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Kommunikationsmanagement

Was ist Kommunikation

Kommunikation ist der Austausch von Informationen mithilfe von Sprache oder Zeichen zwischen einem Sender und einem oder mehreren Empfängern.

Wenn Kommunikation gelingen soll muss sie mehrere Anforderungen erfüllen:

Neuro-Logik = Gehirngerecht

Die rechte Gehirnhälfte (rechte Hemisphäre) arbeitet „analog“. Dort werden vor Allem Phantasien, Sinneseindrücke Kreativität und Gefühle erzeugt und verarbeitet.
Die Linke Hemisphäre arbeitet eher digital. Sie ist verantwortlich für die Verarbeitung abstrakter Zahlen, Fakten, Vokabeln, Formeln und Namen. Allerdings ist diese Gehirnhälfte, im Gegensatz zur Rechten, meist überlastet.
Die Arbeit muss also besser (gleichmäßiger) verteilt werden. Die Informationen und Argumente müssen ausgeglichener mit Bildern, Gefühlen und Phantasie angereichert werden.

Psycho-Logik = Persönlichkeitsgerecht

Neben den neuronalen Aspekten der Kommunikation müssen die Persönlichkeits- Wahrnehmungs- und Beziehungsgerechte Bereiche berücksichtigt werden. Das heißt das ein Gespräch mit einem Pragmatiker verschieden zu dem Gespräch mit einem Choleriker ablaufen muss um die gleiche Information zu übertragen. Wenn der Eine sein Interesse immer zuerst auf das „große Ganze“ legt, kann ein Anderer direkt sehr „Detail-verliebt“ in die Diskussion einsteigen. Psycho-Logische Kommunikation bedeutet flexibel im Gespräch seine Vermutung über die Persönlichkeitsprägung des Gesprächspartner einfließen zu lassen. Hier ist es hilfreich sich zu fragen:

  • Kenne ich den Teilnehmerkreis und deren Zusammensetzung
  • Spreche ich vor Fachleuten oder Laien
  • Welche Einstellung haben sie zum Thema
  • Muss ich mit Vorurteilen rechnen
  • Welche Erwartungen haben die Zuhörer
  • Wie groß ist die Aufnahmefähigkeit (Konzentration und Motivation)
  • Wie wird die Stimmung sein

Sozio-Logik = Zielgruppengerecht

Eine zielgruppengerechte Kommunikation achtet auf soziale und sozialstatische Eigenschaften der Gesprächspartner, wie z.B. Alter, Geschlecht, Einkommen, Status, Zugehörigkeit, Milieu…
Je nach Zielgruppe muss ich meine kommunikativen Stilmittel wählen. So kann in einer Krisensituation Humor und Ironie unangebracht erscheinen. Rhetorische Elemente müssen mit der Situation verträglich sein.

Eine Informationsübertragung findet statt wenn nützlicher Inhalt verbal, non-verbal oder meta-verbal, gesendet, empfangen und verstanden (ausgewertet) wird. Dazu verwenden wir ein Protokoll zur Informationsübermittlung. Dies kann sein:

  • Anwendung von Schrift, Sprache, Bilder, Chemie und Gesten
  • Kulturelle Vorgaben

Ein Protokoll muss von beiden Seiten (Sender und Empfänger) vor der Übermittlung festgelegt werden und nutzbar sein um Information nützlich zu gestalten.
Verifizierbar wird Kommunikation wenn die Sendung beim Empfänger auch ankommt und dieser dem Sender das auch mitteilt. Dazu bedarf es eine Rückmeldung vom Empfänger zum Sender. Information wird nur dann übermittelt wenn der Inhalt beim Empfänger richtig verstanden wurde. Dies muss dem Sender auch verständlich gemacht werden.

Das Problem der Kommunikation

Zusammenfassung

Kommunikation ist ein Prozess, innerhalb dessen ein Sender (Kommunikator) eine Botschaft, welche in sprachliche oder nicht-sprachliche Zeichen verschlüsselt wird, über spezielle Kommunikationskanäle an einen Empfänger (Kommunikant) sendet, der diese Botschaft entschlüsselt.

Drei Säulen der Kommunikation

Verbale Mittel
Welche Wörter benutze ich
Paraverbale Mittel
wie spreche ich
Nonverbale Mittel
wie spricht mein Körper
Schriftlich und Mündlich Aussprache Mimik
Ich- wir- du- Botschaften Deutlichkeit Gestik
Muttersprache Sprechgeschwindigkeit Blickkontakt
Dialekt Lautstärke Körpersprache
Sprache als Kulturgut Tonhöhe Körperhaltung
Humor Zittern in der Stimme Kleidung
Fremdsprachenkenntnisse Ironie Schmuck
Fachausdrücke Betonung Statussymbole
Satzbau Akzente Erscheinungsbild
Füllwörter Sprechpausen Rauchzeichen
Fragetechniken Sprachmelodie Symbole und Zeichen
Übertreibung Stimmfarbe
Grammatik

Aufgaben

Die Eisbergtheorie

Nur 20% unserer Kommunikation bezieht sich auf die Sachebene (Zahlen, Daten, Fakten, Argumente, Vorteile)
80% beziehen sich auf die Beziehungsebene (Emotionen, Gefühle, Ängste, Hoffnung, Sympatie, Sorgen und Ängste) Dazu die Videos:

Welche Kommunikationsmöglichkeiten erkennen wir hier?

  • Pinguine: System des Körperkontaktes damit jeder mal in die wärmende Mitte kommt
  • Ameisen stimmen sich ab um gemeinsam Kräfte zu bündeln
    • Duftstoffe der Ameisen
    • Rollenverteilung: Soldaten geben den Arbeiterinnen Befehl Erdklumpen zu sammeln
    • Senden SOS
    • Körperlich Gewalt an der Gottesanbeterin
  • Bienen: Lockstoff sprühen um andere ans Ziel zu locken
    • Überhitzte Bienen senden ein chemisches Signal zu den Kundschafterinnen
    • Bienen führen Schwänzeltanz wo und wie weit der nächste Niederlassungsort weg ist
    • Schwirrlauf als Zeichen des gemeinsamen Aufbrechens

Vier Hauptgruppen von Argumenten

Fakten Emotionen Plausibilität Moral
Zahlen, Fakten
Gesetzte, Paragraphen
Logik
Angst, Panik…
Freude, Glück…
Feinbilder
Angriffe
Beispiele, Vergleiche
Theorie-Praxis
Mehrheitsmeinungen
Extreme Alternativen
Salami-Taktik
Höhere Werte
Moralische Instanzen
Angemessenheit

Kommunikation ist wichtig für uns Menschen

  • Grundbedürfnisse äußern
  • Neugeborene brauchen Zuwendung
  • Kinder brauchen Feedback und Bestätigung
  • Schüler bekommen Noten und Beurteilungen
  • Auszubildende lernen im Betrieb die Berufliche Handlungsfähigkeit
  • Vorstellungsgespräche bei Berufsanfängern
  • Erwachsene arbeiten zusammen und bilden eine Synergie
  • Rentner brauchen soziale Kontakte
  • Der Mensch möchte sich weiterentwickeln
  • Hilferufe

Kommunikation kann missbraucht werden

  • Leute beleidigen und psychisch verletzen
  • Negative Manipulationen
  • Nörgeln und Schimpfen vergiftet die Stimmung
  • Hetzerei
  • Wahrheitsverzerrungen
  • Negativer Gruppenzwang
  • Bestrafung durch Ignorieren
  • Herabsetzung, Demütigung
  • Hassreden und Wahrheitsverzerrungen
  • Gewalt als körperliche Kommunikation um anderen physischen Schaden zu zufügen

Die vier Seiten einer Nachricht

Das Kommunikationsquadrat ist das bekannteste Modell von Friedemann Schulz von Thun und inzwischen auch über die Grenzen Deutschlands hinaus verbreitet. Bekannt geworden ist dieses Modell auch als „Vier-Ohren-Modell” oder „Nachrichtenquadrat”.

Wenn ich als Mensch etwas von mir gebe, bin ich auf vierfache Weise wirksam. Jede meiner Äußerungen enthält, ob ich will oder nicht, vier Botschaften gleichzeitig:

Ausgehend von dieser Erkenntnis hat Schulz von Thun 1981 die vier Seiten einer Äußerung als Quadrat dargestellt. Die Äußerung entstammt dabei den „vier Schnäbeln” des Senders und trifft auf die „vier Ohren” des Empfängers. Sowohl Sender als auch Empfänger sind für die Qualität der Kommunikation verantwortlich, wobei die unmissverständliche Kommunikation der Idealfall ist und nicht die Regel.

Die vier Ebenen der Kommunikation

Sachebene

Auf der Sachebene des Gesprächs steht die Sachinformation im Vordergrund, hier geht es um Daten, Fakten und Sachverhalte. Dabei gelten drei Kriterien:

  • wahr oder unwahr (zutreffend/nicht zutreffend)
  • relevant oder irrelevant (sind die aufgeführten Sachverhalte für das anstehende Thema von Belang/nicht von Belang?)
  • hinlänglich oder unzureichend (sind die angeführten Sachhinweise für das Thema ausreichend, oder muss vieles andere zusätzlich bedacht werden?)

Die Herausforderung für den Sender besteht auf der Sachebene darin, die Sachverhalte klar und verständlich auszudrücken. Der Empfänger kann auf dem Sachohr entsprechend der drei Kriterien reagieren.

Selbstkundgabe

Für die Selbstkundgabe gilt: Wenn jemand etwas von sich gibt, gibt er auch etwas von sich. Jede Äußerung enthält gewollt oder unfreiwillig eine Kostprobe der Persönlichkeit – der Gefühle, Werte, Eigenarten und Bedürfnisse. Dies kann explizit („Ich-Botschaft”) oder implizit geschehen.

Während der Sender mit dem Selbstkundgabe-Schnabel implizit oder explizit, bewusst oder unbewusst, Informationen über sich preis gibt, nimmt der Empfänger diese mit dem Selbstkundgabe-Ohr auf: Was ist das für einer? Wie ist er gestimmt? Was ist mit ihm? usw.

Beziehungsseite

Auf der Beziehungsseite gebe ich zu erkennen, wie ich zum Anderen stehe und was ich von ihm halte. Diese Beziehungshinweise werden durch Formulierung, Tonfall, Mimik und Gestik vermittelt.

Der Sender transportiert diese Hinweise implizit oder explizit. Der Empfänger fühlt sich durch die auf dem Beziehungsohr eingehenden Informationen wertgeschätzt oder abgelehnt, missachtet oder geachtet, respektiert oder gedemütigt.

Appellseite

Die Einflussnahme auf den Empfänger geschieht auf der Appellseite. Wenn jemand das Wort ergreift, möchte er in aller Regel etwas erreichen. Er äußert Wünsche, Appelle, Ratschläge oder Handlungsanweisungen.

Die Appelle werden offen oder verdeckt gesandt. Mit dem Appell-Ohr fragt sich der Empfänger: Was soll ich jetzt (nicht) machen, denken oder fühlen?
.

Ein Beispiel

Decodierung

Decodierung ist die Entschlüsselung von Nachrichten.
Keine Nachricht ist zu 100% vollständig. Wir verspüren beim Zuhören den Drang zu vervollständigen. Wenn wir bei Unklarheiten nicht nachfragen, beantworten wir im Gehirn die offenen Fragen selbst

Videos:

Feedback Gespräche

Grundsatz: In einem beruflichen Feedback-Gespräch findet keine Beurteilung statt. Es ist eine situationsbedingte Rückmeldung. Beziehungsaussagen sind irreführend und zu minimieren.

Spielregeln für ein Feedback-Gespräch
Gespräch geben (Sender) Gespräch empfangen (Empfänger)
sobald als möglich
situationsbezogen
beschreibend ohne Wertungen
ehrlich und offen
als persönliche Wahrnehmung in „Ich-Form“
Möglichkeit des eigenen Irrtums ansprechen
zu- und anhören, nachfragen, keine Rechtfertigung
Wert schätzen
als Chance zur persönlichen Weiterentwicklung
Sich selbst reflektieren

Video:
https://www.youtube.com/watch?v=3lF8zZtzvM0
Autorität: https://www.youtube.com/watch?v=fjOMnb2xNIM
wir müssen was tun: https://www.youtube.com/watch?v=HUlv1NCcMtE

Die 5 Axiome der Kommunikation

Von von Paul Watzlawick

1. Man kann nicht nicht kommunizieren

„Man kann nicht nicht kommunizieren, denn jede Kommunikation (nicht nur mit Worten) ist Verhalten und genauso wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann man nicht nicht kommunizieren.“

Praktisches Beispiel: Ein Beispiel wäre eine Frau im Wartezimmer eines Arztes, die die ganze Zeit nur auf den Boden starrt. Zunächst könnte man annehmen, sie würde nicht kommunizieren. Dennoch tut sie es, indem sie den anderen Wartenden nonverbal mitteilt, dass sie keinerlei Kontakt möchte.

2. Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt

„Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, wobei letzterer den ersten bestimmt.“

Der Inhaltsaspekt erhält die Aufgabe Informationen zu vermitteln. Der Beziehungsaspekt gibt Aufschluss darüber, wie die Beziehung vom Empfänger aufgefasst wird. Bezüglich der Übertragung auf die Kommunikationssituation lässt sich sagen, dass es keine rein informative Kommunikation gibt. Jede Äußerung enthält eine Beziehungsaussage. z. B.:

"Sie haben aber eine schöne Perlenkette. Ist die echt?"

Durch Gestik, Mimik und Tonfall des Sprechers, werden im Angesprochenen verschiedene Reaktionen ausgelöst.

  • Bestätigung (die Aussage wird als Kompliment verstanden)
  • Verwerfung (die Aussage wird fallen gelassen, da sie als negativ empfunden wurde)
  • Entwertung (der Sprecher und seine Aussage werden entwertet)
  • Wenn eine negative Beziehung auf der Inhaltsebene ausgetragen wird kann dies eine gestörte Kommunikation zur Folge haben,

Praktisches Beispiel:

Peter wertet in einer Diskussion die Argumente von Stefanie ab, weil er sie nicht leiden kann.

3. Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung

„Die Natur einer Beziehung ist durch die Interpunktion der Kommunikationsabläufe seitens der Partner bedingt.“

Auch hier lassen sich Regeln festhalten:

  • Jeder Teilnehmer einer Interaktion gibt der Beziehung eine Struktur
  • Auf jeden Reiz folgt eine Reaktion (Verhaltenskette)
  • Jeder Reiz ist zugleich auch Kommunikation, da eine Kommunikation kreisförmig verläuft. Es gibt keinen Anfangspunkt.

Praktisches Beispiel:

Eine Ehefrau beschwert sich, ihr Mann würde sich ständig zurückziehen. Der Mann jedoch weist darauf hin, dass er sich nur zurückziehe, weil seine Frau ständig an ihm herumnörgelt. Die Frau nörgelt also und der Mann zieht sich zurück. Weil er sich zurückzieht, nörgelt sie. Man sieht, dass es sich um einen Teufelskreis handelt.

Liegt eine Störung vor, nimmt einer der beiden Kommunikationspartner an, dass der andere die gleichen Informationen besäße wie er selbst. Durch diese subjektive Wahrnehmung, passiert meistens dann auch genau das, was der gestörte Kommunikationspartner prophezeit hat (Ursache-Wirkung-Zusammenhang).

4. Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten

In der Kommunikation gibt es zwei Möglichkeiten Objekte darzustellen. Zum einen kann man sie durch die Analogie (z. B. eine Zeichnung) ausdrücken oder dem Objekt einen Namen geben. Nicht nur das gesprochene Wort (in der Regel digitale Kommunikation), sondern auch die nonverbalen Äußerungen (z. B. Lächeln, Wegblicken,…) teilen etwas mit.

  • Digital: Inhaltsaspekt einer Nachricht, es wird komplexes Wissen übermittelt. Logische Verknüpfungen und Negationen lassen sich ausdrücken
  • Analog: Beziehungsaspekt einer Nachricht, wesentlich älter.

Die digitale Kommunikation verfügt über eine komplexe und logische Syntax, entbehrt aber auf dem Gebiet der Beziehungen einer Semantik. Die analoge Kommunikation verfügt über ein solches semantisches Potenzial auf dem Gebiet der Beziehungen, entbehrt aber einer Syntax, die eine eindeutige Definition der Natur von Beziehungen leisten könnte. Mit analogen Elementen wird häufig die Beziehungsebene vermittelt, mit digitalen die Inhaltsebene.

Es gibt Tränen des Schmerzes und der Freude und ein Lächeln kann Sympathie oder Verachtung ausdrücken. Analoge Kommunikation ist mehrdeutig und kann unterschiedlich entschlüsselt werden. Durch mögliche Fehlinterpretationen können Konflikte zwischen den Kommunikationspartnern entstehen.

Beispiel:

Ein Küsschen, dass ein Kind von seinen Eltern bekommt, kann heißen: „Wir mögen dich sehr gerne!“, oder auch „Lass uns bitte jetzt in Ruhe!“

5. Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär

„Zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe sind entweder symmetrisch oder komplementär, je nachdem ob die Beziehung zwischen den Partnern auf Gleichgewicht oder Unterschiedlichkeit beruht.“

Beziehungen zwischen Partnern basieren entweder auf Gleichheit oder auf Unterschiedlichkeit. In komplementären Beziehungen ergänzen sich unterschiedliche Verhaltensweisen und bestimmen den Interaktionsprozess. Die Beziehungsgrundlage besteht hierbei im Unterschied der Partner. Häufig drückt sich diese Unterschiedlichkeit in einer Unterordnung aus, d.h. der eine hat die Oberhand über den anderen. Eine symmetrische Beziehungsform zeichnet sich dadurch aus, dass die Partner sich bemühen, Ungleichheiten untereinander zu minimieren (Streben nach Gleichheit).

  • Sind die Kommunikationsabläufe symmetrisch, so handelt es sich um 2 gleichstarke Partner, die nach Gleichheit und Verminderung von Unterschieden streben. Man könnte es auch ein „spiegel-haftes Verhalten“ der Partner nennen.
  • Sind die Abläufe komplementär gibt es immer einen „superioren“ und einen „inferioren“ Partner. Die Partner ergänzen sich in ihrem Verhalten.

Eine Störung liegt dann vor, wenn es zu einer symmetrischen Eskalation kommt, d.h. die Partner versuchen sich gegenseitig „auszustechen“. Eine sehr starre Komplementarität findet man in Mutter-Tochter-Beziehungen. Die Individuen in der Mutter-Tochter-Beziehung sind unterschiedlich, auch hier gibt es einen primären und einen sekundären Partner. Diese Beziehung ist allerdings auf gesellschaftlichem und kulturellen Kontext zu sehen, es geht nicht darum sie mit „stark-schwach“, „gut-schlecht“ etc. zu verknüpfen, denn der eine Partner drängt den anderen nicht in seine Stellung, sondern sie stehen in einem Wechselverhältnis, sie ergänzen sich gegenseitig. Das Verhalten des einen Partners bedingt das des Anderen und umgekehrt. Daraus entstehen häufig paradoxe Handlungsaufforderungen. Entweder es kommt zu sogenannten „Doppelten Botschaften“ ( z.B. nonverbal etwas anderes ausdrücken als man sagt) oder zu paradoxen Voraussagen.
Ein Beispiel:

(A) bekommt einen roten und grünen Pullover von (B) geschenkt. Er zieht den roten an. (B) unterstellt, dass ihm der grüne dann ja nicht zu gefallen schien. Hätte (A) den grünen zuerst angezogen, wäre das selbe passiert. Egal was (A) gemacht hätte, wäre falsch gewesen.

Diese Situationen entstehen dann, wenn zu viele Probleme da sind, diese nicht gelöst werden können oder die Lösung das Problem selbst ist. (Wenn die Lösung selbst das Problem darstellt, verschlimmert sich die Lage, wenn keine oder eine falsche Lösung versucht wird bzw. wenn mehr von der falschen Lösung probiert wird.) Hierbei sind Paradoxien, Verleugnung oder eine Utopievorstellung unangemessene Lösungsversuche.

  • Verleugnen bedeutet, dass das Bestehen von Problemen verleugnet wird, diejenigen, die auf das Problem hinweisen, werden entwertet.
  • Werden unmögliche Lösungen für möglich gehalten, handelt es sich um das Utopiesyndrom. Der Betreffende schiebt alles auf die eigene Unzulänglichkeit, nicht aber auf die Unerreichbarkeit des Ziels. Dabei werden bewährte Lösungen nicht aufgegriffen und es kommt zu Pseudoproblemen.

Watzlawick formulierte 4 Schritte zur Problemlösung

  • Zunächst muss das Problem definiert werden. Hierbei muss zwischen echten und Pseudoproblemen natürlich unterschieden werden.
  • Der zweite Schritt ist, die bisherigen Lösungsversuche zu untersuchen und zu sehen, ob die Probleme nicht durch Fehl-Lösung entstanden sind.
  • Darauf folgt die Formulierung von Zielen bzw. Lösungen. In diesem Schritt sollte man Utopien und vage Lösungen natürlich nicht berücksichtigen.
  • Zu guter Letzt werden die Planungen durchgeführt.

Transaktionsanalyse

nach Eric Berne
„Jeder Ich-Zustand wird definiert durch eine Kombination von Fühlen und Erleben, welche in sich geschlossen ist, wo also Fühlen und Erleben zusammen ablaufen“ (Stewart & Joines 2006, S. 39).

Was ist eine Transaktion

Eine Übertragung von Gütern, Geld, Informationen, Botschaften usw.
In der Kommunikation sehen wir die Transaktion als eine Wechselbeziehung. Beispiel: Paul stellt Tina eine Frage. Tina gibt eine Antwort

Die 6 Ich-Zustände

Das kritische Eltern-Ich (KEI)

Das kritische Eltern-Ich ist:

  • bemängelnd,
  • sucht vieles besser zu wissen,
  • versucht, Vorurteile und Urteile zu kommunizieren,
  • versucht, andere anzuleiten.

Das stützende Eltern-Ich

Das stützende- oder fürsorgliche Eltern-Ich ist:

  • hilfsbereit,
  • in manchem selbstlos,
  • versucht in dieser Hinsicht auch pädagogisch zu leiten.

Lehrerinnen und Lehrer haben in ihrer Berufstätigkeit dominante Verhaltensweisen aus dem Eltern-Ich, und zwar fürsorgliche wie auch fordernde und kritische.

Das Erwachsenen-Ich

Das Erwachsenen-Ich ist mit dem Begriff vom Ich bei Sigmund Freud weitgehend identisch. Es ist der Teil unserer Persönlichkeit, der uns hilft Entscheidungen zu treffen, Daten und Fakten aufzunehmen, zu analysieren, zu speichern und abzurufen.
Es markiert den sachlichen und rationalen Aspekt unserer Persönlichkeit. Im Bereich der körpersprachlichen Indizien (emotive Seite unserer Sprache) ist das Erwachsenen-Ich wenig repräsentiert. Ein Indiz dafür, dass eine Person mit seinem Erwachsenen-Ich zuhört ist ein offenes, dem Gesprächspartner zugewandtes Gesicht.

Das natürliche Kindheits-Ich

Das Kindheits-Ich ähnelt sehr dem „Es“ bei Freud. Im Kindheits-Ich lebt der Mensch seine Bedürfnisse, Triebe und Antriebe und das „Haben- und Tun-Wollen“ spontan aus.
Neugierde, Spontaneität, Kreativität, Forscherdrang und Sexualität sowie ein natürlicher Spieltrieb gehören dazu. Das Kindheits-Ich kennt keine Moral, darf aber nicht einfach als kindlich oder unreif bezeichnet werden, sondern eher als kindhaft.

Das Kindheits-Ich gehört ein Leben zu einer Person lang. Es ist der eigentliche „Sitz der Gefühle“.

Das Kindheits-Ich kann wieder in zwei gegensätzliche „Seiten“ unterteilt werden. Dafür werden nach Birkenbihl die Begriffe „weinendes“ und „natürliches“ Kind verwendet. Diese Begriffe sind so eindeutig und aussagekräftig gewählt, dass sie kaum einer näheren Beschreibung bedürfen.
Dieser Ich-Zustand als Selbstkonzept lässt sich sowohl in körpersprachlichen als auch in verbalsprachlichen Indizien beobachten:

Das angepasste Kindheits-Ich
Das rebellische Kindheits-Ich


Weitere Literatur: EBI: Die Ich Zustandstheorie

Egogramm und Antreibertest

Ein Egogramm ist eine grafische Analyse, das Aufschluss über die Verteilung der jeweiligen Ich-Zustände einer Person gibt. Es geht vor allem darum herauszufinden, wie viel Zeit man in den jeweiligen Zuständen verbringt.
Der Test:

Erstelle dein Egogramm online: http://www.touchdown.ch/tdego/

Der Antreiber-Test der Transaktionsanalyse gibt Auskunft über unsere innere Denk- und Gefühlswelt und auch über unsere Verhaltensweisen.
Ein online Antreiber-Test: https://www.helena-weingartner.ch/der-antreibertest/

Das Drama-Dreieck

von St. Karpman

Der Retter Der Verfolger Das Opfer
braucht das Opfer als hilfloses Wesen, um selber bestätigt zu werden, dass man gebraucht wird, zu beweisen, dass es ohne einen nicht geht, um sich überlegen fühlen zu können. Der Retter stellt sich über andere Menschen indem er ihnen die Fähigkeit aberkennt, selber handeln zu können. Der Retter handelt ungefragt ohne direkten Auftrag.braucht es, anderen einen Fehler zuzuordnen, anderen eine Schuld anzulasten oder zur Rechenschaft ziehen, um sich gerechtfertigt zu fühlen. Der Verfolger stellt sich über andere Menschen und setzt diese herab.muss sich demütigen lassen um dann schmollen zu können, sein eigenes Unglück zu genießen, den Verfolger oder den Retter idealisieren, um sich vor der eigenen Verzweiflung zu schützen. Das Opfer ordnet sich dem Retter und Verfolger unter.

Das Gewinner Dreieck

Ausstieg aus dem Drama-Dreieck.
Acey Choy hat als Antithese zum Drama-Dreieck das Gewinner-Dreieck konzipiert. Es verhindert Abwertungen und schreibt jeder der drei Rollen spezifische Fähigkeiten zu, um spielfreie Beziehungen zu führen.

Schlagfertigkeit

Definition: Als Schlagfertigkeit bezeichnet man eine schnelle, treffende, zumeist witzige Reaktion auf sprachliche „Angriffe“. Sie verrät Intelligenz und Geistesgegenwart.

Es ist auch die schnelle und passende Reaktion auf:

  • Sprachliche Angriffe
  • Unerwartete Situationen

Dabei vermeiden wir:

  • peinliche Momente
  • Überforderung im Gespräch
  • unkontrollierte Äußerungen, welche wir bereuen

Eine Checkliste für gelungene Schlagfertigkeit

Muster und Taktiken

Die Gegenfrage Die Umkehrung Die unerwartete Zustimmung Unterstellung einer guten Absicht
Die Provokation wird von uns mit einer direkten Gegenfrage abgewehrtHierbei drehen wir den Angriff herumWir stimmen den vermeintlichen Vorwurf einfach zu, ohne RechtfertigungWir entspannen die Situation und bleiben friedlich
Wortneudeutung Übersetzungstaktik Das ironische Kompliment Metakommunikation
Wir deuten das negative Wort im Vorwurf positiv umMan definiert das angreifende Wort zu seinem VorteilMan verwirrt den Angreifer mit Ironie und einem unerwarteten KomplimentWir sprechen wir die Qualität der aktuellen Kommunikation an. Wir legen den Angriff offen
Die Übergehung Die genaue Definition erfragen Lieber als Die Übertreibung
Wir nehmen den Angriff zur Kenntnis, und gehen nicht weiter darauf einHierbei haken wir nach und wollen eine genaue Definition des angreifenden Wortes hörenEs geht noch schlimmer als der Angriff. Hier suchen wir nach AssoziationenWir verteidigen den Angriff nicht, sondern setzen nochmal einen drauf
Zur Rede stellen Diplomatie Schweigen
Den Angriff sprechen wir offen an. Wir stellen den Angreifer zur RedeWir lassen uns die Stimmung nicht vergiften. Eine elegante Form hierzu ist, sehr diplomatisch mit dem Angriff umzugehenWir schweigen nach dem Angriff. Dabei halten wir entspannt den Blickkontakt, bis der andere sich nicht mehr wohl fühlt

Was hindert uns schlagfertig zu sein

unsere ErziehungAufregungUnsicherheitStimmungUnaufmerksamkeitBlamage

Schlagfertigkeit kann man lernen

Hier einige Tipps:

Seine späteren Ideen aufschreiben
Schlagfertige Konversationen im Kopf durchspielen (Fördert die Kreativität und macht Spaß)
„Mit Wem steht ein Konflikt bevor und um was wird es gehen?“
„Was könnte bei kommenden Gesprächen für Einwände auftauchen“
„Auf dem Weg ins Meeting ist man viel zu spät dran – Was sage ich zur Begrüßung“
Diskutier-Runden besuchen / Leute treffen die eine andere Meinung haben
Serien und Filme mit guter Schlagfertigkeit gucken und Notizen machen
Sprüche und Zitate notieren und auswendig lernen
Witze lesen und austauschen
Schlagfertigkeit trainieren 

Persönlichkeitsmanagement

Der Begriff Persönlichkeit (abgeleitet von Person) hat die Individualität jedes einzelnen Menschen zum Gegenstand und bezeichnet meist einen lebenserfahrenen, reifen Menschen mit ausgeprägten Charaktereigenschaften (Quelle: Wikipedia)

Unser Genom ist so etwas wie die leere Hülle eines Hauses. Es liefert die Hardware, die Struktur und die Möglichkeiten dafür, wie sich ein Mensch entwickeln kann – etwa wie feinfühlig jemand ist oder wie stark er Emotionen wahrnimmt. Die Umweltfaktoren (Familienklima, Bildung, Ernährung, sportliche Förderung), die sogenannte Epigenetik, ist die Software oder die Einrichtung des Hauses. Sie bestimmt, was wie wann passiert und ob gewisse Möglichkeiten wie das Entstehen einer Depression überhaupt ausgeschöpft oder eher abgedreht werden. Gene können ihre Wirkung also nur in Kombination mit der Umwelt entfalten. Und das betrifft sowohl Körper als auch Geist und Persönlichkeit. Daher sind wir jederzeit unseres Lebens in der Lage unsere Persönlichkeit zu ändern. Doch im Alter werden wir immer unflexibler und daher weniger gewillt neue Strukturen anzunehmen.
Zwei Eigenschaften unseres Lebens sind für unseren Charakter hauptverantwortlich:

  • Veranlagung
  • äußere Einflüsse

Wir unterscheiden zwei grundsätzliche Persönlichkeiten:sicher (Souverän) und unsicher

Faktoren der Persönlichkeitsentwicklung

Bei der Entwicklung unserer Persönlichkeit spielen folgende Faktoren eine Rolle

Urvertrauen

Das Urvertrauen wird im Säuglingsalter gebildet.
Wer Urvertrauen hat denkt positiv, ist mutig, offen, souverän
Ist das Urvertrauen gestört sind wir pessimistisch, ängstlich, skeptisch und scheuen Kritik und Konflikte

Selbstwertgefühl

Das Selbstwertgefühl setzt sich aus fünf Punkten zusammen

  1. Selbstwahrnehmung: Sich selbst beobachten und reflektieren
  2. Selbstachtung: Für sich und seine Überzeugung handeln
  3. Selbstbewusstsein: Seine persönlichen Eigenheiten kennen
  4. Selbstwirksamkeit: Überzeugung, dass man fähig ist etwas auszuführen oder zu erlernen
  5. Selbstverwirklichung: Realisierung der eigenen Ziele und Wünsche
Die drei Typen des Selbstwertgefühl
Starkes Selbstwertgefühl Übertriebenes Selbstwertgefühl Schwaches Selbstwertgefühl
Man schätzt sich selbst realistisch ein
Fehlschläge werden eingeräumt
Kritik wird gut vertragen und zur Weiterentwicklung genutzt
Hohes Ansehen bei den Mitmenschen
Überheblichkeit
Rücksichtslosigkeit
Kampfrhetorik
Geringschätzung anderer
Wenig Empathie und Toleranz
Man unterschätzt sich und traut sich wenig zu
Fehlschläge verletzen das Selbstbild noch mehr
Konflikte bedeuten großen Stress
Man macht sich abhängig von der Meinung anderer
Niedriges Ansehen bei den Mitmenschen
Wie gehen wir damit um
Wir können Ihm ohne Probleme die Meinung sagen
Diskussionen fallen leicht
Konflikte lösen sich einfach auf
Nachsicht haben
Sachebene statt Beziehungsebene
Nicht zu stark bewerten
Beobachtungen darstellen (Berufliches Feedback)
Auslastung (Keine Unterforderung)
Grenzen aufzeigen
Kommunikative Hilfe hinzuschalten (Schiedsrichter, Mediator, Supervisor)
Aktives Zuhören
Ermutigen
Loben
Anerkennen
Einfache Worte und Sätze verwenden
Mehr Zeit geben
Einladen seine Meinung zu sagen
Erfolgserlebnisse bieten
Kritik nur sachlich oder berufliches Feedback
Nicht vor anderen bloßstellen
Schulungen anbieten
Empathisch Kontakt aufnehmen

Individuelle Normen und Werte

sind Persönlichen Grundsätzen die uns helfen unser Handeln zu bewerten und werden erst von den Eltern übernommen und später reflektiert

  • Annahme der Normen und Werte: Man lebt danach
  • Ablehnung der Normen und Werte: Man lebt nach dem Gegenteil

Leistungsbereitschaft und Eigenverantwortung

Die Leistungsbereitschaft ist eng mit der Selbstwirksamkeit verknüpft:

  • Man bewirkt etwas mit seinem Verhalten
  • Man übt Einfluss aus

Motiviert sieht man Herausforderungen als Chance an und nicht als Hindernis zu Scheitern.
Die Eigenverantwortung befähigt uns

  • im Beruf und Privatleben Verantwortung zu übernehmen
  • eigenständig zu arbeiten
  • Entscheidungen zu treffen, trotz Ängste

Konflikte lösen durch Mediation

Unter dem Begriff Mediation (lateinisch „Vermittlung“) versteht man ein strukturiertes, freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung eines Konflikts. Einfach erklärt bedeutet das, dass die Konfliktparteien (die Medianden) durch Unterstützung einer dritten „allparteilichen“ Person (dem Mediator) zu einer gemeinsamen Vereinbarung gelangen wollen, die ihren Bedürfnissen und Interessen entspricht. Der Mediator trifft dabei keine eigenen Entscheidungen bezüglich des Konflikts, sondern unterstützt die Medianden dabei, eine gemeinsame Lösung zu finden. (Quelle: https://www.streitschlichter.at/mediation-erklaert/)

Die Phasen der Mediation

Techniken

Die üblichen Verdächtigen

  • Brainstorming
  • Gruppenarbeiten
  • Aktives Zuhören
  • Paraphrasieren, Spiegeln
  • Metakommunikation
  • Ich-Botschaften (Wirken weniger anklagend)
  • Refraiming
  • Visualisierung
  • Win-Win Situation aufzeigen
  • Analysieren der Konfliktpunkte aus dem
  • Erwachsenen Ich-Zustand
  • Fragetechniken

Parteienzentrierte Gesprächsführung

Es geht um Echtheit und Transparenz des Therapeuten. Für den Mediator bedeutet das, er:

  • zeigt sich als Mensch mit Gefühlen
  • geht eine Beziehung von Person zu Person ein
  • ist offen und nimmt keine Abwehrhaltungen ein
  • Kontrolle der nonverbalen und paraverbalen Mittel entscheidend
  • kommuniziert auf Augenhöhe mit Partei A & B (Symmetrische Kommunikation)
  • hilft damit verschlossenen Parteien sich zu öffnen (Stützendes Eltern-Ich & Erwachsenen-Ich)

Kollegiale Beratung

Die Idee: Gleichgestellte beraten sich gegenseitig auf Augenhöhe
Findet Anwendung in der Medizin, Psychologie, Pädagogik und Sozialarbeit
Ziel: Die Parteien Paul und Tina vertrauen dem Mediator und öffnen sich
Für den Mediator bedeutet das er:

  • ist zwar Berater schlüpft aber bei dieser Technik in die Rolle eines Gleichgestellten (Auflösung der Hierarchie ähnlich wie
  • bei Parteienzentrierte Gesprächsführung)
  • darauf achtet, dass Partei A & B auf Augenhöhe kommunizieren

Doppeln

Vorgehen des Mediators:

  • hört sich den Standpunkt von Tina an
  • zeigt Verständnis
  • wiederholt die Aussage von Tina mit seinen eigenen Worten
  • nicht ausgedrücktes wird verbalisiert
  • potenziell versteckte Gefühle werden offenbart
  • Abgleich mit der tatsächlich verborgenen Gefühlswelt von Tina (Sie möchte Ihren Lieblingskunden nicht verlieren und hat Angst vor der Gebietsaufteilung)

„Das Tal der Tränen öffnet den Weg, um unsichtbare Dämonen zu besiegen“ → Oder: Wer über Ängste und Sorgen spricht, kann diese loswerden

Supervision

Psychotherapeutische Beratung als moderierte Gesprächsrunde
Ziel: Konflikte lösen, Arbeitsprozesse optimieren, Beziehungen verbessern Der Mediator schlüpft in die Rolle des Supervisors (Engl. für Aufsicht, Betreuer)

  • Hört sich beide Seiten an
  • Bittet diese eigene Ziele zu formulieren
  • Leitet eine Diskussion ein
  • zeigt wie man konstruktive Kritik gibt (Wertschätzung)
  • analysiert Arbeitsprozesse mit beiden Parteien
  • unterstützt die Lösungsfindung unter Berücksichtigung der Unternehmenswerte (Wirtschaftlichkeit, Ökologie, Soziale Werte usw.)
  • hält Ergebnisse fest

Weitere Informationen:



Anhang

Ernährungstipps

Wir können durch richtige Ernährung unsere geistige Leistung und unser Wohlbefinden beeinflussen. Das wird zu Änderungen in der Qualität der Kommunikation führen.

Was ist BDNF? (Gehirn-abgeleiteter Neurotrophic Faktor)

Es ist das Wachstumshormon für unsere neuronalen Nervenbahnen. Siehe: https://flexikon.doccheck.com/de/Wachstumsfaktor_BDNF

Was bringt uns BDNF

  • Es schützt unsere Neuronen
  • Es unterstützt die Neuproduktion von Neuronen
  • Es verleiht uns eine höhere Denk- und Lernfähigkeit
  • Es schützt uns vor neurodegenerativen Krankheiten (Parkinson, Alzheimer)
  • Es hält uns bei Laune / Antidepressiv

Wie steigern wie das BDNF auf natürlichem Wege

Überteuerte Nahrungsergänzungsmittel mit Pflanzenextrakten versprechen eine Erhöhung von bis zu 15%. Dieses Effekt können wir auch mit richtiger Ernährung erzielen. Hier einige Tips:

  • Omega 3 Fettsäuren in Krillöl, Lachsöl, Chiasamen, Leinsamen
  • Grüner Tee hat Catechine
  • Curry enthält Kurkuma (Kann sogar die Blut-Hirnschranke überwinden)
  • Rote Weintrauben haben Resveratrol
  • Bananen enthalten Serotonin und Tryptophan
  • Hafer enthält Zink
  • Intensives körperliches Training z.B. Kraftsport
    • Studie Ausdauerläufer und Sprinter » Die Sprinter waren 20% Leistungsfähiger
  • Sonnenlicht (Tag- , Nachtrhythmus)
  • Isolierte Kohlenhydrate (raffinierter weißer Zucker) reduzieren
  • Fasten (Längeres Fasten aber auch Intervallfasten ab 12 Stunden)

Omega-3 Fettsäuren

Omega3 ist wichtig um ein gutes Verhältnis zu Omega6 Fettsäuren (FS) herzustellen.

Zu wenig O3

  • schnellerer Alterungsprozess (wegen schlechtem Fett in der Zellmembrane)
  • erhöhte Entündungswerte
  • geringere geistige Leistung → siehe BDNF

Was hilft

BDNF erhöhen

Siehe: https://flexikon.doccheck.com/de/Wachstumsfaktor_BDNF

  • Zucker vermeiden. Ist der Insulinspiegel niedrig, wird BDNF gebildet
  • Grüner Tee, zweiter Aufguss oder noch besser Matcha
  • gutes O3-O6 Verhältnis
    • Antioxidanzien (zB Vitamin c e d Zink oder Cukuma, Betacarotin, Asatxantin … )
      • Cucuma kann Blut/Hirn Schranke überwinden → daher gut im Hirn :)
      • Hafer, Hirse, Austern (Zink)
      • Bananen (Thryptophan und Serotonin) → gut für den Darm (siehe Vagus-Nerv https://de.wikipedia.org/wiki/Nervus_vagus)
      • Resveratrol (Traubensaft, Kernöl)
  • Guter Tag-Nacht Rhythmus
  • Sonnenlicht
  • Vitamin D3 check, ob Mangel besteht
  • Fasten und große Essenspausen (alles über 12 Stunden, ab 20 Stunden erhöht sich der Effekt der Autophagie ) → siehe Insulinspiegel

Essen gegen Stress