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Nahezu jedes Fahrzeug lebt von seinem Design. Doch so richtig gut sieht der Wagen doch nur „gepflegt“ aus. Alle Rat-Rodder hören jetzt mal lieber weg.
Wie fangen wir an? Ok, wie wäre des die Karre einmal durch die Waschanlage zu schubsen? Nun ja, moderne Waschanlagen sind unsere verspielten Blechformen und Zierleisten nicht mehr gewöhnt. Im besten Fall wird es um Kanten, Falze und Ecken nicht richtig sauber und wir müssen nacharbeiten. Schlimmer wäre es wenn der Klassiker in der Röhre seinen Chromschmuck abwirft. Aber auch etwas jüngere Fahrzeugen können Waschstraßen-inkompatibel sein. Im Besonderen mehrschichtige Metallic-Lacke aus der Zeit der ersten Wasser-Basis-Lacke können ganz eklig zu Klarlack-Verlust neigen, wenn die obere Schicht schon leichte Verletzungen aufweist.
Ich halte es lieber mit den Briten. Eine britische Oberklasse wird natürlich handgewaschen. Das gehört zum Arbeitsbild eines englischen Wagenlenkers dazu.

Fangen wir an

Zuerst muss der Lack auf Schäden und Rostnestern untersucht werden. Habe ich sowieso vor in der nächsten Zeit kleinere Ausbesserungen an der Lackhaut durchzuführen, ist eine neue Wachsschicht keine gute Idee. Also erst die kleinen Pickel und Wunden behandeln bevor es ans Aufhübschen geht.

Wie ist der Zustand

Im Grunde unterteile ich in drei Gruppen:

  • glänzt noch, ist sauber und glatt. Das ist einfach. Gute Pflege zahlt sich aus.
  • Teilweise matt, aber ohne tiefe Schäden. Das kriegen wir wieder hin und Bizeps gibt es obendrauf.
  • an der Grenze zu verrottet. Tiefe Kratzer, Verfärbungen, Schadstellen… Leider kein Fall für die heimische Garage.

Ich gehe von einem leicht verwitterten, aber noch grundsoliden Zustand aus. Bei zu schlechten Erhaltungszustand lasse ich immer einen Profi ran.

Mach mal sauber

Vorab ein Umwelt-Tip: Das Reinigen eines Fahrzeugs ohne geeigneten Ölabscheider ist nicht zulässig. Daher gebt die wenigen € aus und geht auf einen ausgewiesenen Waschplatz. Kümmert euch hier um die Grundreinigung, die Feinarbeit darf dann gerne zu Hause passieren.

Ich denke das ich nicht erklären muss wie man ein Auto wäscht. Nur soviel: Kauft euch Reinigungs-Knete. Damit bekommt ihr selbst eingetrocknete Teer-Reste oder Insekten schonend beseitigt.

Die wichtigste Arbeit: Polieren

Da brauche ich doch das richtige Werkzeug, also eine Poliermaschine. Nö, geht auch ohne, dann statt Akku mit Muckies und Zeit. Es gibt Polituren und Versiegelungen die sind für die Handarbeit ungeeignet, findet man gerne im Profiregal.

Das Polieren ist ein sehr feiner Schleifprozess. Dabei wird immer Material abgetragen. Daher würde ich nicht jede Woche einmal durchpolieren. Für alle Blitzwerker, der Glanz wird jetzt und hier generiert. Die Versiegelung kommt nur noch on-top drauf.