ITIL

Dozent: Rudolf Schnee

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Mitschrift

Was ist ITIL

Die 6 Design-Grundsätze für das Update oder die Einführung von ITIL


Was ist ein Service

Definition: Service-Definition nach ITIL®: „Eine Möglichkeit, einen Mehrwert für Kunden zu erbringen, indem das Erreichen der von den Kunden angestrebten Ergebnisse erleichtert oder gefördert wird. Dabei müssen die Kunden selbst keine Verantwortung für bestimmte Kosten und Risiken tragen. Der Begriff Service wird manchmal als Synonym für Core Service, IT Service oder Service Package genutzt.“
Quelle: https://wiki.de.it-processmaps.com/index.php/ITIL-Glossar/_ITIL-Begriffe_S#Service


Prozesse

Das klassische Prozessmodell teilt sich in:


RACI Matrix

In einer ITIL RACI-Matrix werden zu allen Teilen eines Prozess die notwendigen Schritteund Verantwortungen Personen oder Gruppen zugewiesen. Im Idealfall definiert diese Matrix genau wer für was verantwortlich ist und wer was zu Tun hat. Dazu können 4 Zustände vergeben werden:

Beteichnung Verantwortung Beschreibung
ResponsibleDurchführungsverantwortungZuständig für die eigentliche Durchführung. Wird als disziplinarische Verantwortung definiert
AccountableKostenverantwortung Verantwortlich für Genehmigungen. Diese Person hat die kaufmännische oder rechtliche Verantwortung. Verantwortung der Kostenstelle
ConsultedFachverantwortung Die Person deren Rat eingeholt werden kann oder muss. Sie hat die fachliche Verantwortung
InformedInformationsrechtEine Person die Informationen über den Verlauf und Ergebnis einer Tätigkeit erhällt

Beispiel

Siehe: https://projekte-leicht-gemacht.de/blog/methoden/projektorganisation/raci-matrix/


CSF und KPI

Zur Überwachung und Steuerung der Prozesse und Funktionen des IT Service Managements werden entsprechende Kennzahlen (Key Performance Indicators - KPIs) definiert. Diese müssen stets die entscheidenden Erfolgsfaktoren (Critical Success Factors) und Ziele des jeweiligen Prozesses adressieren. Die einschlägigen Standards (ITIL®, CobiT, ISO 20000, etc.) enthalten Empfehlungen, die unternehmensspezifisch angepasst und eingesetzt werden, abhängig von:

Was unterscheidet KPI und CSF voneinander ?

CSF

Critical Success Factors sind definierte erforderliche Elemente für einen erfolgreichen Service, Prozess oder ein Projekt.

KPI

Key-Performance-Indikatoren sind ein Leistungsmaß, mit dem Unternehmen Informationen über viele relevante Faktoren wie die Effektivität und Effizienz ihrer Prozesse erhalten. Die Hauptfunktion von KPIs besteht darin, Unternehmen dabei zu helfen, bessere Wege zur Verwaltung und Optimierung ihrer internen Abläufe zu finden.
Anforderungen (Die S.M.A.R.T Methode):

KPIs tragen zu einer besseren Entscheidungsfindung in der Organisation bei und fördern so die kontinuierliche Verbesserung der ITIL-Prozesse.


Dienstleistungsbeziehungen

Ein Service-Verbraucher kann seine neuen oder modifizierten Ressourcen nutzen um seine eigenen Produkte zu entwickelen oder um die Bedürfnisse einer anderen Zielgruppe zu erfüllen. Die Wechselwirkungen sind in Folgender Abbildung zu sehen:


Ergebnis, Kosten und Risiken

Services, richtig angewand, unterstützen die Ergebnisse und managen dabei Kosten und Risiken.
Servicebeziehungen führen neue Kosten und Risiken ein und können einen negativen Effekt auf bestimmte Ergebnisse erzielen.
Organisationen akzeptieren bestimmte Kosten und Risiken um Werte zu schaffen.
Aktivitäten zur Lenkung, Planung und Verbesserung konzentrieren sich auf bestimmte poder alle Ereignisse, Kosten und Risiken


Utility und Waranty

Der Grad der Wertschöpfung eines IT-Service wird maßgeblich durch die Utility und Warranty eben dieses IT-Service geprägt.


Output und Outcome

Definition Output: Eine marerielle oder imaterielle Lieferung einer Tätigkeit.
Definition Outcome: Ein Ergebnisfür einen Stakeholder der durch einen oder mehere Outputs aktiviert wird.


Servicearten und Providerypen

Es gibt zwei Unterscheidungen von Servicearten

Interne und externe Services lassen sich gliedern in:

Ermöglichende Services

Sind Services, die nötig sind, damit einen Kunden Service erbracht werden kann. Unabhängig davon ob ermöglichendes Services für den Kunden sichtbar sind oder nicht, nimmt der Kunde sie nicht für sich betrachtet als Services wahr. Sie sind Basisfaktoren, die es dem Kunden ermöglichen, den echten (Kern-) Service zu erhalten.

Core Services

Liefern die grundlegende Ergebnisse, die Kunden wünschen. Sie stellen den Werte da, den der Kunde wünscht und für den er bezahlt. Kernservices stellen den zentralen Wertbeitrag für den Kunden dar und liefern somit die Grundlage für eine kontinuierliche Servicenutzung und dauerhafte Kundenzufriedenheit.

Erweiternde Services

Sind Services, die einem Kernservice hinzugefügt werden, um diesen attraktiver zu gestalten. Sie sind nicht entscheidend für die Lieferung eines Kern Service. Erweiternde Services werden als Begeisterungsfaktor ergänzt, damit konnten den Kern Service vermehrt in Anspruch nehmen, oder um sich von Konkurrenten zu differenzieren.


Assets

Mit Assets sind im allgemeinen Vermögenswerte gemeint. Im IT Bereich bezieht sich der Begriff IT Assets aber sowohl auf die Hardwarekomponenten, auf die im Unternehmen eingesetzte Software als auch auf die Personen und deren Fägigkeiten eines Unternehmens.
Service Assets bilden die Grundlage der Serviceleistung und sind die Bausteine der Wertschöpfung
Die Wertschöpfung wird aus einer möglichst optimalen Kombination von Ressourcen und Fähigkeiten gewonnen.


Die vier Dimensionen

Dimension 1: Informationen und Technologien

die Verfügbarkeit und der Austausch von Informationen und Wissen als Basis für Wertschöpfung und Zusammenarbeit, unterstützt durch geeignete Technologien.
Zu den Technologien die das Service-Management unterstützen gehören

Das Dienstleistungsmanagement profitiert zunehmend von der Entwicklung der Technik.

Dimension 2: Organisation und Personen

Die Kultur, die Art und Weise wie die Organisation strukturiert und geleitet wird, die Ressourcen und Fähigkeiten, die verfügbar sind, die Rollen und Verantwortlichkeiten, sowie die Art und Weise wie kommuniziert und zusammengearbeitet wird prägen eine Organisation. Die alte Denkweise einer Autorität und formell etablierter starren Struktur ist nicht mehr Zeitgemäß.
Es ist entscheidend das die Führung Werte vertritt und fördert. Es geht darum die Mitarbeiter zu motivieren auf wünschenswerte Weise zu agieren.

Dimension 3: Partner und Lieferanten

Jede Organisation pflegt Beziehungen zu anderen Organisationen und hängt in gewissem Maß von deren dienstleistungen ab. Bei allen Aktivitäten benötigt es Vereinbarungen zwischen diesen Beteiligten.

Dimension 4: Wertströme und Prozesse

Ein Wertstrom, respektive ein Value Stream beinhaltet eine Reihe von Schritten, die eine Organisation zur Erstellung und Bereitstellung von Produkten und Services für seine Nutzer durchführen muss. Ein Wertstrom ist also eine Kombination von Aktivitäten und Prozessen, welche zur Wertschöpfung beitragen.
Wertströme definieren die Aktivitäten, Arbeitsabläufe, Kontrollen und Verfahren, die notwendig sind um vereinbarte Ziele zu erreichen.


Das ITIL Wertesystem

Das ITIL Service-Wertesystem mit seinen 5 Komponenten

Weitere Infos: https://blog.itil.org/2019/04/itil4-der-ganzheitliche-ansatz-mit-vier-dimensionen/ und https://www.evolit.ch/itil-4-info/itil-4-dimensionen


Das Service Wert System (SVS)

Seit dem 19. Februar 2019 hat der Service Value System SVS-Ansatz die notwendige und vielerorts stark vermisste Agilität Einzug gefunden. Auch werden nun die Prozesse nicht mehr in den Fokus gestellt. Vielmehr spricht man nun endlich von Praktiken, von Capabilities, die eine Organisation aufbauen muss, um Mehrwert durch Services und Produkte liefern zu können.
Damit das SVS richtig funktioniert muss es als System etabliert werden. Es beschreibt die

Die Aspekte des 4-Dimmensionen-Modells müssen berücksichtigt werden. Dazu an wichtigen Schlüsselstellen geeignete Schnittstellen etablieren.

Aktivitäten im SVS

Die Aktivitäten der Dienstleistungskette und deren Praktiken

Agilität im SVS

Wenn sich Umstände ändern können die Komponenten und Aktivitäten des SVS zusammen mit den Ressourcen der Organisation flexibel neu gesetzt werden.
In sich Isolierte Organisationen (Herzogtümer) können nicht schnell genug handeln um sich auf Veränderungen einzustellen. Aufgrund der eingeschränkten Sicht auf das „große Ganze“ un zu vieler versteckten Agenden ist sie nicht in der Lage wirksame Entscheidungen über Veränderungen zu treffen.
Praktiken werden so zu Silos Die Architektur des ITIL SVS ermöglicht gezielte Flexibilität und verhindert isoliertes „vor sich hin Arbeiten“.

Klassisches Wasserfallmodell Agiles Wasserfallmodell
Agiles Manifesto ITIL-Grunding Prinzip
Individuen und Interaktionen sind wichtiger als Prozesse und Werkzeuge Halte es einfach und praktikabel. Starte wo du bist
Funktionierende Software ist wichtiger als umfassende Dokumentation Fokus auf Werte. Ganzheitlich denken
Zusammenarbeit mit den Kunden ist wichtiger als eine Vertragsverhandlung Zusammenarbeit und Sichtbarkeit fördern
Reagieren auf Veränderung ist wichtiger als das Befolgen eines Plans Kleine Schritte mit Feedback. Bleibe einfach und praktikabel

Die 7 Grundprinzipien des SVS

Es ist wichtig zu erkennen das die Grundprinzipien miteinander interagieren und voneinander abhängig sind. Nicht alle Prinzipien werden in jeder Situation kritisch sein, aber sie sollten bei jeder Gelegenheit überprüft werden um zu bestimmen ob sie noch angemessen sind.
Die Grund- oder Leitprinzipien gelten universell für praktisch jede Initiative und für alle Beziehungen und Interessensgruppen

1. Grundprinzip: Fokus auf Werte (Werteorientierung)

Alles was wir in der Service Organisation tun, muss direkt oder indirekt für unsere Stakeholder werthaltig abgebildet werden können. Alles, was keinen Wert schafft, ist grundsätzlich zu vermeiden. Dazu ist es wichtig:

2. Grundprinzip: Beginnen wo man steht (IST-Situation)

Es ist nie wirklich gut, vollständig auf der grünen Wiese beginnen zu wollen und alles Existierende zu ignorieren. Es ist nur vermeintlich einfacher, alles wegzuwerfen um neu anzufangen. Klar ist es auch wichtig zu erkennen, wenn ein vollständiger Ersatz tatsächlich notwendig ist. Dazu müssen objektive Daten erhoben werden.
Der aktuelle Zustand sollte untersucht und direkt beobachtet werden, um sicher zu stellen dass er vollständig verstanden ist.

3. Grundprinzip: Iterative Weiterentwicklung und Feedback

Einer der grössten Fehleinschätzungen bei der Umsetzung von IT Service Management in der Vergangenheit war, alles in einem Projekt gleichzeitig umsetzen zu wollen. Daher der Rat:

Kleinere überschaubare Abschnitte, zeitnah durchgeführt und abgeschlossen, machen es einfacher sich stärker auf die einzelnen aufgaben zu konzentrieren. Zu große aufgaben lähmen.

MVP

Gerade in der durch die agilen Methoden festgestellten Vorteilen, dass kleinere, sogenannte MVP’s – Minimum Viable Product’s – schneller und direkt nutzbare Ergebnisse liefern, die sich zudem an den aktuellen Bedürfnissen orientieren, sollen in diesem Grundprinzip auch zur Anwendung kommen. Durch die Organisation der Aufgaben in kleinere, überschaubare Lieferobjekte, die zeitnah ausgeführt und abgeschlossen werden können, wird der Fokus auf jede Anstrengung stärker und einfacher zu pflegen sein. Die Gesamtinitiative und Vision des Service Managements müssen jedoch kontinuierlich neu bewertet und gegebenenfalls überarbeitet werden, um veränderten Umständen Rechnung zu tragen und sicherzustellen, dass der Fokus auf den Wert nicht verloren geht.

4. Grundprinzip: Zusammenarbeit und Transparenz fördern

Dieses Grundprinzip beruht auf dem Verständnis, dass die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg zu Ergebnissen führt, die einen höheren Buy-in und eine grössere Relevanz für die Ziele haben. Und damit eine höhere Wahrscheinlichkeit eines langfristigen Erfolgs.
Das Erreichen von Zielen erfordert Informationen, Verständnis und Vertrauen. Arbeiten und Konsequenzen müssen sichtbar gemacht werden. Ein Hilfsmittel kann ein Kanban-Board sein

5. Grundprinzip: Ganzheitlich denken und arbeiten

Man mag vielfach denken, dass es einfacher ist, seinen Teil der Arbeit unabhängig von anderen zu leisten. Dies mag aus der isolierten Sicht der Arbeit sogar zutreffen, aber für die Wirkungsweise des Gesamten ist dies immer schlecht. Die Services von heute sind dermassen komplex, dass es praktisch niemand in einer Organisation gibt, welcher alle Praktiken versteht und beherrscht. Ein ganzheitlicher Ansatz für das Servicemanagement beinhaltet das Verständnis dafür, wie alle Teile eines Unternehmens auf integrierte Weise zusammenwirken. Letztlich muss man den gesamten Wertestrom im Fokus haben, um den Durchfluss zu erhöhen und die gegenseitige Abhängigkeit zu reduzieren. In einem komplexen System kann sich die Veränderung eines Elements auf andere auswirken, und wenn möglich, müssen diese Auswirkungen identifiziert, analysiert und geplant werden.

6. Grundprinzip: Auf Einfachheit und Praktikabilität achten

Einfache Abläufe werden auch schneller von den Mitarbeitern akzeptiert. Es ist nicht nötig, in einem Prozessablauf jede nur erdenkliche Gegebenheit abbilden zu müssen. Der Standardablauf muss einfach bleiben. Es braucht nun auch Vertrauen in das Team, dass bei Spezialsituationen richtig reagiert werden wird.

7. Grundprinzip: Optimieren und automatisieren

Optimieren sie Ressourcen aller Art, im Besonderen die kostenintensiven, wie zB Personal so gut wie möglich. Beseitigen sie alles was wirklich verschwenderisch ist und setzen sie Technologien ein um zu erreichen wozu sie in der Lage sind. Es gilt immer: Erst optimieren, dann automatisieren.

Zusammenfassung der 7P

Wie bereits eingangs erwähnt, sollen diese Grundprinzipien nicht isoliert betrachtet und angewendet werden. Der Nutzen ist am grössten, wenn sie kombiniert verwendet und gelebt werden. Am ehesten geschieht dies, mit dem in ITIL4 vorgesehene Continual Improvement, dem kontinuierlichen Verbesserungsmodell. Also gemäss dem Grundprinzip 2: «Dort beginnen, wo man steht», sollen die agilen Ansätze für Service Management im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprogramms angewendet werden. Die hier beschriebenen Grundprinzipien können helfen, den Fokus auf den Kundennutzen zu legen und sicher zu stellen, , dass die Verbesserungsbemühungen mit der Vision des Unternehmens verknüpft werden können.

Weiterführender Link: https://blog.itil.org/2019/08/itil4-die-sieben-grundprinzipien/

Governance im SVS

Organisatorische Governance ist ein System mit dem eine Organisation gelenkt und kontrolliert wird. Es geht um:

mit dem Ziel sich auf gemeinsame Ziele auszurichten und ständig zu verbessern.


Die Wertschöpfungskette SVC

Die Service Wertschöpfungskette ist ein Betriebsmodell, das die Schlüsselaktivitäten umreißt, die erforderlich sind, um auf die Nachfrage zu reagieren und die Wertschöpfung durch die Schaffung und Verwaltung von Produkten und Dienstleistungen zu erleichtern.

Jede Organisation weist die Service Wertschöpfungskette entsprechend ihren geschäftlichen Bedürfnissen zu. Der SVC antwortet auf den Auslöser, die Frage und den Bedarf einer Organisation.

Die sechs Hauptaktivitäten der ITIL-Service-Wertschöpfungskette sind:

Jede Aktivität trägt zur Wertschöpfungskette bei idem sie bestimmte Inputs in Output umwandelt

1. Planung

Dazu gehört die Erstellung von Plänen, Portfolios, Architekturen, Standards, Richtlinien usw. zur Verwendung in der gesamten Organisation des Service Provider. Die Personen, die an dieser Tätigkeit mitwirken, müssen über große Analyse- und Managementfähigkeiten verfügen und die geschäftlichen Triebkräfte und Zwänge, die finanziellen Aspekte und die Fähigkeiten der Service Provider-Organisation verstehen.
Hinweis: Ziel von Planung in der Wertschöpfungskette ist es ein gemeinsames Verständnis der Vision, des aktuellen Status und der Verbesserungsrichtung für alle vier Dimensionen und alle Produkte und Dienstleistungen im gesamten Unternehmen zu gewährleisten.

2. Verbesserung

Dazu gehört die Erstellung von Verbesserungsplänen und -initiativen, um eine kontinuierliche Verbesserung aller Produkte, Dienstleistungen und Praktiken zu gewährleisten. Menschen, die zur Verbesserung beitragen, brauchen eine Kombination aus analytischen und kreativen Fähigkeiten sowie die Fähigkeit, andere Menschen zu beeinflussen und zu motivieren, damit sie ihre Ziele erreichen.

In Wirklichkeit benötigt die Service Wertschöpfungskette andere Elemente, um vervollständigt zu werden. Auch wenn diese Elemente nicht Teil der Kette sind: der Auslöser oder die Frage, das Bedürfnis, auf das die Service Wertschöpfungskette reagiert.

Jede Organisation wird in der Lage sein, ausgehend von der Referenz-Service-Wertschöpfungskette ihren eigenen spezifischen Wertstrom zu definieren.

3. Engagement

Es beinhaltet die Zusammenarbeit mit externen Interessengruppen, einschließlich Nutzern, Kunden, Lieferanten und Regulatoren, Personen, die zu dieser Aktivität beitragen, müssen Konzepte wie Kundenerfahrung und Benutzererfahrung verstehen, und sie benötigen Fähigkeiten und Kompetenzen in Verhandlung und Kommunikation.

4. Design und Transition

Diese Aktivität konzentriert sich auf die Schaffung und Freigabe neuer und geänderter Dienste. Die Personen, die zu dieser Aktivität beitragen, müssen in der Lage sein, den Kompromiss zwischen Zeit, Kosten, Risiko und Qualität auszugleichen, sie müssen ein umfassendes Verständnis des Dienstleistungsmanagements und des Beitrags von Dienstleistungen zur Wertschöpfung haben.

5. Erhalten und Erstellen

Dazu gehört die Erstellung von Dienstkomponenten. Dies könnte die Entwicklung von Software, die Verwaltung der Cloud-Infrastruktur, die Beschaffung von Hardware, Software und Dienstleistungen von Drittanbietern umfassen.

Personen, die zur Beschaffung/Bereitstellung beitragen, müssen sehr spezifische technische und prozessuale Fähigkeiten haben, die mit ihrem Fachgebiet zusammenhängen. Sie müssen auch die in ihrer Organisation angewandten Methoden verstehen, wie z.B. agiles, schlankes, DevOps– oder PRINCE2-Projektmanagement.

6. Bereitstellen und Support

Die Aktivität stellt sicher, dass die Dienstleistungen in einer Weise erbracht und unterstützt werden, die den Erwartungen der Interessengruppen entspricht. Dazu können die Lösung von Vorfällen, die Überwachung von Anwendungen und Infrastruktur, die Erstellung von Berichten, die Analyse von Problemen und andere laufende Aktivitäten gehören.

Die Personen, die zu dieser Aktivität beitragen, müssen sehr gut darin sein, Prioritäten zu setzen und mit widersprüchlichen Arbeitsbelastungen umzugehen, und ein klares Verständnis der Kunden- und Benutzererwartungen haben.

Kontinuierliche Verbesserung (CI)

Dazu gehört die Erstellung von Verbesserungsplänen und -initiativen, um eine kontinuierliche Verbesserung aller Produkte, Dienstleistungen und Praktiken zu gewährleisten. Menschen, die zur Verbesserung beitragen, brauchen eine Kombination aus analytischen und kreativen Fähigkeiten sowie die Fähigkeit, andere Menschen zu beeinflussen und zu motivieren, damit sie ihre Ziele erreichen.

In Wirklichkeit benötigt die Service Wertschöpfungskette andere Elemente, um vervollständigt zu werden. Auch wenn diese Elemente nicht Teil der Kette sind: der Auslöser oder die Frage, das Bedürfnis, auf das die Service Wertschöpfungskette reagiert.

Jede Organisation wird in der Lage sein, ausgehend von der Referenz-Service-Wertschöpfungskette ihren eigenen spezifischen Wertstrom zu definieren. Jede Person die zur Erbringung eines Services beiträgt sollte kontinuierliche Verbesserungen im Auge haben. und ständig danach suchen.
Wenn man sich mit dem Gedanken beschäftigt CI im Unternehmen einzuführen, sollte man zumindest ein kleines Team mit der Aufgabe beauftragen.

Weitere Infos: https://www.qrpinternational.ch/blog/it-governance-service-management/itil-v4-service-wertschoepfungskette-und-wertstrom/

Praktiken im SVS

In ITIL ist ein Managementpraxis eine Reihe von organisatorischen Ressourcen, die für die Durchführung von Arbeiten oder dei Erreichung eines Zieles bestimmt ist. Die Ursprünge der Praktiken sind:

Continual Improvement (Kontinuierliche Verbesserung)

Continual Service Improvement (Kontinuierliche Serviceverbesserung) setzt Methoden des Qualitätsmanagements ein, um aus Erfolgen und Misserfolgen der Vergangenheit zu lernen. Die CSI-Phase im ITIL Service-Lifecycle zielt darauf ab, die Effektivität und Effizienz von IT-Prozessen und -Services fortlaufend zu verbessern, in Übereinstimmung mit dem in ISO 20000 geforderten Konzept der kontinuierlichen Verbesserung.

Methoden und Techniken

In Stichpunkten:

Der Business Case ist die Grundlage für eine Investitionsentscheidung. Er dokumentiert die wirtschaftliche Dimension und wird während der gesamten Umsetzung eines Projekts oder Produktionszyklus immer wieder zur Beurteilung herangezogen. Der Business-Case enthält Informationen über:

und zeigt die verschiedenen Optionen für Veränderung:

Auch nicht-monitäre Aspekte oder negative Faktoren müssen berücksichtigt werden.

Der Deming Zyklus

SWOT-Analyse
Strenghts (Stärken) Opportunities (Chancen) Weaknesses (Schwächen) Threads (Risiken)
Was läut gut
Was sind unsere Stärken
Worauf sind wir stolz
Was gibt uns Energie
Wo stehen wir momentan
Was sind unsere Zukunftschancen
Was können wir ausbauen
Welche Verbesserungsmöglichkeiten haben wir
Was können wir im Umfeld nutzen
Wozu wären wir noch fähig
Was liegt noch brach
Was ist schwierig
Wo liegen unsere Barrieren
Welche Störungen behindern uns
Was fehlt uns
Wo lauern künftige Gefahren
Was kommt an Schwierigkeiten auf uns zu
Was sind mögliche Risiken und kritische Faktoren
Womit müssen wir rechnen
Lean: The Voice of the Customer
Lean: Prozessoptimierung

Ist etwas Wertschöpfend …dann Optimieren
Ist etwas nicht Wertschöpfend aber notwendig …dann Minimieren
Ist etwas nicht Wertschöpfend …dann Eliminieren
Lean: Muda-Methode (Verschwendung)

Die 7 Verschwendungen sind:

Es gibt noch weitere Formen des Werteverlust. sie sind in Mura (Abweichung und Variation) und Muri (Überlastung und Inflexibilität) beschrieben.
Siehe: https://kanbanize.com/de/lean-management-de/wert-verschwendung/7-arten-der-verschwendung-nach-lean

Continual Improvement

Siehe: https://www.evolit.ch/itil-4-info/itil-4-improvement

Service Level Management (SLM)

Das SLM stellt die Sichtbarkeit aller Services in der Organisation sicher. Der Zweck ist geschäftsbezogene Ziele der Service-Erbringung festzulegen und anhand der Ziele bewerten, überwachen und managen.

Das SLM umfasst das Sammeln und Analysieren von Informationen aus verschiedenen Quellen

Siehe: https://www.echolon.de/de/blog/service-level-management/

Change Enablement (Veränderungssteuerung)

Um die Anzahl der erfolgreichen Service- und Produktänderungen maximal sicherzustellen muüssen:

Weitere Infos

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Buzzword Bingo

WIP → Work in ProgressNur zusammen mit Providern und Konsumenten wird Wert geschaffen. Arbeit muss „gezogen“ werden um dadurch einen gleichmäßigen „Fluss“ zu haben. Wichtig ist es daher den Konsumenten zu kennen.
Service…ist eine Kombination vob Sach- und Dienstleistung. Das wird vom Provider geliefert
Service Management Eine Reihe spezialisierter organisatorischer Fähigkeiten, um den Kunden einen Mehrwert in Form von Dienstleistungen zu ermöglichen
Service RelationshipEine Zusammenarbeit zwischen einem Dienstleister und einem anderen Dienstleister
Service Provider …sind für die Erbringung der Services verantwortlich, erbringen selbst oder lassen erbringen
Service Verbraucher oder Service Anwender: konsumieren Services
Service Angebote …ist eine Beschreibung eines oder mehrere Services, die auf die Bedürfnisse einer Zielkonsumentengruppe zugeschnitten sind. Ein Serviceangebot kann Waren, Zugang zu Ressourcen und Serviceaktionen umfassen
Service Nutzung Aktivitäten die von einer Organisation durchgeführt werden um Dienstleistungen zu nutzen
Service Relationship Management Gemeinsame Aktivitäten die von einem Dienstleister und einem Serviceverbraucher durchgeführt werden um eine kontinuierliche Wertschöpfung auf der Grundlage vereinbarter Service-Angebote zu gewährleisten
Prozess …ist eine Reihe von verbundenen Aktivitäten doe „Eingabe“ in „Ausgabe“ umwandeln. Prozesse definieren die Abfolge von Aktivitäten und deren Abhängigkeiten
Praktik Eine Reihe organisatorischer Ressourcen die für das Erreichen eines Ziels konzipiert sind. Die Ressourcen sind in den 4 „Dimensionen“ beschrieben. Praktiken beinhalten Prozesse
Wert oder Value: Die wahrgenommenen Vorteile, Nützlichkeit und Bedeutung eies Produkts oder einer Dienstleistung. Dieser Wert kann zar subjektiv sein, muss aber klar definiert sein
Vertrag intern Ehemals underpinning Contract: Servicebeziehung besteht zwischen Provider und Konsument
Organisation Eine Person oder Gruppe von Personen, die ihre eigenen Funktionen mit Verantwortung, Behörden und Beziehungen hat, um ihre Ziele zu erreichen. Bei der Bereitstellung von Dienstleistungen übernimmt die Organisation die Roll des Dienstleisters
Kunde Eine Person, die Anforderungen für Services definiert und Verantwortung für Ergebnisse des Servicekonsums übernimmt
Anwender Eine Person die Services einsetzt bzw verwendet
Sponsor…ist für die Finanzierung (Budget) zuständig und gebehmigt den Servicekonsum
Stakeholder..haben an der Wertschöpfung teil, wie zB:
Aktionäre, Mitarbeiter und andere Gemeinschaften
Output …ist das Ergebnis des Providers laut unserer Vertragsvereinbarungen
Outcome …ist der Teil des Output den der Anwender verwenden oder umsetzten kann
Kosten Die Höhe des Geldes das für eine bestimmte Tätigkeit oder Ressource ausgegeben wird. Aus Sicht des Verbrauchers gibt es zwei Arten von Kosten einer Dienstleistungsbeziehung
Kosten die vom Verbraucher durch den Service abgenommen sind
Kosten die dem Verbraucher durch den Service auferlegt werden
Warranty …ist eine Garantie und definiert wie ein Dienst funktionieren muss → Gewährleistung, Zusicherung, Garantie
Utility Brauchbarkeit, Nützlichkeit, Nutzen, Dienstprogramm