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Wissenschaftlich Arbeiten Mitschrift

Studienmaterial

Wissenschaftlich schreiben

Formale Überarbeitung

Randbreite

Die Seitenränder sind zu formatieren auf:

2,5 cm oben,
2 cm unten,
4 cm links und
2 cm rechts

Seitennummerierung

In der Kopfzeile befinden sich zentriert die jeweiligen Seitennummern. Nummerieren Sie Ihre wissenschaftliche Arbeit durchgehend mit arabischen Ziffern. Das Deckblatt hat die Seitennummer 1 (wobei diese Seitennummer nicht auf dem Deckblatt abgedruckt werden soll); danach beginnt die ‚sichtbare‘ Seitennummerierung auf Blatt 2 mit der Seitennummer 2.

Abbildungen und Tabellen

Abbildungen und Tabellen sind grundsätzlich unterhalb der Tabelle bzw. Abbildung zu benennen. Der Name der Abbildung bzw. Tabelle wird in Schriftgröße 11 Punkt, die Quellenangaben in Schriftgröße 10 Punkt jeweils linksbündig formatiert. Bei unveränderter Übernahme von Abbildungen oder Tabellen ist die Quelle zu nennen. Handelt es sich um eine selbst erstellte Abbildung oder Tabelle, so genügt als Quellenangabe der Zusatz „Eigene Darstellung“. Tabellen und Abbildungen, die in Anlehnung an fremde Quellen erstellt werden, sind durch den Zusatz „Eigene Darstellung, in Anlehnung an Quellenangabe“ zu kennzeichnen. Abbildungen und Tabellen sind in den Text zu integrieren, wenn im Text direkt Bezug darauf genommen wird. Andernfalls sind diese in die Anlagen zu übernehmen.

Layout und Schrifttyp

Die Textteile werden mit 1.5-zeiligem Abstand und Schriftgrad 11 in Blocksatz, die Fußnoten mit einzeiligem Abstand, Schriftgrad 10 und mit hängendem Einzug geschrieben. Als Schrifttyp verwenden Sie bitte Arial.

Überschriften und Absätze

Vor Überschriften stehen zwei Leerzeilen. Zwischen Überschriften und Absatzbeginn steht eine Leerzeile. Überschriften können durch vom Text abweichende Schriftgrößen besonders hervorgehoben werden und sind linksbündig zu formatieren.

Zitieren

Wörtliche Zitate

Im Text werden wörtliche Zitate mit Anführungszeichen gekennzeichnet. Wörtliche Zitate müssen exakt übereinstimmen mit dem Original in Wortlaut, Rechtschreibung und Interpunktion, selbst dann, wenn das Original darin Fehler aufweist. Wenn es durch diese Fehler zu Missverständnissen kommen kann, ist die fehlerhafte Stelle durch [sic] (lateinisch für „wirklich so“) zu kennzeichnen, z. B. „… Komputer [sic] …“

Indirekte Zitate/Paraphrasieren

Sinngemäße Zitate (Paraphrasen) werden nicht in Anführungszeichen gesetzt. Die Quellenangabe ist am Ende des sinngemäß übernommenen Gedankens einzufügen.

Mehr als zwei Autoren, aber weniger als sechs Autoren

Bei Werken, die mehr als zwei, aber weniger als sechs Autoren haben, werden bei der erstmaligen Nennung dieses Werkes im Text alle Namen der Autoren genannt, diese werden durch Kommata getrennt.

Mehr als sechs Autoren

Hat ein Werk mehr als sechs Autoren, so wird bereits ab dem ersten Verweis der Erstautor mit dem Zusatz „et al.“ und das Erscheinungsjahr, mit Seitenzahlen zitiert. Im Literaturverzeichnis werden dann allerdings die ersten sechs Autoren aufgeführt und dann der Zusatz „et al.“ hinzugefügt.

Werke ohne Autor oder anonymer Autor

Bei fehlender Autorenangabe werden die ersten zwei oder drei Wörter zitiert, unter denen das Werk im Literaturverzeichnis zu finden ist, das ist üblicherweise dessen Titel. Im Literaturverzeichnis werden Werke ohne Autoren mit dem Titel aufgeführt, dann folgt das Erscheinungsjahr. Ist ein Werk unter der Autorenangabe Anonymus erschienen, ist Anonymus wie ein Familienname zu behandeln.

Angaben definierter Teile einer Quelle

Um sich auf einen bestimmten Teil einer angegebenen Quelle zu beziehen – wie etwa auf ein Kapitel, eine bestimmte Seite, Tabelle, Abbildung oder Gleichung oder den Abschnitt einer Internet-Seite – ist dieser Teil mit der Quellenangabe anzuführen. Bei wörtlichen Zitaten müssen solche konkreten Angaben zur genauen Fundstelle immer erfolgen. Bei indirekten Zitaten erscheint im Rahmen der Bewertung ein Punktabzug dann gerechtfertigt, wenn der Bezug auf einen definierten Teil einer Quelle zu erwarten gewesen wäre (z.B. bei Zitation aus einem Lehrbuch oder einer anderen Sekundärquelle). Das früher verwendete „f.“ bzw. „ff.“ ist nicht mehr zu verwenden.

Rezitate

Rezitate (sogenannte „Second-Hand-Zitate“) sollten grundsätzlich eine Ausnahme sein. Es ist immer zu bevorzugen, aus der Originalquelle zu zitieren. Primärquelle und die Quelle des Rezitats sind im Literaturverzeichnis aufzuführen.

Zitieren mehrerer Quellen

Werden mehrere Werke zitiert, so erscheinen die Angaben dieser Werke gemeinsam in Klammern. Sie werden alphabetisch, nicht chronologisch, anhand des Nachnamens der Erstautoren gereiht und mit Semikolon getrennt.

Institutionen oder Körperschaften als Autoren

Die Namen von Körperschaftsautoren (z. B. Institutionen, Ämter) sollten im Idealfall ausgeschrieben werden. Für sperrige Bezeichnungen kann beim ersten Auftreten eine in eckige Klammern gesetzte Abkürzung definiert werden, die dann in weiteren Verweisen verwendet werden kann.

Mehrere Quellen eines Autors aus dem gleichen Jahr

Werden Arbeiten desselben Autors aus einem Jahr zitiert, dann werden diese Arbeiten mit a, b, c… gekennzeichnet. Die Kennzeichnung richtet sich nach dem Vorkommen im Literaturverzeichnis, in dem die Arbeiten dann alphabetisch nach Titeln geordnet sind.

Mehrere Quellen desselben Autors mit unterschiedlichen Zweitautoren

Diese werden im Literaturverzeichnis alphabetisch geordnet, bei gleichen Autoren nach den Jahreszahlen geordnet.

Wissenschaftliches Arbeiten

Kapitel 1

Abhängige und unabhängige Variable

  • Regressionsanalyse → Regressant und Regressor
  • Grundlegendes Problem der Sozialforschung: Die isolierte Betrachtung von Effekten ohne störende andere Effekte = Residuum
    • Residuum = Alle Effekte die nicht durch die unabhängige Variable erklärt werden können
    • Müssen möglichst ausgeschlossen werden (Hint: Ernährungsplan)

Gütekriterien

Hauptgütekriterien sind:

  • Validität sichert die inhaltliche Richtigkeit der Ergebnisse → Wichtigstes Kriterium
    • Validitätstypen
      • Allgemeine Ebne
        • Intern Identifikation von Störvariablen
          • Merkmale von Versuchspersonen (zB Verhalten)
          • Äußere Faktoren
        • Extern → Generalisierung der Untersuchungsergebnisse
          • Zeit (Hint: Wann wird getestet? Skikleidung im Juni?)
          • Population → Untersuchung strikt nach Märkten trennen
          • Situation → natürliche Prüfbedingungen schaffen
      • Anwendungskategorieen
        • Inhalt
        • Konstrukt
        • Kriterium
  • Reliabilität bezeichnet die Genauigkeit der vorgenommenen Messungen (Hint: Zuverlässigkeit der Fragebögen bei wiederholtem Einsatz)
    • Koeefizient Kohens Kappa <m>K=([Anz der Uebereinstimmungen]-[Anz der zufaelligen Uebereinstimmungen])/([Anz aller Probanten]-[Anz der zufaelligen Uebereinstimmungen])</m>
  • Objektivität beschreibt die Unabhängigkeit der Forscher. Intraindividuelle Objektivität = Tagesform, abhängig durch persönliche Störfaktoren → Abhilfe: Kollektiventscheidungen
    • Durchführungsobjektivität: Vermeide Hinweise auf gewünschte Ergebnisse
    • Auswertungsobjektivität: Hilfe zur Vermeidung: Auswertungsanleitung
    • Interpretationsobjektivität: Hier helfen Standards bei den Messungen und Tabellen. Schlecht sind: Vorwissen und Vorurteile

Nebengütekriterien sind:

  • Nützlichkeit: Liefert das Ergebnis einen Erkenntnisgewinn vs Arbeitsaufwand
  • Ökonomie: Lohnt sich die Studie finanziell → Besonders bei Auftragsforschungen
  • Transparenz: Ist die Studie Logisch, durchsichtig und nachvollziehbar (Hint: Wichtig für Veröffentlichungen)

Beispiel Fragebogen

  • Wenig offene Fragen (Freitext) → hoher Aufwand
  • Geschlossene Fragen → Wenn Auswahl ungerade gibt es die Mitte als Flucht vor nicht entscheiden wollen

Methodologisches Grundschema

Schematische Darstellung der Beziehungen zwischen unabhängigen, intervenierenden und abhängigen Variablen („UV-IV-AV-Schema“).
Beispiel: Stellen Sie das erweiterte methodologische Grundschema (UV-IV-AV-Schema) für folgendes Problem dar: Sie wollen herausfinden, inwiefern die Einführung von Wissensmanagement die Leistungsfähigkeit des Unternehmens beeinflusst. Sie vermuten zudem, dass die Branchenzugehörigkeit und die Betriebsgrößenklasse einen Einfluss haben könnten.

Übungen

  • Wichtige Aspekte wissenschaftlichem Arbeitens:
    • intersubjektive Überprüfbarkeit → Ergebnisse und Verfahren sind offen zu legen
    • systematische Beschreibung → Die „Ursache-Wirkungs-Beziehung“ zu identifizieren, mit dessen Hilfe die betrachteten Phänomene erklärt werden können.
  • Anspruch an wissenschaftlicher Forschung: Sie soll beschreiben, erklären und somit Vorhersagen möglich machen.
  • Objektivität ist gegeben wenn die Untersuchung:
    • vom Untersuchungsleiter unabhängig ist und keine Beeinflussung der Untersuchungsergebnisse durch das äußere Erscheinungsbild, Ziel- und Wertsystem der beteiligten Personen vorliegt
      • Auswertungsobjektivität, zB durch standardisierten Frage-Items
      • Interpretationsobjektivität durch wenig Spielraum für die subjektive Interpretation durch den Untersuchungsleiter
  • Reliabilität gibt die Zuverlässigkeit einer Messmethode an (= bei Wiederholung der Messung → gleiches Ergebnis)
  • Validität misst die Genauigkeit und ist das wichtigste Messkriterium
    • Eine Studie ist dann intern valide, wenn sich der beobachtete Effekt (AV) tatsächlich auf die vermutete Ursache (UV1) zurückführen lässt.
    • Eine Studie ist dann extern valide, wenn sich die Studienergebnisse, die mittels der untersuchten Stichprobe gefunden wurden, auch für andere Stichproben generalisieren lassen.
  • Kausalbeziehungen (Kausalität) sind die Beziehungen zwischen Ursache und Wirkung
    • Schwierigkeiten:
      • Multikausalität → eine Vielzahl von Ursachen müssen betrachtet werden)
      • Attributionsfehler → Falscher Zuspruch von Attributen aufgrund unzureichender Kenntnis der Ursachen
      • Gedächtnis- und/oder Messprobleme → Ursachen, die weiter zurückliegen, werden nicht berücksichtigt
      • Nicht opportune Ursachen → Ein opportunes Verhalten zielt dabei immer auf den größtmöglichen (eigenen) Vorteil ab.

Vorlesung Teil 1

Keine Kamera - Studienbriefe während Prüfung nutzen. Übunngsprüfung = 1:1 Fragen zur Prüfung