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High End
Wie höre ich Musik? Genauer gefragt: mit was höre ich Musik - und warum.
Ich kenne einige Menschen, die locker 5000 € für ihr TV-/Kinoerlebnis ausgeben. Das scheint in der Gesellschaft akzeptiert zu sein. Wenn ich aber sage, dass mein Kopfhörer 600 € kostete - und das ist nicht mein teuerster - dann ernte ich Kopfschütteln. Warum eigentlich?
Ende der 80er war der High-End-Markt in voller Blüte. 10.000 DM für ein Paar Boxen zu bezahlen war außergewöhnlich, aber nicht undenkbar. Mein gesamtes Lehrgeld ging für HiFi-Komponenten drauf. Allesamt gebraucht gekauft. Neu war das Zeug zu teuer. Schließlich hatte ich einen Turm aus Radio, zwei Kassettendecks, einem CD-Player, Vorverstärker, Endstufe und einem selbst gebauten Plattenspieler im Zimmer. Umrahmt wurde er von zwei mannshohen Schallwandlertürmen.
Mein E-Technik-Studium lenkte ich Richtung Datenübertragung, Lichttechnik und Schallübertragung. Meine Semester- und Diplomarbeit waren Lautsprecherboxen mit dreidimensionalem Charakter. Surround war noch nicht erfunden.
Mein Setup heute
- Quelle: unzählige digitale Dateien auf einem DLNA-Server
- Verstärker: eine Kenwood HD-1000 (nur mit besseren Boxen) und ein Kopfhörer-Röhrenverstärker
- Kopfhörer am Röhrenamp, je nach Laune:
- Jecklin Float - fürs Räumliche
- Stax - für die klassischen Momente
- Sennheiser Reference - wenn's wummern muss
- Grado - mein Liebling für alles
- Mobil: das Handy, bestückt mit Kopfhörern von KZ
Lautsprecher
Das Herzstück jeder HiFi-Kette ist die Wandlung des elektrischen Signals in Schallwellen. Hier setze ich auf eine Kombination aus technologischer Finesse und massivem Tiefgang, um die klanglichen Qualitäten der HD-1000 voll auszuschöpfen.
Das Hauptsystem im Wohnzimmer: Loewe Reference Slimline
Für den kritischen Musikgenuss und einen „genialen Raumklang“ kommen die Loewe Reference Slimline Elektrostat-Lautsprecher zum Einsatz.
- Das Prinzip: Im Gegensatz zu konventionellen Konus-Lautsprechern arbeitet hier eine hauchdünne Folie in einem elektrostatischen Feld.
- Klangcharakteristik: Das Ergebnis ist eine nahezu masselose Beschleunigung, die für eine unerreichte Impulstreue und Transparenz im Mittel- und Hochtonbereich sorgt. Die Bühne wirkt extrem luftig und dreidimensional.
- Tiefton-Unterstützung: Da Elektrostat-Paneele bauartbedingt im untersten Frequenzkeller an Grenzen stoßen, werden sie durch den zugehörigen Loewe Subwoofer ergänzt. Dieser übernimmt nahtlos die Fundamentarbeit, ohne die Schnelligkeit der Folien zu dominieren.
Das Zweitsystem im Musikzimmer: Loewe LS 67 & Kenwood Sub-Power
Zusätzlich betreibe ich ein Paar Loewe LS 67. Diese bieten eine klassische, sehr solide Abbildung und dienen als hervorragende Ergänzung oder Alternative im Setup. Um hier den optimalen Druck im Bassbereich zu gewährleisten, ist die Anlage hochflexibel konfiguriert.
Je nach gewünschter Klangcharakteristik oder Quelle kann ich zwischen zwei verschiedenen Aktiv-Subwoofern von Kenwood wählen:
- Kenwood SW-500: Ein Klassiker für präzise, knackige Bassunterstützung.
- Kenwood SW-505D: Die digitale Variante, die noch ein Quäntchen mehr Tiefgang und Anpassungsmöglichkeiten für moderne Produktionen bietet.
Synergie mit der HD-1000
Besonders hervorzuheben ist, wie gut diese Lautsprecherkonfigurationen mit der HD-1000 harmonieren. Die Endstufen haben die nötige Kontrolle, um sowohl die kapazitive Last der Elektrostaten stabil zu treiben als auch die dynamischen LS 67 präzise zu füttern.
Ob feingeistiger Raumklang über die Reference-Serie oder satter Druck über die Kenwood-Subwoofer - das Setup lässt für meine Ohren keine Wünsche offen.
Kopfhörer
Hier fängt der Spaß an - oder endet er hier? Es ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich persönlich empfinde Musik über Kopfhörer intensiver als von Lautsprechern wiedergegeben. Doch noch mehr als bei Standboxen ist die richtige Wahl des Kopfhörers entscheidend. Ich habe mich für diese Teile entschieden:
- Jecklin Float - die Bühne
- Stax SR-30 - die Leichtigkeit
- Sennheiser Reference - die eierlegende Wollmilchsau



