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| audio:highend:highend [15 50 2025 19 : 50] – angelegt - Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | audio:highend:highend [09 52 2026 18 : 52] (aktuell) – André Reichert-Creutz |
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| {{:audio:highend:logo-highend.png?300|}} \\ | {{ :audio:highend:logo-highend.png?300 |}} |
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| {{ :audio:kenwood_hd-1000-prospekt-1994.jpg?400|}} | ====== High End ====== |
| Wie höre ich Musik? Genauer gefragt, mit was höre ich Musik - und warum.\\ | |
| Ich kenne einige Menschen die locker 5000€ für ihr TV/Kinoerlebnis ausgeben. Das schein in der Gesellschaft akzeptiert zu sein. Wenn ich aber sage das mein Kopfhörer 600€ kostete, und das ist nicht mein Teuerster, dann ernte ich Kopfschütteln. Warum eigentlich?\\ | |
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| Ende der 80er war der High-End Markt in voller Blüte. 10.000DM für ein Paar Boxen zu bezahlen war außergewöhnlich aber nicht undenkbar. Mein gesamtes Lehrgeld ging für Hifi-Komponenten drauf. Allesamt gebraucht gekauft. Neu was das Zeug zu teuer. Schließlich hatte ich einen Turm aus Radio, zwei Kassettendecks, einem CD Player, Vorverstärker, Endstufe und einem selbst gebauten Plattenspieler im Zimmer. Umrahmt wurde er von zwei mannshohen Schallwandlertürmen. Mein E-Technik Studium lenkte ich Richtung Datenübertragung, Lichttechnik und Schallübertragung. Meine Semester- und Diplomarbeit waren Lautsprecherboxen mit dreidimensionalem Charakter. Surround war noch nicht erfunden.\\ | > //Wie höre ich Musik? Genauer gefragt: **mit was** höre ich Musik - und **warum**.// |
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| Heute habe ich unzählige digitale Dateien auf einem DLNA-Server, eine {{https://www.hifi-wiki.de/index.php/Kenwood_HD-1000|Kenwood HD-1000}} (nur mit besseren Boxen) und einem Kopfhörer Röhrenverstärker. An diesen stecke ich, je nach Laune, entweder meinen Jecklin Float fürs Räumliche, einen Stax für die klassischen Momente, Sennheiser Reference, wenns wummen muss, oder einen Grado, mein Liebling für alles. Mobil höre ich über mein Handy, hier mit Kopfhörern von KZ bestückt. | {{ :audio:kenwood_hd-1000-prospekt-1994.jpg?300|}} |
| | Ich kenne einige Menschen, die locker 5000 € für ihr TV-/Kinoerlebnis ausgeben. Das scheint in der Gesellschaft akzeptiert zu sein. Wenn ich aber sage, dass mein Kopfhörer 600 € kostete - und das ist nicht mein teuerster - dann ernte ich Kopfschütteln. **Warum eigentlich?** |
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| ====== Kopfhörer ====== | Ende der 80er war der High-End-Markt in voller Blüte. 10.000 DM für ein Paar Boxen zu bezahlen war außergewöhnlich, aber nicht undenkbar. Mein gesamtes Lehrgeld ging für HiFi-Komponenten drauf. Allesamt gebraucht gekauft. Neu war das Zeug zu teuer. Schließlich hatte ich einen Turm aus Radio, zwei Kassettendecks, einem CD-Player, Vorverstärker, Endstufe und einem selbst gebauten Plattenspieler im Zimmer. Umrahmt wurde er von zwei mannshohen Schallwandlertürmen. |
| Hier fängt der Spaß an - oder endet er hier? Es ist eine Frage des persönlichen Geschmack. Ich persönlich empfinde Musik über Kopfhörer intensiver als von Lautsprechern wiedergegeben. Doch noch mehr als bei Standboxen ist die richtige Wahl des Kopfhörers entscheidend. Ich habe mich für diese Teile entschieden: | |
| | Mein E-Technik-Studium lenkte ich Richtung Datenübertragung, Lichttechnik und Schallübertragung. Meine Semester- und Diplomarbeit waren Lautsprecherboxen mit dreidimensionalem Charakter. Surround stand damals noch lange nicht in jedem Wohnzimmer. |
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| | ===== Die Edelanlage meiner Jugend ===== |
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| | > //Erarbeitet als Schüler und Azubi. Jede Mark, jeder Ferienjob, jedes Lehrlingsgehalt landete im Turm.// |
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| | Was heute ein DLNA-Server erledigt, brauchte damals einen ganzen Turm voller Geräte. Und jedes einzelne hatte seinen Charakter. |
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| | ==== Vor- und Endstufe: Kenwood C2 und M2a ==== |
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| | Die Basis bildete eine Vor- und Endstufen-Kombi von Kenwood: die Vorstufe **C2** und die Endstufe **M2a** aus der Basic-Serie. Die Teile habe ich einer Lautsprecher-Edelschmiede abgekauft. Getrennte Vor- und Endstufe statt Vollverstärker - das war damals das Zeichen, dass man es ernst meint. Die Vorstufe kümmert sich in Ruhe um das zarte Signal, die Endstufe um die rohe Kraft. Keiner stört den anderen. |
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| | ==== CD-Player: Philips CD303 ==== |
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| | **Die absolute Legende.** Der CD303 gehörte zur ersten Generation von CD-Spielern überhaupt. Philips setzte damals auf einen 14-Bit-Wandler mit vierfachem Oversampling und digitalem Filter, während die Konkurrenz auf 16 Bit schwor. Auf dem Papier unterlegen, im Ohr oft überlegen. |
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| | An diesem Gerät habe ich gelernt: **Auch digital gespeicherte Musik klingt je nach Abspielgerät total unterschiedlich.** Nullen und Einsen sind eben nicht alles. Wandler, Filter und Analogteil machen den Klang. Eine Erkenntnis, die mich bis heute begleitet. |
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| | ==== Tape-Decks: Nakamichi Dragon und Onkyo TA-2900 ==== |
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| | Ein **Nakamichi Dragon** diente als Tape-Deck. Der Drache war das Nonplusultra der Kassettentechnik. Drei Tonköpfe, Autoreverse - und seine Spezialität: Er richtete den Wiedergabekopf automatisch auf die Spur jeder Kassette aus. Selbst Bänder, die auf einem schiefen Billigdeck aufgenommen waren, klangen damit plötzlich wieder klar und brillant. |
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| | Sein Gegenspieler war ein **Onkyo TA-2900**. Zwei Decks, das hieß: Überspielen, Zusammenschneiden, Basteln. |
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| | **Was habe ich Nächte damit verbracht, meine Mixtapes aufzunehmen.** Pegel einmessen, Pausentaste im richtigen Moment lösen, und bloß keinen Song am Ende der Seite abschneiden. Ein Mixtape war damals eine Liebeserklärung mit Laufzeit 90 Minuten. |
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| | ==== Equalizer: Kenwood GE-1100 ==== |
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| | Der **Kenwood GE-1100** war kein gewöhnlicher Equalizer. Mit beiliegendem Messmikrofon konnte man den Raum selbst einmessen. Dazu speiste man **rosa Rauschen** ein - ein Rauschen, bei dem jede Oktave die gleiche Energie hat, sodass es für unser Ohr gleichmäßig klingt. Das Mikrofon am Hörplatz zeigte dann, welche Frequenzen der Raum anhebt oder verschluckt. Und dann hieß es: Regler für Regler von Hand abmischen, bis die Kurve gerade war. Raumkorrektur von Hand - lange bevor Software das automatisch erledigte. |
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| | ==== Tuner: Sansui TU-717 ==== |
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| | Ein **Sansui TU-717** sog die Musik aus dem Äther. Ein Tuner, der bis heute einen hervorragenden Ruf genießt. Empfindlich, trennscharf und mit einem warmen, offenen UKW-Klang. Damals die Quelle für neue Musik und für das eine oder andere Mixtape, das direkt aus dem Radio entstand. |
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| | ==== Kabel: Marke Eigenbau ==== |
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| | Alle Kabel waren selbst konfektioniert: massive, vergoldete Cinch-Stecker, dazu **Monitor Cobra** und **Silver Cable**. Lötkolben, ruhige Hand, viel Geduld. Ob man den Unterschied hört? Darüber streiten HiFi-Fans bis heute. Ich habe es mir jedenfalls eingebildet - und das war auch schon was wert. |
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| | ==== Der Plattenspieler: 125 Kilo Eigenbau ==== |
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| | Abgerundet wurde das Ganze mit meinem **selbst gebauten Plattenspieler**. Und der war kein Spielzeug: |
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| | * **Fundament:** eine **100-Kilo-Marmorplatte**. Was nicht schwingt, kann auch nicht stören. |
| | * **Teller:** **25 Kilo, aus Bronze, selbst gedreht.** Masse ist Ruhe. Einmal in Schwung, lässt sich so ein Teller durch nichts mehr aus dem Takt bringen. |
| | * **Antrieb:** ein **Papst-Außenläufermotor**. Bei diesem Motortyp dreht sich das Gehäuse um die feststehende Wicklung. Das sorgt für einen besonders ruhigen, gleichmäßigen Lauf - nicht umsonst setzten ihn auch namhafte Plattenspielerhersteller ein. |
| | * **Riemen:** ein hauchzarter, metallisierter Gummiriemen. Er entkoppelt den Motor vom Teller und übernahm gleichzeitig den **Potentialausgleich**, damit sich der Teller nicht statisch auflädt und kein Brummen entsteht. |
| | * **Steuerung:** Die Drehzahlregelung mit **optischer Stabilisierung** habe ich gemeinsam mit einem Modellbau-Kollegen entwickelt und selbst zusammengelötet. Ein optischer Sensor tastet die Drehzahl ab, und die Elektronik regelt den Motor bei jeder Abweichung nach. Eine Nachlaufregelung, wie man sie aus der Regelungstechnik kennt. |
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| | Damit lief der Teller exakt, ruhig und unbeirrbar. Rumpeln? Gleichlaufschwankungen? Nicht auf meiner Marmorplatte. |
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| | ==== Zwei Wege zur Vorstufe ==== |
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| | Je nach Musik nahm das Signal vom Plattenspieler zwei verschiedene Wege: |
| | * **Rock und Pop:** direkt in die Kenwood-Vorstufe. Klar, schnell, druckvoll. |
| | * **Jazz:** über eine **Röhren-Vorstufe von Heinz Schmitt**. Mehr Wärme, mehr Raum, mehr Luft um die Instrumente. |
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| | Die Liebe zur Röhre hat also eine lange Geschichte. Heute erledigt das der Little Bear. |
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| | ==== Was davon geblieben ist ==== |
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| | Der Turm ist längst Geschichte. Aber er hat mich geprägt. Jedes Gerät brachte mir etwas bei: dass digitale Musik nicht gleich digitale Musik ist, dass ein Raum mitspielt, dass Masse Ruhe bedeutet und dass eine Röhre den Jazz atmen lässt. **Alles, was ich heute höre, steht auf diesem Fundament.** |
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| | ===== Mein Setup heute ===== |
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| | * **Quelle:** unzählige digitale Dateien auf einem DLNA-Server, abgespielt über meinen [[audio:stream:start|Raspi-Streamer]] |
| | * **Vorverstärker:** eine [[#die_roehren-vorstufe_little_bear|Röhren-Vorstufe von Little Bear]] mit zwei Röhren pro Kanal |
| | * **Endstufe:** eine [[https://www.hifi-wiki.de/index.php/Kenwood_HD-1000|Kenwood HD-1000]] - eine Gesamtanlage aus den Jahren 1993 bis 1995, damals für rund 6.700 DM zu haben. Bei mir allerdings mit besseren Boxen. |
| | * **Die Elektrostaten:** [[#jecklin_float|Jecklin Float]] (fürs Räumliche) und [[#stax_sr-30|Stax]] (für die klassischen Momente) hängen an ihrem Speisegerät bzw. Adapter, gefüttert von der Kenwood-Endstufe mit dem Little Bear davor. |
| | * **Die Dynamischen:** je nach Laune |
| | * [[#sennheiser_reference|Sennheiser Reference]] - wenn's wummern muss |
| | * [[#grado_sr80e_woody|Grado]] - mein Liebling für alles |
| | * [[#blon_b7|Blon B7]] - der Grado-Nachfolger |
| | * **Mobil:** das Handy, bestückt mit In-Ears von [[#kz_zs6|KZ]] |
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| | ==== Die Röhren-Vorstufe: Little Bear ==== |
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| | Ein Chinese namens **Little Bear**. Klingt nach Kuscheltier, ist aber eine waschechte Röhren-Vorstufe mit zwei Röhren pro Kanal. Sie sitzt zwischen Quelle und Kenwood-Endstufe und gibt dem Signal den letzten Schliff. |
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| | Warum Röhren vor einer Transistor-Endstufe? Ganz einfach: Die Röhre verzerrt minimal und vor allem in geradzahligen Oberwellen. Das empfindet unser Ohr als warm, rund und angenehm - ähnlich wie beim VOX AC30 meiner Gitarrenzeit, nur viel, viel dezenter. Die Endstufe liefert anschließend das, was Röhren nicht so gerne tun: viel Strom und eiserne Kontrolle über die Membranen. **Das Beste aus beiden Welten.** |
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| | Und weil das Teil aus China kommt und nicht aus der Edelschmiede, war es bezahlbar. Die Röhren selbst sind Steckware und lassen sich tauschen. Ein Spielplatz für Bastler wie mich. |
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| | ===== Lautsprecher ===== |
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| | Das Herzstück jeder HiFi-Kette ist die Wandlung des elektrischen Signals in Schallwellen. Hier setze ich auf eine Kombination aus technologischer Finesse und massivem Tiefgang, um die klanglichen Qualitäten der HD-1000 voll auszuschöpfen. |
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| | ==== Das Hauptsystem im Wohnzimmer: Loewe Reference Slimline ==== |
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| | {{ :audio:highend:slimline.jpg?150|}} |
| | Für den kritischen Musikgenuss und einen „genialen Raumklang“ kommen die **Loewe Reference Slimline** Elektrostat-Lautsprecher zum Einsatz. |
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| | * **Das Prinzip:** Im Gegensatz zu konventionellen Konus-Lautsprechern arbeitet hier eine hauchdünne Folie in einem elektrostatischen Feld. |
| | * **Klangcharakteristik:** Das Ergebnis ist eine nahezu masselose Beschleunigung, die für eine unerreichte Impulstreue und Transparenz im Mittel- und Hochtonbereich sorgt. Die Bühne wirkt extrem luftig und dreidimensional. |
| | * **Tiefton-Unterstützung:** Da Elektrostat-Paneele bauartbedingt im untersten Frequenzkeller an Grenzen stoßen, werden sie durch den zugehörigen Loewe Subwoofer ergänzt. Dieser übernimmt nahtlos die Fundamentarbeit, ohne die Schnelligkeit der Folien zu dominieren. |
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| | ==== Das Zweitsystem im Musikzimmer: Loewe LS 67 & Kenwood Sub-Power ==== |
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| | {{:audio:highend:ls67.jpg?150 |}} |
| | Zusätzlich betreibe ich ein Paar **Loewe LS 67**. Diese bieten eine klassische, sehr solide Abbildung und dienen als hervorragende Ergänzung oder Alternative im Setup. Um hier den optimalen Druck im Bassbereich zu gewährleisten, ist die Anlage hochflexibel konfiguriert. |
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| | Je nach gewünschter Klangcharakteristik oder Quelle kann ich zwischen zwei verschiedenen Aktiv-Subwoofern von Kenwood wählen: |
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| | {{ :audio:highend:kenwood_sw-500.jpg?120|}} |
| | - **Kenwood SW-500:** Ein Klassiker für präzise, knackige Bassunterstützung. |
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| | {{ :audio:highend:kenwood-sw-505d-s-subwoofer.jpg?120|}} |
| | - **Kenwood SW-505D:** Das „D“ steht für den eingebauten Class-D-Verstärker mit 150 Watt. Dazu ein 25-cm-Tieftöner, eine einstellbare Übernahmefrequenz von 60 bis 200 Hz und umschaltbare Filtersteilheit. Damit holt er noch ein Quäntchen mehr Tiefgang raus und lässt sich fein an Raum und moderne Produktionen anpassen. |
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| | ==== Synergie mit der HD-1000 ==== |
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| | Besonders hervorzuheben ist, wie gut diese Lautsprecherkonfigurationen mit der HD-1000 harmonieren. Der Verstärker A-1001 der Anlage hat die nötige Kontrolle, um sowohl die kapazitive Last der Elektrostaten stabil zu treiben als auch die dynamischen LS 67 präzise zu füttern. |
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| | > Ob feingeistiger Raumklang über die Reference-Serie oder satter Druck über die Kenwood-Subwoofer - das Setup lässt für meine Ohren keine Wünsche offen. |
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| | ===== Kopfhörer ===== |
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| | Hier fängt der Spaß an - oder endet er hier? Es ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich persönlich empfinde Musik über Kopfhörer intensiver als von Lautsprechern wiedergegeben. Doch noch mehr als bei Standboxen ist die richtige Wahl des Kopfhörers entscheidend. |
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| | ==== Kleine Wandlerkunde ==== |
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| | Bevor es an die einzelnen Hörer geht: Wie wird aus Strom eigentlich Schall? Meine Sammlung ist da ein ziemlicher Gemischtwarenladen. Und das mit Absicht, denn jedes Prinzip klingt anders. |
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| | * **Dynamisch** - der Klassiker. Eine Schwingspule hängt an der Membran und taucht in einen Ringmagneten ein. Robust, günstig, laut. //Sennheiser, Grado, Blon.// |
| | * **Elektrostat** - eine hauchdünne, leitfähig beschichtete Folie hängt zwischen zwei Gitterelektroden und steht unter hoher Polarisationsspannung. Das Musiksignal wird hochtransformiert und zieht die Folie hin und her. Fast masselos, extrem schnell, aber ohne Speisegerät geht gar nichts. //Jecklin Float.// |
| | * **Elektret** - der Elektrostat für Sparfüchse. Die Polarisationsspannung steckt dauerhaft „eingefroren“ in der Elektretschicht. Ein Adapter mit Übertrager muss trotzdem sein. //Stax SR-30.// |
| | * **Magnetostat (Planar-Magnetic)** - die Leiterbahnen sind direkt auf die Folie gedruckt, links und rechts davon sitzen Magnetreihen. Fast so schnell wie ein Elektrostat, aber ganz ohne Hochspannung. Dafür niederohmig und stromhungrig. //Verum 1, KZ PR1 PRO.// |
| | * **Hybrid** - dynamische Treiber für den Bass, winzige Balanced-Armature-Treiber für Mitten und Höhen. //KZ ZS6.// |
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| | ==== Meine Hörer auf einen Blick ==== |
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| | * [[#jecklin_float|Jecklin Float]] - die Bühne |
| | * [[#stax_sr-30|Stax SR-30]] - die Leichtigkeit |
| | * [[#sennheiser_reference|Sennheiser Reference]] - die eierlegende Wollmilchsau |
| | * [[#grado_sr80e_woody|Grado SR80e Woody]] - der Eigenbau |
| | * [[#kz_zs6|KZ ZS6]] - der 30-€-Überraschungsgast |
| | * [[#kz_zn1|KZ ZN1]] - der Reisebegleiter |
| | * [[#verum_audio_1|Verum Audio 1]] - High-End aus der Ukraine |
| | * [[#blon_b7|Blon B7]] - der Grado-Nachfolger |
| | * [[#kz_pr1_pro|KZ PR1 PRO]] - Magnetostat fürs Ohr |
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| ==== Jecklin Float ==== | ==== Jecklin Float ==== |
| {{ :audio:jecklin_float.png?100&nolink|}} | |
| Ich weis wie dämlich ich damit aussehe. Irgendwie eher Star-Wars als Headphone. Aber der Klang! Was für eine Bühne. 1971, als der erste Float rauskam, Schrieb die Presse: | {{ :audio:jecklin_float.png?150|}} |
| <code> | Ich weiß, wie dämlich ich damit aussehe. Irgendwie eher Star Wars als Headphone. **Aber der Klang! Was für eine Bühne.** 1971, als der erste Float auf der Funkausstellung in Berlin vorgestellt wurde, schrieb die Presse: |
| "Der Jecklin-Hörer eignet sich demnach zum Einsatz überall dort, wo es auf eine „schonungslose Analyse des Klangbilds" | |
| ankommt, vor allem also in Rundfunk- und Aufnahmestudios, Diskotheken, Musikschulen usw. Aber auch bei den | > //„Der Jecklin-Hörer eignet sich demnach zum Einsatz überall dort, wo es auf eine ‚schonungslose Analyse des Klangbilds' ankommt, vor allem also in Rundfunk- und Aufnahmestudios, Diskotheken, Musikschulen usw. Aber auch bei den Perfektionisten unter den HiFi-Fans dürfte der Hörer seine Freunde finden.“// |
| Perfektionisten unter den HiFi-Fans dürfte der Hörer seine Freunde finden." | |
| </code> | Das digitale HiFi-Museum schreibt ausführlicher: [[http://www.hifimuseum.de/der-jecklin-float-1971.html|Der Jecklin Float 1971]] |
| Das digitale Hifi-Museum schreibt ausführlicher: http://www.hifimuseum.de/der-jecklin-float-1971.html \\ | |
| Ich "schoss" das Teil auf eBay für sehr kleines Geld. Der zustand war erbärmlich, aber für einen 71er Float ganz normal. Der üppige Schaumstoff hatte sich verhärtet und rieselte zu Staub wenn man ihn berührte und die seitlichen Abdeckplatten waren total oxidiert. Ich nahm den Haufen Elend erst einmal auseinander, reinigte das Gehäuse und alle Kontakte, polierte die Seitenplatten und schnitt aus Audio-Schaumstoff neue Elemente aus. Alles wieder zusammengebaut und der Float sah wieder passabel aus- naja soweit das bei einem Float halt möglich ist :-) \\ | Der Float ist ein echter Elektrostat. Einfach einstöpseln ist nicht. Das Speisegerät erzeugt die Polarisationsspannung von bis zu 1500 Volt und transformiert das Musiksignal über Übertrager kräftig nach oben. Gefüttert wird es bei mir von der Kenwood-Endstufe, mit der Little-Bear-Röhre als Vorstufe davor. |
| Durch seinen extrem offenen Klang mit sehr weiter Bühne, aber wenig Sub-Bass, setzte ich ihn gerne für akustische Aufnahmen ein. | |
| | === Restauration === |
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| | Ich „schoss“ das Teil auf eBay für sehr kleines Geld. Der Zustand war erbärmlich, aber für einen 71er Float ganz normal. Der üppige Schaumstoff hatte sich verhärtet und rieselte zu Staub, wenn man ihn berührte, und die seitlichen Abdeckplatten waren total oxidiert. Ich nahm den Haufen Elend erst einmal auseinander, reinigte das Gehäuse und alle Kontakte, polierte die Seitenplatten und schnitt aus Audio-Schaumstoff neue Elemente aus. Alles wieder zusammengebaut und der Float sah wieder passabel aus - naja, soweit das bei einem Float halt möglich ist :-) |
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| | **Fazit:** Durch seinen extrem offenen Klang mit sehr weiter Bühne, aber wenig Sub-Bass, setze ich ihn gerne für akustische Aufnahmen ein. |
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| ==== Stax SR-30 ==== | ==== Stax SR-30 ==== |
| {{ :audio:sr30-stax.png?100&nolink|}} | |
| Eigentlich habe ich den SR-30 gekauft weil ich einen Stax haben wollte. So wirklich brauchen tue ich ihn nicht. Er klingt wärmer und voller als der Jecklin, aber auch weniger offen. Mir kommt es vor als ob der Stax seine Stärke bei schnell ansteigenden Amplituden entwickelt. So entwickelt er, ähnlich dem Float, eine gewisse Leichtigkeit die besonders bei klassischen Konzerten sehr angenehm wirkt. | {{:audio:sr30-stax.png?150 |}} |
| | Eigentlich habe ich den SR-30 gekauft, weil ich einen Stax haben wollte. So wirklich brauchen tue ich ihn nicht. Der SR-30 stammt von 1982 und ist ein Elektret-Elektrostat. Wie der Float läuft er nicht ohne seinen Adapter, der an den Lautsprecherausgang gehört - bei mir ebenfalls an der Kenwood-Endstufe mit dem Little Bear davor. |
| | |
| | Er klingt wärmer und voller als der Jecklin, aber auch weniger offen. Mir kommt es vor, als ob der Stax seine Stärke bei schnell ansteigenden Amplituden entwickelt. |
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| | **Fazit:** Ähnlich dem Float entwickelt er eine gewisse Leichtigkeit, die besonders bei klassischen Konzerten sehr angenehm wirkt. |
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| ==== Sennheiser Reference ==== | ==== Sennheiser Reference ==== |
| {{ :audio:sennheiser-hd-540-reference.jpg?100&nolink|}} | |
| Die fast eierlegende Wollmichsau. Ob Metal-Orgien, Jazzgedudel oder volles Orchester, der Sennheiser punktet. Ein wenig modifiziert habe ich das Kerlchen schon. Die Ohrpolster sind aus Leder, das Kabel, samt Stecker von Oehlbach und die beiden Treiber wurden ausgemessen.\\ | {{ :audio:sennheiser-hd-540-reference.jpg?150|}} |
| Klanglich geht der HD-540 sehr weit nach unten. Die Bässe sind etwas stark betont, aber immer klar zu hören. Mittig ist der Klang ein wenig zurück genommen um in den hohen Passagen ordentlich zuzulegen: aber niemals spitz oder scharf. | **Die fast eierlegende Wollmilchsau.** Ob Metal-Orgien, Jazzgedudel oder volles Orchester, der Sennheiser HD 540 Reference punktet. Ein klassischer dynamischer Hörer, unkompliziert und robust. |
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| | === Modifikationen === |
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| | Ein wenig modifiziert habe ich das Kerlchen schon: |
| | * Ohrpolster aus Leder |
| | * Kabel samt Stecker von Oehlbach |
| | * beide Treiber ausgemessen |
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| | === Klang === |
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| | Klanglich geht der HD-540 sehr weit nach unten. Die Bässe sind etwas stark betont, aber immer klar zu hören. Mittig ist der Klang ein wenig zurückgenommen, um in den hohen Passagen ordentlich zuzulegen - **aber niemals spitz oder scharf.** |
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| ==== Grado SR80e Woody ==== | ==== Grado SR80e Woody ==== |
| {{ :audio:grado-mod.png?200|}} | |
| In einem Artikel las ich über modifizierte Grado-Holzgehäuse. Das sah sehr elegant aus und sollte durchaus passabel klingen. Ein Dorf weiter stellte mir ein Drechsler die Holzteile aus Kirsche her. Poliert und gewachst sah das schon mal gut aus. Ein alter SR-60 war schnell besorgt, auseinander gerissen und mit Holz wieder zusammen gesetzt. Der Klang war wirklich passabel - mehr aber nicht. Zischende Höhen, kein Bass, alles dünn und ganz weit weg. In einem anderen Artikel las ich wie man die Holzdrehteile berechnet. Danach erstellte ich mein eigenes Gehäuse, lies es aus Ahorn anfertigen und verbaute die Teile eines SR-80e. Das war ein voller Erfolg! der Kopfhörer vereint ideal die Luftigkeit des Jecklin, den Bass des Sennheiser und bietet eine Bühne von idealer Offenheit. Einen SR80e zu modden macht Spass, ist nicht schwer, sieht elegant aus und bringt klanglich eine Menge. ([[https://www.head-fi.org/threads/post-your-grado-mods.119314/page-84]]) | {{:audio:grado-mod.png?200 |}} |
| | In einem Artikel las ich über modifizierte Grado-Holzgehäuse. Das sah sehr elegant aus und sollte durchaus passabel klingen. Ein Dorf weiter stellte mir ein Drechsler die Holzteile aus Kirsche her. Poliert und gewachst sah das schon mal gut aus. Ein alter SR-60 war schnell besorgt, auseinandergerissen und mit Holz wieder zusammengesetzt. |
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| | Der Klang war wirklich passabel - mehr aber nicht. Zischende Höhen, kein Bass, alles dünn und ganz weit weg. |
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| | === Zweiter Anlauf === |
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| | In einem anderen Artikel las ich, wie man die Holzdrehteile berechnet. Holz ist eben nicht nur Optik: Volumen, Wandstärke und Holzart stimmen beim offenen Grado die Resonanzen hinter dem Treiber ab. Danach erstellte ich mein eigenes Gehäuse, ließ es aus Ahorn anfertigen und verbaute die Teile eines SR-80e. **Das war ein voller Erfolg!** Der Kopfhörer vereint ideal die Luftigkeit des Jecklin, den Bass des Sennheiser und bietet eine Bühne von idealer Offenheit. |
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| | **Fazit:** Einen SR80e zu modden macht Spaß, ist nicht schwer, sieht elegant aus und bringt klanglich eine Menge. Inspiration gibt es bei [[https://www.head-fi.org/threads/post-your-grado-mods.119314/page-84|Head-Fi: Post your Grado Mods]]. Mehr zu meinen Grados steht auf der Seite [[audio:grado:start|Grado]]. |
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| ==== KZ ZS6 ==== | ==== KZ ZS6 ==== |
| {{ :audio:kz-zs6.png?100|}} | |
| Billig-Billig Chinamann. Zufällig las ich diesen Bericht: https://techtest.org/die-kz-zs6-im-test-guenstig-und-gut/ und dachte mir, für 30€ teste ich das mal. Schon direkt aus der Verpackung machten die Teile einen sehr guten Eindruck. Metallgehäuse, saubere Verarbeitung und eine schöne Farbe. Der erste Einsatz erfolgte am Handy. Ich war eindeutig erstaunt. Das ist ein In-Ear? für 30€? aus China? Der klingt so gut wie ein 400€ Shure! Gut ein wenig spitze Höhen, die können stören. Aber der Rest ist eine Wucht. Ein wenig modifiziert habe ich den SZ6. Das Standart-Kabel habe ich durch ein Silberkabel ersetzt. Das hört man zwar nicht wirklich, aber die Kabelgeräusche bei Bewegung sind jetzt geringer. Sehr wichtig fand ich es die Gummipolster zu ersetzten. Ich wählte Teile aus Formschaum. Siehe an, die zischelnden Höhen sind weg, zumindest fast. Der Klang ist noch ausgewogener, räumlicher, aber auch bassig. geworden. | {{ :audio:kz-zs6.png?150|}} |
| | **Billig-Billig Chinamann.** Zufällig las ich [[https://techtest.org/die-kz-zs6-im-test-guenstig-und-gut/|diesen Bericht bei Techtest]] und dachte mir, für 30 € teste ich das mal. Schon direkt aus der Verpackung machten die Teile einen sehr guten Eindruck. Metallgehäuse, saubere Verarbeitung und eine schöne Farbe. Innen werkelt ein Hybrid-System aus dynamischen und Balanced-Armature-Treibern. |
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| | Der erste Einsatz erfolgte am Handy. Ich war eindeutig erstaunt. |
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| | > Das ist ein In-Ear? Für 30 €? Aus China? Der klingt so gut wie ein 400-€-Shure! |
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| | Gut, ein wenig spitze Höhen, die können stören. Aber der Rest ist eine Wucht. |
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| | === Modifikationen === |
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| | Ein wenig modifiziert habe ich den ZS6: |
| | * Das Standard-Kabel habe ich durch ein **Silberkabel** ersetzt. Das hört man zwar nicht wirklich, aber die Kabelgeräusche bei Bewegung sind jetzt geringer. |
| | * Sehr wichtig fand ich es, die Gummipolster zu ersetzen. Ich wählte Teile aus **Formschaum**. Siehe an, die zischelnden Höhen sind weg, zumindest fast. Kein Voodoo: Schaum dichtet besser ab und dämpft die oberen Frequenzen ein wenig. |
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| | **Fazit:** Der Klang ist noch ausgewogener, räumlicher, aber auch bassiger geworden. |
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| ==== KZ ZN1 ==== | ==== KZ ZN1 ==== |
| {{ :audio:kz-zn1.png?100|}} | |
| Laut Tech-Test einer der ungewöhnlichsten Kopfhörer: [[https://techtest.org/die-ungewoehnlichsten-in-ears-auf-dem-markt-kz-zn1/]] | {{:audio:kz-zn1.png?150 |}} |
| Das scheint der ideale In-Ear für die Reise zu sein. Da ist der Verstärker samt Equalizer schon mit drin. Klanglich wieder voll auf der Höhe. Der Verstärker zaubert aus jedem Handy eine kleine Stereoanlage. Nur der Tragekomfort ist ein Witz. Der Amp baumelt vor der Brust und das Gewicht zieht immer die Stöpsel aus den Ohren. Wer hat sich das ausgedacht? Im Sitzen oder Liegen geht's. Für die Reise im Zug oder im Urlaub ist der ZN1 eine echte Empfehlung. Zum Joggen eher nicht. | Laut Techtest [[https://techtest.org/die-ungewoehnlichsten-in-ears-auf-dem-markt-kz-zn1/|einer der ungewöhnlichsten Kopfhörer]]. Das scheint der ideale In-Ear für die Reise zu sein. Da ist der Verstärker samt Equalizer schon mit drin. Klanglich wieder voll auf der Höhe. Der Verstärker zaubert aus jedem Handy eine kleine Stereoanlage. |
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| | Nur der Tragekomfort ist ein Witz. Der Amp baumelt vor der Brust und das Gewicht zieht immer die Stöpsel aus den Ohren. **Wer hat sich das ausgedacht?** Im Sitzen oder Liegen geht's. |
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| | **Fazit:** Für die Reise im Zug oder im Urlaub ist der ZN1 eine echte Empfehlung. Zum Joggen eher nicht. |
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| ==== Verum Audio 1 ==== | ==== Verum Audio 1 ==== |
| {{ :audio:verum1.png?100|}} | |
| https://www.verum-audio.com/ \\ | {{ :audio:verum1.png?150|}} |
| Wer hat von diesen Kopfhörern schon gehört? Niemand? Schämt euch. Ihr verpasst was. Wir befinden uns mit dem Verum1 in der 350€-Klasse. Da tummeln sich unendlich viele absolut hörenswerte Vertreter ihrer Klasse. Ich aber sage, die Verum spielen akustisch in der 1000€-Klasse locker mit! Der Verum 1 ist ein lupenreiner Elektrostat, mit Stab-Magneten auf beiden Seiten. | [[https://www.verum-audio.com/|Verum Audio]] - wer hat von diesen Kopfhörern schon gehört? Niemand? **Schämt euch. Ihr verpasst was.** |
| Spezifikationen: 82-mm-Membran aus 8-um-Mylarfolie, 96 dB Empfindlichkeit, 470 Gramm, 12 Ohm \\ | |
| | Wir befinden uns mit dem Verum 1 in der 350-€-Klasse. Da tummeln sich unendlich viele absolut hörenswerte Vertreter ihrer Klasse. Ich aber sage, die Verum spielen akustisch in der 1000-€-Klasse locker mit! Der Verum 1 ist ein lupenreiner Magnetostat (Planar-Magnetic) mit Stab-Magneten auf beiden Seiten der Membran. |
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| | **Steckbrief:** |
| | * Bauart: Magnetostat, offen |
| | * Membran: 82 mm, Mylar-Folie mit aufgedruckter Leiterbahn |
| | * Empfindlichkeit: 96 dB/mW |
| | * Impedanz: 8-12 Ohm (je nach Serie), praktisch rein ohmsch |
| | * Gewicht: ca. 470 Gramm |
| | * Herkunft: Ukraine, in Handarbeit gebaut |
| === Verarbeitung === | === Verarbeitung === |
| Gut, das Teil ist ein Charakterspieler. Das fängt beim Gehäuse an. Es handelt sich nicht um Echtholz-Schalen, er ist aus Plastik mit Holzimitat-Design. An den Kanten und bei der Lackierung hätte der Hersteller etwas sauberer arbeiten können. Auch wenn man bedenkt, dass der komplette Kopfhörer von einer Person aus der Ukraine in Handarbeit hergestellt wird. Die Verstellung der Bügle ist auch anders als man es erwartet. Um das Teil an größere oder kleinere Schädel anzupassen, müssen zwei Rändelschrauben gelöst, das Kopfband umgebastelt und dann wieder verschraubt werden. | |
| | Gut, das Teil ist ein Charakterspieler. Das fängt beim Gehäuse an. Es handelt sich nicht um Echtholz-Schalen, er ist aus Plastik mit Holzimitat-Design. An den Kanten und bei der Lackierung hätte der Hersteller etwas sauberer arbeiten können. Auch wenn man bedenkt, dass der komplette Kopfhörer von einer Person aus der Ukraine in Handarbeit hergestellt wird. |
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| | Die Verstellung der Bügel ist auch anders, als man es erwartet. Um das Teil an größere oder kleinere Schädel anzupassen, müssen zwei Rändelschrauben gelöst, das Kopfband umgebastelt und dann wieder verschraubt werden. |
| === Tragekomfort === | === Tragekomfort === |
| Auch wenn der Verum fast ein Pfund wiegt, ist er auch nach Stunden super bequem. Die Ohrpolster sind riesig, weich und angenehm zu tragen. Das Kopfband ist breit und passt sich exzellent der Kopfform an. Die Kabel sitzen an ungewöhnlicher Position. Doch zusammen mit den Winkelsteckern, finde ich die technische Lösung fast perfekt. | |
| === Klang=== | Auch wenn der Verum fast ein Pfund wiegt, ist er auch nach Stunden super bequem. Die Ohrpolster sind riesig, weich und angenehm zu tragen. Das Kopfband ist breit und passt sich exzellent der Kopfform an. Die Kabel sitzen an ungewöhnlicher Position. Doch zusammen mit den Winkelsteckern finde ich die technische Lösung fast perfekt. |
| Mir fallen tausend Menschen ein für die der Verum nicht geeignet ist, denn er klingt unaufgeregt, ja sogar entspannt. Selten habe ich mich unter Kopfhörers so nahe eine Live-Erlebnis gefühlt. Der räumliche Eindruck ist grandios. Die Bühne spielt vor dem Kopf und ist so breit wie ein Orchestersaal. Die Bässe sind genauso wie das Instrument es vorgibt. Ein Chello klingt erdig, hölzern, ein Frettless E-Bass wuchtig und ein wenig brummelig. Singt ein Bariton, hört man jede Bewegung des Brustkorbs. Nur bei elektronischn sub-Bass Orgien fehlt der übermächtige Druck, aber nie klingt es undefiniert. \\ | |
| Die Mitten sind so genial unauffällig, das man jubeln könnte. Die Höhen fallen ein wenig ab, aber schaut eich den Graph an, nicht wirklich dramatisch. Ich habe selten einen so linearen aber trotzdem audiophilen Kopfhörer genossen wie den Verum 1. Dieser Kopfhörer repräsentiert den Spirit High-end auf das Feinste. | === Klang === |
| {{ :audio:verum1_graph.png?400 |}} ({{ :audio:verum-one-measurements.pdf |}}) | |
| Noch ein Wort zur Verwendung in eurer Hifi-Ankage: Der Kopfhörer verhält sich eher wie ein Lautsprecher, denn ein Headphone. Beim Höre via Handy kommt uns das zugute. Die Treiber brauen sehr wenig Energie. Anders sieht es mit vielen Röhrenverstärker aus. Sie kommen mit niederohmigen Endgeräten nicht klar. Das schließt sie sozusagen kurz und es kommt zu Verzerrungen. | Mir fallen tausend Menschen ein, für die der Verum nicht geeignet ist, denn er klingt unaufgeregt, ja sogar entspannt. **Selten habe ich mich unter Kopfhörern so nahe an einem Live-Erlebnis gefühlt.** Der räumliche Eindruck ist grandios. Die Bühne spielt vor dem Kopf und ist so breit wie ein Orchestersaal. |
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| | Die Bässe sind genauso, wie das Instrument es vorgibt. Ein Cello klingt erdig, hölzern, ein Fretless-E-Bass wuchtig und ein wenig brummelig. Singt ein Bariton, hört man jede Bewegung des Brustkorbs. Nur bei elektronischen Sub-Bass-Orgien fehlt der übermächtige Druck, aber nie klingt es undefiniert. |
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| | Die Mitten sind so genial unauffällig, dass man jubeln könnte. Die Höhen fallen ein wenig ab, aber schaut euch den Graph an: nicht wirklich dramatisch. |
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| | {{ :audio:verum1_graph.png?400 |Frequenzgang Verum 1}} |
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| | Messprotokoll zum Nachlesen: {{:audio:verum-one-measurements.pdf|Verum One Measurements (PDF)}} |
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| | > Ich habe selten einen so linearen, aber trotzdem audiophilen Kopfhörer genossen wie den Verum 1. Dieser Kopfhörer repräsentiert den Spirit High-End auf das Feinste. |
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| | === Achtung beim Verstärker === |
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| | Noch ein Wort zur Verwendung in eurer HiFi-Anlage: Der Verum ist extrem niederohmig und verhält sich eher wie ein kleiner Lautsprecher denn wie ein Headphone. Er will wenig Spannung, dafür ordentlich Strom. Am Handy kommt uns das zugute, die paar Volt schafft jedes Smartphone locker. |
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| | Anders sieht es mit vielen Röhrenverstärkern aus. Die sind mit Ausgangsübertrager oder als OTL-Schaltung meist auf hochohmige Kopfhörer ausgelegt. Hängt da plötzlich ein 8-Ohm-Hörer dran, fehlen Strom und Dämpfungsfaktor. Der Bass wird weich und unkontrolliert, und bei Pegel kommt es zu Verzerrungen. Also: Transistor-Amp mit niedriger Ausgangsimpedanz, oder notfalls direkt an die Lautsprecherklemmen eines kleinen Vollverstärkers - natürlich mit Vorwiderstand und Gefühl am Lautstärkeregler. |
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| ==== Blon B7 ==== | ==== Blon B7 ==== |
| {{ :audio:blon_b7.png?100|}} | |
| Schon wieder so eine Asien-Schleuder? Obacht! Auch Sennheiser lässt in China produzieren. Meine Grados hatten sich ziemlich final verabschiedet. Nach ca. 8 Jahren brach der Kunststoff - nein, er zerbröselte. Also musste Ersatz her. \\ | {{:audio:blon_b7.png?150 |}} |
| In YouTube fand ich einen etwas verwirrenden Bericht über einen Headphone von Blon. Der soll, für unter 100 Dollar, legendär gut sein. Was soll ich sagen, ich habe sie mir gekauft und bin zufrieden. | **Schon wieder so eine Asien-Schleuder? Obacht!** Auch Sennheiser lässt in China produzieren. |
| === Die Verarbeitung === | |
| sowohl die Materialien, als auch die handwerkliche Kunst ist überaus genial. Die Teile sind wunderschön, mit ihrem Holzgehäuse und Druckguss-Alu Bügel. Sogar das Leder stammt von einer Ziege und nicht vom Vinyl-Tierchen. Alle Gelenke sehen stabil aus und laufen ohne Spiel oder Hakeleien. Selbst das Kabel ist von erstaunlich guter Qualität. | Meine Grados hatten sich ziemlich final verabschiedet. Nach ca. 8 Jahren brach der Kunststoff - nein, er zerbröselte. Also musste Ersatz her. Auf YouTube fand ich einen etwas verwirrenden Bericht über einen Headphone von Blon. Der soll, für unter 100 Dollar, legendär gut sein. Was soll ich sagen, ich habe sie mir gekauft und bin zufrieden. |
| === Der Klang === | |
| Bleiben wir in unserer Erwartung in der 100$-Klasse. Hier können wir erwarten, dass der Bass Druck hat, die Mitten differenziert klingen und die Höhen nicht an den Nerven kratzen. Hier liefer der B7 auf voller Linie. | **Steckbrief:** |
| {{ :audio:blonb7_graph.jpg?400 |}} \\ | * Modell: [[https://music-store11.myshopify.com/products/blon-bosshifi-b7-wooden-over-ear-headset-with-beryllium-alloy-driver-metal-headphones-mahogany-dj-music-games-earphones-for-pc|Blon BossHifi B7]] |
| Doch selbst bei höheren Ansprüchen, wie Räumlichkeit, Klarheit, "luftiger Klang" und Definierbarkeit, punktet der B7 mit Bravour. \\ | * Bauart: dynamisch, Over-Ear |
| Mein Fazit nach über einem Jahr: Der Blon B7 ist in seiner Preisklasse (ich zahlte 69$) meines Erachtens nicht zu schlagen. Ich hatte schon etliche 200 € Teile auf den Ohren, die nicht ansatzweise den B7 das Wasser reichen können. Als Headphone fürs Handy, oder PC liefert das Teil großartig ab. Extra einen 400 € Tube-Amp für die Dinger zu besorgen, um das ganz große Wunder zu erwarten, ist eher über das Ziel hinaus geschossen. | * Treiber: Beryllium-Legierung |
| | * Gehäuse: Mahagoni |
| | * Impedanz: 16 Ohm |
| | * Empfindlichkeit: 100 dB |
| | * Frequenzgang: 20-20.000 Hz |
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| | === Verarbeitung === |
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| | Sowohl die Materialien als auch die handwerkliche Kunst sind überaus genial. Die Teile sind wunderschön, mit ihrem Holzgehäuse und Druckguss-Alu-Bügel. Sogar das Leder stammt von einer Ziege und nicht vom Vinyl-Tierchen. Alle Gelenke sehen stabil aus und laufen ohne Spiel oder Hakeleien. Selbst das Kabel ist von erstaunlich guter Qualität. |
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| | === Klang === |
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| | Bleiben wir in unserer Erwartung in der 100-$-Klasse. Hier können wir erwarten, dass der Bass Druck hat, die Mitten differenziert klingen und die Höhen nicht an den Nerven kratzen. **Hier liefert der B7 auf voller Linie.** |
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| | {{ :audio:blonb7_graph.jpg?400 |Frequenzgang Blon B7}} |
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| | Doch selbst bei höheren Ansprüchen, wie Räumlichkeit, Klarheit, „luftiger Klang“ und Definierbarkeit, punktet der B7 mit Bravour. |
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| | === Fazit nach über einem Jahr === |
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| | Der Blon B7 ist in seiner Preisklasse (ich zahlte 69 $) meines Erachtens nicht zu schlagen. Ich hatte schon etliche 200-€-Teile auf den Ohren, die dem B7 nicht ansatzweise das Wasser reichen können. Als Headphone fürs Handy oder den PC liefert das Teil großartig ab. |
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| | > Extra einen 400-€-Tube-Amp für die Dinger zu besorgen, um das ganz große Wunder zu erwarten, ist eher über das Ziel hinausgeschossen. |
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| ==== KZ PR1 PRO ==== | ==== KZ PR1 PRO ==== |
| {{ :audio:highend:pr1_pro.jpg?100|}} | |
| Ein In-Ear Elektrostat? Und dann noch vom Chinese? Für deutlich unter 100€? Nenenene.... DOCH! \\ | {{ :audio:highend:pr1_pro.jpg?150|}} |
| === Die Verarbeitung === | **Ein In-Ear-Magnetostat? Und dann noch vom Chinesen? Für deutlich unter 100 €? Nenenene… DOCH!** |
| Es gibt nichts auszusetzen. Beide Gehäuseseiten sind aus passgenauen Kunststoff-Schalen, oben metallisiert. Die winzigen Anschlüsse sind vergoldet. Das Kabel ist versilbert und sauber geflochten. Auch der 3,5 er Stecker macht eine gute Figur. Die Earpads bestehen aus Schaum und passen sich an mein Ohr an wie man es erwarten kann. Bisher kein Burner, aber auch kein Showstopper. Insgesamt passt bisher meine Erwartung zum Preis. | |
| === Der Klang === | Im Inneren arbeitet ein planarer 13,2-mm-Treiber. Also das gleiche Prinzip wie beim Verum, nur in Daumennagelgröße. |
| Der erste Eindruck hat mich schlichtweg umgehauen! Kalt aus der Packung, ohne Einbrennen, am Laptop. Also wirklich keine ideale Voraussetzungen. \\ | |
| Miles Davis Tutu habe ich via Inear noch nie ansatzweise auf so großer Bühne gehört. Die Trompete klingt wie angenagelt mitten auf dem Parkett. Das Keyboard scheint 10 Meter lang zu sein. Der Bass steht ein Schritt hinter Miles. So klar und sauber. \\ | === Verarbeitung === |
| Al Di Meola's mediterraner Sonnentanz wächst dir mehrere Meter aus den Ohren. Du meinst die Gitarre links von dir anfassen zu können. Doch den Vogel schießt Eberhard Weber ab. Seine Live-Version von My favorite Things aus Avignion Der gezupfte Bass ist klar, präzise und bewegt sich kein Jota. Setzt er den Bogen ein, springt das Instrument förmlich auf dich zu, nur um dann langsam nach ganz hinten zu verschwinden. \\ | |
| Lassen wir es Krachen: Brother Jam von Gabor Vermes. Bääääm! Drei Meter Gänsehaut! Die Slaps knallen, aber zischen nicht. Sie kommen Staubtrocken direkt aus dem Amp ins Ohr. Die Basedrum geht ziemlich in den Keller, aber niemals unpräzise. Michael Mannings ist echt schwere Kost. Sein Stück Helios zeigt die komplette Bandbreite was ein E-Bass leisten kann. Auch hier weis der PR1 zu glänzen. Die dicke D-Seite kommt so klar rüber, das du sie schwingen hören kannst. Jede Oberwelle kommt genau so an wie sie live zu hören wäre. \\ | Es gibt nichts auszusetzen. Beide Gehäuseseiten sind aus passgenauen Kunststoff-Schalen, oben metallisiert. Die winzigen Anschlüsse sind vergoldet. Das Kabel ist versilbert und sauber geflochten. Auch der 3,5er-Stecker macht eine gute Figur. Die Earpads bestehen aus Schaum und passen sich an mein Ohr an, wie man es erwarten kann. Bisher kein Burner, aber auch kein Showstopper. Insgesamt passt bisher meine Erwartung zum Preis. |
| Jetzt etwas Mainstream. Mister Jamiroquai singt sein Cosmic Girl mitten zwischen die Ohren. Dagegen liegt der Chor weit außerhalb des Kopfes. Der Sub-Bass lastige Stuart Zender setzt sein Fundament über die ganze Breit der Bühne. Als ich Another Way to Die auflegte (White/Keys) kam der Inear an seine Grenzen. Der synthetische Bass klang leicht angestrengt, Frau Keys hingegen kristallklar. \\ | |
| Letzte Probe: Grunge/Metal. Fangen wir mit Rage against the Machine an - Bombtrack. Auch hier muss sich der Treiber im Kopfhörer strecken. Die harten Bässe passen nicht zur Zacks klaren Stimme. | === Klang: die Hörprobe === |
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| | Der erste Eindruck hat mich schlichtweg umgehauen! Kalt aus der Packung, ohne Einbrennen, am Laptop. Also wirklich keine idealen Voraussetzungen. |
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| | **Jazz.** Miles Davis' //Tutu// habe ich via In-Ear noch nie ansatzweise auf so großer Bühne gehört. Die Trompete klingt wie angenagelt mitten auf dem Parkett. Das Keyboard scheint 10 Meter lang zu sein. Der Bass steht einen Schritt hinter Miles. So klar und sauber. |
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| | **Gitarre.** Al Di Meolas //Mediterranean Sundance// wächst dir mehrere Meter aus den Ohren. Du meinst, die Gitarre links von dir anfassen zu können. |
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| | **Kontrabass.** Doch den Vogel schießt Eberhard Weber ab. Seine Live-Version von //My Favorite Things// aus Avignon: Der gezupfte Bass ist klar, präzise und bewegt sich kein Jota. Setzt er den Bogen ein, springt das Instrument förmlich auf dich zu, nur um dann langsam nach ganz hinten zu verschwinden. |
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| | **E-Bass.** Lassen wir es krachen: //Brother Jam// von der Gábor Vermes Group, mein Referenzstück aus Grado-Zeiten. Bääääm! **Drei Meter Gänsehaut!** Die Slaps knallen, aber zischen nicht. Sie kommen staubtrocken direkt aus dem Amp ins Ohr. Die Bassdrum geht ziemlich in den Keller, aber niemals unpräzise. Michael Manring ist echt schwere Kost. Sein Stück //Helios// zeigt die komplette Bandbreite, was ein E-Bass leisten kann. Auch hier weiß der PR1 zu glänzen. Die dicke D-Saite kommt so klar rüber, dass du sie schwingen hören kannst. Jede Oberwelle kommt genau so an, wie sie live zu hören wäre. |
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| | **Mainstream.** Mister Jamiroquai singt sein //Cosmic Girl// mitten zwischen die Ohren. Dagegen liegt der Chor weit außerhalb des Kopfes. Der Sub-Bass-lastige Stuart Zender setzt sein Fundament über die ganze Breite der Bühne. Als ich //Another Way to Die// auflegte (White/Keys), kam der In-Ear an seine Grenzen. Der synthetische Bass klang leicht angestrengt, Frau Keys hingegen kristallklar. |
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| | **Grunge/Metal.** Letzte Probe: Rage Against the Machine - //Bombtrack//. Auch hier muss sich der Treiber im Kopfhörer strecken. Die harten Bässe passen nicht zu Zacks klarer Stimme. |
| === Fazit === | === Fazit === |
| Ich habe selten so genial akustische Musik gehört. Aber auch alle Art von verstärkten Instrumenten klingen so live wie man es kaum glauben mag. Abstriche mache ich bei sysnthetischer Musik. Die Teile sind keine Deep-Bass Wunder und taugen daher auch nicht für übertriebene Bass-Orgien. Also Daumen hoch, wenn Musik klingen soll wie der Musiker sie gespielt hat. Daumen so lala, für Mucke aus dem Rechner. | |
| | Ich habe selten so genial akustische Musik gehört. Aber auch alle Arten von verstärkten Instrumenten klingen so live, wie man es kaum glauben mag. Abstriche mache ich bei synthetischer Musik. Die Teile sind keine Deep-Bass-Wunder und taugen daher auch nicht für übertriebene Bass-Orgien. |
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| | > **Daumen hoch**, wenn Musik klingen soll, wie der Musiker sie gespielt hat.\\ **Daumen so lala** für Mucke aus dem Rechner. |