von Fachleuten…
Doch habe einige Konzerne schon lange bewiesen das ein Büro-PC mit Linux sehr gut zurecht kommt. Meiner Einschätzung ist der administrative Aufwand deutlich geringer als bei Microsoft.
2018 laufen 100% der 500 stärksten Supercomputer der Welt mit Linux (https://www.top500.org/lists/top500/)

Was geht, was nicht

Frage: Läuft Microsoft Word auf Linux?
Antwort: Du musst die Frage umformulieren: Gibt es unter Linux eine MS-Word kompatible Textverarbeitung? Ja, die gibt es.
Dieses Beispiel soll zeigen das ich nicht an genau vorgegebenen Applikationen kleben bleiben darf. Aber es gibt immer eine mindestens genau so gute alternative. Manchmal ist sie sogar meilenweit besser als die Windows-Version. Hier einige Beispiele:

Aufgabe Windows Linux
Office MS-Office Libre Office
eMail Outlook Thunderbird
Kalender Outlook Lightning
Bildbearbeitung MS Paint Gimp
Visiualisierung MS Visio yED

Nicht zu vergessen die Falange an Programmen die sowohl mit Windows als auch auf Linux einsetzbar sind.
Weiter gibt es vorgefertigte Distributionen für spezielle Einsätze wie zum Beispiel professionelle Bild- und Tonbearbeitung, Small-Office-PC, Netzwerkanalyse, Sicheres surfen um nur einige zu nennen.

Linux ist schneller

Da Linux deutlich schonender mit den Hardware-Ressourcen umgeht, ein echtes Multitasking beherrscht und eine wesentlich weiter ausgereifte Speicherverwaltung aufweist als Windows, erscheint ein vergleichbarer Linux-PC merklich schneller als sein MS-Bruder. Diesen Effekt kann man mit der Wahl der richtigen Distribution noch stark erhöhen. Eine Mini- oder Micro- Distri lässt jedes Stück Software weg welches nicht gebraucht wird. So kann man sogar antiquierte Hardware mit dem neuesten Betriebssystem betreiben.
Linux altert nicht, zumindest nicht in dem Maße wie Windows. Nach etwa 2 Jahren arbeitet ein Windows-PC meist nur noch mit einem Bruchteil seiner Leistung. Dies liegt an dem angehäuften Datenmüll der bei jedem Start mit geladen werden muss. Linux räumt ständig auf und bleibt daher viel schlanker.

Linux ist sicherer, oder!?

Ja! Aber warum und stimmt das überhaupt?
Linux-Systeme bleiben von Schädlingen zwar nicht verschont, doch muss man sehr lange suchen um Schadsoftware zu finden. Ein dumpfes „zusammenklicken“ eines Virus, wie es mannigfaltig für Windows-Scriptcids zur Verfügung steht, ist -noch- bei Linux unbekannt. Ein Linux-Virus muss von Grund auf programmiert werden.
Die bei Unix-Systemen konsequente Trennung von Benutzer- und Administrator-Konto (Root) trägt seinen Teil zur Sicherheit bei. Weiter ist die aktuell geringere Verbreitung gegenüber Windows ein sehr starkes Argument. Windows ist allein durch die enorme Zahl möglicher Opfer ein lohnenderes Angriffsziel. Malware trifft wesentlich weniger Opfer. Die Cyberkriminellen müssten auch sicherstellen, dass ihre Schadsoftware auf den unterschiedlichen Linux-Varianten (Distributionen) problemlos funktioniert und zusätzlich mit potentiell weit erfahreneren Anwendern herumschlagen.

Hinzu kommt, dass die freie Natur von Linux-Systemen ein intelligenteres Update-System ermöglicht. Neben den Systemkomponenten bringt die Paketverwaltung sämtliche installierten Programme automatisch auf den neusten Stand; ein Basiskonzept der Systemsicherheit. Durch die Offenlegung des Quellcodes kann sich zudem eine deutlich größere Zahl von Programmierern mit der Fehlersuche in Programmen beschäftigen. Schwachstellen werden in quelloffener Software daher häufig zügiger geschlossen.

Weiter ist die Softwareverbreitung über geschützte Repository-Server - so man sich als Anwender daran hält - ein guter Schutz gegen Ungeziefer im Code. Welcher Windows-User hat noch nicht aus dubiosen Quellen irgend ein Programm geladen?

Aber der ganze technische Aufwand schützt nicht vor der größten Bedrohung: Dem User! Wer im Internet alles unreflektiert anklickt, jede Frage ausgiebig beantwortet und allen seine intimsten Daten mitteilt, muss sich nicht wundern wenn genau diese Daten irgendwann wieder auftauchen. Und wer meint das die große Liebe nur einen Klick weiter auf dich wartet - MANN! Nimm die Pizza aus dem Mund, zieh dir ein saube(reres) Shirt an und versuche es mal mit der Realität. Ja, zugegeben eine Herausforderung, aber eine echte Alternative :-)

Linux ist stabiler

Sicherlich war dies lange Zeit eines der Hauptgründe für den Einsatz von Linux auf Serversystemen. Heutzutage würde ich sagen, das dieses Argument etwas an Überzeugungskraft verloren hat. Auch viele Windows XP User kennen den guten alten ( .. fast schon lieb gewonnenen ;-)) Microsoft Absturzbildschirm, den Bluescreen, fast nur noch vom erzählen, Windows Vista ist zum Glück Geschichte und auch Windows 7 ist inzwischen Großvater geworden, so das sich der Heimanwender nur noch selten über Abstürze beschwert. Also in Punkto Stabilität im Desktopsegment ist der Vorsprung von Linux nicht mehr ganz so gewaltig wie noch vor einigen Jahren.
Doch ein Stabilitäts-Vorteil bleibt. Wer die Finger von obskuren Repositories lässt und sich mit dem meist umfassende Angebot der Distribution begnügt, kann davon ausgehen, dass kein Stück Software in irgend einer Weise inkompatibel, buggy oder anderweitig unstabil ist. Da auch nur sehr selten proprietäre Treiber eingesetzt werden müssen, ist auch hier die Gefahr von Inkompatibilität auszuschließen. Zudem ist der Quellcode bekannt, was die Möglichkeit Fehler zu verschweigen unwahrscheinlich macht.

Linux ist gratis

Wenn Sie auf eine schicke Schachtel, gedruckte Handbücher und professionellen Support verzichten können, müssen Sie in der Regel keinen Cent für ein Linux-System ausgeben. Im Gegensatz zu Windows, das nur mit einer Basis-Ausstattung zusätzlicher Software kommt, haben Sie außerdem die Wahl aus einer gigantischen Liste weiterer freier Software-Titel. Mit wenigen Klicks rüsten Sie Büro-Programme, Multimedia- und Internet-Software, Spiele und Werkzeuge einfach über Ihre Paketverwaltung nach.

Diese Freiheit geht bei Linux sogar soweit, dass Sie das komplette System frei gestalten dürfen. Denn das eigentliche Linux besteht nur aus einem Systemkern (Kernel) und wenigen Basisprogrammen. So lassen Ihnen Linux-Systeme etwa die Wahl bei der bevorzugten Desktop-Umgebung. Ob Sie sich letztlich für die intuitive Gnome-Umgebung, die funktionsreiche K-Desktop-Umgebung (KDE) oder eine weitere der zahlreichen Umgebungen und Fenstermanager entscheiden - es ist deine Wahl.

Viele Programmierer opfern Zeit und Geld für ein weltweites Projekt. Von diesem Schatz partizipieren wir User ungemein. Daher sei ein Gedanke erlaubt: Mach mit!.
Wie denn? Ich kann nicht programmieren. Es gibt viele Möglichkeiten sich einzubringen. Als Betatester, Community-Mitgestalter oder einfach als aktiver Anwender. Sprich darüber, verbreite Erfahrungen und hilf anderen bei der Verwendung. Hast du die Möglichkeiten etwas sinnvolles an einem Programm beizutragen, zier dich nicht und kontaktiere den Quellcode-Owner; er wird sich freuen.

Linux ist einfacher

Linux haftet bis heute das Vorurteil an, ein kompliziertes Betriebssystem zu sein, das sich ausschließlich an Computer-Profis und Bastler richtet. Spätestens seit den Bemühungen der Ubuntu-Foundation und den enormen Fortschritten der zugehörigen beliebten Linux-Distribution Ubuntu, gehört es der Vergangenheit an.

Weder die Installation noch die Nutzung eines Linux-Systems müssen kompliziert sein. Allerdings ist Linux kein Windows-System und daher zwingt der Umstieg vor allem Anwender, die sich an Windows gewöhnt haben, zum Umdenken: Ein Grund, weshalb sich das Vorurteil, Linux sei kompliziert, bis heute hält?

Tatsächlich sprechen einige Punkte dafür, dass Linux einfacher ist als ein Windows-System. Bevor Sie bei Windows neue Software nutzen können, müssen Sie sich zunächst mit den für Windows-typischen Installationsvorgängen vertraut machen. Wer keine Installations-CD hat, muss wissen woher er neue Software bekommt und wie ein Download funktioniert. Derartige Hürden nimmt Ihnen die Linux-Paketverwaltung ab. Treiber für viele Geräte müssen selbst bei aktuellen Windows-Versionen weiterhin manuell installiert werden. Im Gegensatz dazu bringt der Linux-Systemkern die meisten Treiber bereits mit und erkennt und installiert angeschlossene Hardware automatisch. Schließlich ist die freundliche Linux-Community stets gerne bereit, Einsteigern bei den kleineren und größeren Problemchen mit Linux zu helfen.

Quelle: http://www.chip.de/artikel/Linux-Umstieg-So-einfach-gelingt-der-Windows-Wechsel-2_39458926.html

Warum gibt es dann noch Windows?

Ja, die Frage darf gestellt werden. Zum Einen ist der Markt träge. Entscheider, die die Hardwareausstattung ihrer Firma zu verantworten haben, sin oft nicht vom Fach. Sie müssen sich auf Empfehlungen und Werbung verlassen. Besonders Werbung ist in der Linuxwelt kaum vertreten. Werbung kostet Geld, Linux ist Open Source. Da bleibt für eine aufwändige Werbekampagne nicht viel übrig. }} Würde ein Berater Linux empfehlen, wäre er sich sicher weniger zu verdienen als mit Windows. Linux ist zwar kostenlos, aber nicht für Umme. Installation, Migration und Schulungen kosten Geld. Man spart sich nur die Lizenzkosten. Oft sind fähige Linux-Administratoren seltener und teurer als ihre Windows-Kollegen.

Auswahl der wichtigsten Distributionen

Dies stellt eine Auswahl einiger Linux Distributionen dar, die sich gut als Desktopsystem eignen. Eine ausführlichere Liste kann unter Distrowatch nachgelesen werden:
http://distrowatch.com/index.php?language=DE

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