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| audio:highend:highend [07 48 2026 19 : 48] – André Reichert-Creutz | audio:highend:highend [09 52 2026 18 : 52] (aktuell) – André Reichert-Creutz | ||
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| Ende der 80er war der High-End-Markt in voller Blüte. 10.000 DM für ein Paar Boxen zu bezahlen war außergewöhnlich, | Ende der 80er war der High-End-Markt in voller Blüte. 10.000 DM für ein Paar Boxen zu bezahlen war außergewöhnlich, | ||
| - | Mein E-Technik-Studium lenkte ich Richtung Datenübertragung, | + | Mein E-Technik-Studium lenkte ich Richtung Datenübertragung, |
| - | ==== Mein Setup heute ==== | + | ---- |
| - | | + | ===== Die Edelanlage meiner Jugend ===== |
| - | * **Verstärker:** eine [[https:// | + | |
| - | * **Kopfhörer am Röhrenamp, je nach Laune:** | + | > // |
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| - | * [[# | + | Was heute ein DLNA-Server erledigt, brauchte damals einen ganzen Turm voller Geräte. Und jedes einzelne hatte seinen Charakter. |
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| + | ==== Vor- und Endstufe: Kenwood C2 und M2a ==== | ||
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| + | Die Basis bildete eine Vor- und Endstufen-Kombi von Kenwood: die Vorstufe **C2** und die Endstufe **M2a** aus der Basic-Serie. Die Teile habe ich einer Lautsprecher-Edelschmiede abgekauft. Getrennte Vor- und Endstufe statt Vollverstärker - das war damals das Zeichen, dass man es ernst meint. Die Vorstufe kümmert sich in Ruhe um das zarte Signal, die Endstufe um die rohe Kraft. Keiner stört den anderen. | ||
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| + | ==== CD-Player: Philips CD303 ==== | ||
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| + | **Die absolute Legende.** Der CD303 gehörte zur ersten Generation von CD-Spielern überhaupt. Philips setzte damals auf einen 14-Bit-Wandler mit vierfachem Oversampling und digitalem Filter, während die Konkurrenz auf 16 Bit schwor. Auf dem Papier unterlegen, im Ohr oft überlegen. | ||
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| + | An diesem Gerät habe ich gelernt: **Auch digital gespeicherte Musik klingt je nach Abspielgerät total unterschiedlich.** Nullen und Einsen sind eben nicht alles. Wandler, Filter und Analogteil machen den Klang. Eine Erkenntnis, die mich bis heute begleitet. | ||
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| + | ==== Tape-Decks: Nakamichi Dragon und Onkyo TA-2900 ==== | ||
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| + | Ein **Nakamichi Dragon** diente als Tape-Deck. Der Drache war das Nonplusultra der Kassettentechnik. Drei Tonköpfe, Autoreverse - und seine Spezialität: | ||
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| + | Sein Gegenspieler war ein **Onkyo TA-2900**. Zwei Decks, das hieß: Überspielen, | ||
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| + | **Was habe ich Nächte damit verbracht, meine Mixtapes aufzunehmen.** Pegel einmessen, Pausentaste im richtigen Moment lösen, und bloß keinen Song am Ende der Seite abschneiden. Ein Mixtape war damals eine Liebeserklärung mit Laufzeit 90 Minuten. | ||
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| + | ==== Equalizer: Kenwood GE-1100 ==== | ||
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| + | Der **Kenwood GE-1100** war kein gewöhnlicher Equalizer. Mit beiliegendem Messmikrofon konnte man den Raum selbst einmessen. Dazu speiste man **rosa Rauschen** ein - ein Rauschen, bei dem jede Oktave die gleiche Energie hat, sodass es für unser Ohr gleichmäßig klingt. Das Mikrofon am Hörplatz zeigte dann, welche Frequenzen der Raum anhebt oder verschluckt. Und dann hieß es: Regler für Regler von Hand abmischen, bis die Kurve gerade war. Raumkorrektur von Hand - lange bevor Software das automatisch erledigte. | ||
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| + | ==== Tuner: Sansui TU-717 ==== | ||
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| + | Ein **Sansui TU-717** sog die Musik aus dem Äther. Ein Tuner, der bis heute einen hervorragenden Ruf genießt. Empfindlich, | ||
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| + | ==== Kabel: Marke Eigenbau ==== | ||
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| + | Alle Kabel waren selbst konfektioniert: | ||
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| + | ==== Der Plattenspieler: | ||
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| + | Abgerundet wurde das Ganze mit meinem **selbst gebauten Plattenspieler**. Und der war kein Spielzeug: | ||
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| + | * **Fundament: | ||
| + | * **Teller:** **25 Kilo, aus Bronze, selbst gedreht.** Masse ist Ruhe. Einmal in Schwung, lässt sich so ein Teller durch nichts mehr aus dem Takt bringen. | ||
| + | * **Antrieb: | ||
| + | * **Riemen:** ein hauchzarter, | ||
| + | * **Steuerung: | ||
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| + | Damit lief der Teller exakt, ruhig und unbeirrbar. Rumpeln? Gleichlaufschwankungen? | ||
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| + | ==== Zwei Wege zur Vorstufe ==== | ||
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| + | Je nach Musik nahm das Signal vom Plattenspieler zwei verschiedene Wege: | ||
| + | * **Rock und Pop:** direkt in die Kenwood-Vorstufe. Klar, schnell, druckvoll. | ||
| + | * **Jazz:** über eine **Röhren-Vorstufe von Heinz Schmitt**. Mehr Wärme, mehr Raum, mehr Luft um die Instrumente. | ||
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| + | Die Liebe zur Röhre hat also eine lange Geschichte. Heute erledigt das der Little Bear. | ||
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| + | ==== Was davon geblieben ist ==== | ||
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| + | Der Turm ist längst Geschichte. Aber er hat mich geprägt. Jedes Gerät brachte mir etwas bei: dass digitale Musik nicht gleich digitale Musik ist, dass ein Raum mitspielt, dass Masse Ruhe bedeutet und dass eine Röhre den Jazz atmen lässt. **Alles, was ich heute höre, steht auf diesem Fundament.** | ||
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| + | ===== Mein Setup heute ===== | ||
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| + | * **Vorverstärker: | ||
| + | * **Endstufe:** eine [[https:// | ||
| + | * **Die Elektrostaten:** [[# | ||
| + | * **Die Dynamischen: | ||
| * [[# | * [[# | ||
| * [[# | * [[# | ||
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| + | ==== Die Röhren-Vorstufe: | ||
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| + | Ein Chinese namens **Little Bear**. Klingt nach Kuscheltier, | ||
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| + | Warum Röhren vor einer Transistor-Endstufe? | ||
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| + | Und weil das Teil aus China kommt und nicht aus der Edelschmiede, | ||
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| {{ : | {{ : | ||
| - | - **Kenwood SW-505D: | + | - **Kenwood SW-505D: |
| ==== Synergie mit der HD-1000 ==== | ==== Synergie mit der HD-1000 ==== | ||
| - | Besonders hervorzuheben ist, wie gut diese Lautsprecherkonfigurationen mit der HD-1000 harmonieren. | + | Besonders hervorzuheben ist, wie gut diese Lautsprecherkonfigurationen mit der HD-1000 harmonieren. |
| > Ob feingeistiger Raumklang über die Reference-Serie oder satter Druck über die Kenwood-Subwoofer - das Setup lässt für meine Ohren keine Wünsche offen. | > Ob feingeistiger Raumklang über die Reference-Serie oder satter Druck über die Kenwood-Subwoofer - das Setup lässt für meine Ohren keine Wünsche offen. | ||
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| ===== Kopfhörer ===== | ===== Kopfhörer ===== | ||
| - | Hier fängt der Spaß an - oder endet er hier? Es ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich persönlich empfinde Musik über Kopfhörer intensiver als von Lautsprechern wiedergegeben. Doch noch mehr als bei Standboxen ist die richtige Wahl des Kopfhörers entscheidend. | + | Hier fängt der Spaß an - oder endet er hier? Es ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich persönlich empfinde Musik über Kopfhörer intensiver als von Lautsprechern wiedergegeben. Doch noch mehr als bei Standboxen ist die richtige Wahl des Kopfhörers entscheidend. |
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| + | ==== Kleine Wandlerkunde ==== | ||
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| + | Bevor es an die einzelnen Hörer geht: Wie wird aus Strom eigentlich Schall? Meine Sammlung ist da ein ziemlicher Gemischtwarenladen. Und das mit Absicht, denn jedes Prinzip klingt anders. | ||
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| + | * **Dynamisch** - der Klassiker. Eine Schwingspule hängt an der Membran und taucht in einen Ringmagneten ein. Robust, günstig, laut. // | ||
| + | * **Elektrostat** - eine hauchdünne, | ||
| + | * **Elektret** - der Elektrostat für Sparfüchse. Die Polarisationsspannung steckt dauerhaft „eingefroren“ in der Elektretschicht. Ein Adapter mit Übertrager muss trotzdem sein. //Stax SR-30.// | ||
| + | * **Magnetostat (Planar-Magnetic)** - die Leiterbahnen sind direkt auf die Folie gedruckt, links und rechts davon sitzen Magnetreihen. Fast so schnell wie ein Elektrostat, | ||
| + | * **Hybrid** - dynamische Treiber für den Bass, winzige Balanced-Armature-Treiber für Mitten und Höhen. //KZ ZS6.// | ||
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| + | ==== Meine Hörer auf einen Blick ==== | ||
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| + | ==== Jecklin Float ==== | ||
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| + | Ich weiß, wie dämlich ich damit aussehe. Irgendwie eher Star Wars als Headphone. **Aber der Klang! Was für eine Bühne.** 1971, als der erste Float auf der Funkausstellung in Berlin vorgestellt wurde, schrieb die Presse: | ||
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| + | > //„Der Jecklin-Hörer eignet sich demnach zum Einsatz überall dort, wo es auf eine ‚schonungslose Analyse des Klangbilds' | ||
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| + | Das digitale HiFi-Museum schreibt ausführlicher: | ||
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| + | Der Float ist ein echter Elektrostat. Einfach einstöpseln ist nicht. Das Speisegerät erzeugt die Polarisationsspannung von bis zu 1500 Volt und transformiert das Musiksignal über Übertrager kräftig nach oben. Gefüttert wird es bei mir von der Kenwood-Endstufe, | ||
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| + | === Restauration === | ||
| + | |||
| + | Ich „schoss“ das Teil auf eBay für sehr kleines Geld. Der Zustand war erbärmlich, | ||
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| + | **Fazit:** Durch seinen extrem offenen Klang mit sehr weiter Bühne, aber wenig Sub-Bass, setze ich ihn gerne für akustische Aufnahmen ein. | ||
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| + | ==== Stax SR-30 ==== | ||
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| + | {{: | ||
| + | Eigentlich habe ich den SR-30 gekauft, weil ich einen Stax haben wollte. So wirklich brauchen tue ich ihn nicht. Der SR-30 stammt von 1982 und ist ein Elektret-Elektrostat. Wie der Float läuft er nicht ohne seinen Adapter, der an den Lautsprecherausgang gehört - bei mir ebenfalls an der Kenwood-Endstufe mit dem Little Bear davor. | ||
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| + | Er klingt wärmer und voller als der Jecklin, aber auch weniger offen. Mir kommt es vor, als ob der Stax seine Stärke bei schnell ansteigenden Amplituden entwickelt. | ||
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| + | **Fazit:** Ähnlich dem Float entwickelt er eine gewisse Leichtigkeit, | ||
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| + | ==== Sennheiser Reference ==== | ||
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| + | {{ : | ||
| + | **Die fast eierlegende Wollmilchsau.** Ob Metal-Orgien, | ||
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| + | === Modifikationen === | ||
| + | |||
| + | Ein wenig modifiziert habe ich das Kerlchen schon: | ||
| + | * Ohrpolster aus Leder | ||
| + | * Kabel samt Stecker von Oehlbach | ||
| + | * beide Treiber ausgemessen | ||
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| + | === Klang === | ||
| + | |||
| + | Klanglich geht der HD-540 sehr weit nach unten. Die Bässe sind etwas stark betont, aber immer klar zu hören. Mittig ist der Klang ein wenig zurückgenommen, | ||
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| + | ==== Grado SR80e Woody ==== | ||
| + | |||
| + | {{: | ||
| + | In einem Artikel las ich über modifizierte Grado-Holzgehäuse. Das sah sehr elegant aus und sollte durchaus passabel klingen. Ein Dorf weiter stellte mir ein Drechsler die Holzteile aus Kirsche her. Poliert und gewachst sah das schon mal gut aus. Ein alter SR-60 war schnell besorgt, auseinandergerissen und mit Holz wieder zusammengesetzt. | ||
| + | |||
| + | Der Klang war wirklich passabel - mehr aber nicht. Zischende Höhen, kein Bass, alles dünn und ganz weit weg. | ||
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| + | === Zweiter Anlauf === | ||
| + | |||
| + | In einem anderen Artikel las ich, wie man die Holzdrehteile berechnet. Holz ist eben nicht nur Optik: Volumen, Wandstärke und Holzart stimmen beim offenen Grado die Resonanzen hinter dem Treiber ab. Danach erstellte ich mein eigenes Gehäuse, ließ es aus Ahorn anfertigen und verbaute die Teile eines SR-80e. **Das war ein voller Erfolg!** Der Kopfhörer vereint ideal die Luftigkeit des Jecklin, den Bass des Sennheiser und bietet eine Bühne von idealer Offenheit. | ||
| + | |||
| + | **Fazit:** Einen SR80e zu modden macht Spaß, ist nicht schwer, sieht elegant aus und bringt klanglich eine Menge. Inspiration gibt es bei [[https:// | ||
| + | |||
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| + | ==== KZ ZS6 ==== | ||
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| + | {{ : | ||
| + | **Billig-Billig Chinamann.** Zufällig las ich [[https:// | ||
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| + | Der erste Einsatz erfolgte am Handy. Ich war eindeutig erstaunt. | ||
| + | |||
| + | > Das ist ein In-Ear? Für 30 €? Aus China? Der klingt so gut wie ein 400-€-Shure! | ||
| + | |||
| + | Gut, ein wenig spitze Höhen, die können stören. Aber der Rest ist eine Wucht. | ||
| + | |||
| + | === Modifikationen === | ||
| + | |||
| + | Ein wenig modifiziert habe ich den ZS6: | ||
| + | * Das Standard-Kabel habe ich durch ein **Silberkabel** ersetzt. Das hört man zwar nicht wirklich, aber die Kabelgeräusche bei Bewegung sind jetzt geringer. | ||
| + | * Sehr wichtig fand ich es, die Gummipolster zu ersetzen. Ich wählte Teile aus **Formschaum**. Siehe an, die zischelnden Höhen sind weg, zumindest fast. Kein Voodoo: Schaum dichtet besser ab und dämpft die oberen Frequenzen ein wenig. | ||
| + | |||
| + | **Fazit:** Der Klang ist noch ausgewogener, | ||
| + | |||
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| + | ==== KZ ZN1 ==== | ||
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| + | {{: | ||
| + | Laut Techtest [[https:// | ||
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| + | Nur der Tragekomfort ist ein Witz. Der Amp baumelt vor der Brust und das Gewicht zieht immer die Stöpsel aus den Ohren. **Wer hat sich das ausgedacht? | ||
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| + | **Fazit:** Für die Reise im Zug oder im Urlaub ist der ZN1 eine echte Empfehlung. Zum Joggen eher nicht. | ||
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| + | ==== Verum Audio 1 ==== | ||
| + | |||
| + | {{ : | ||
| + | [[https:// | ||
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| + | Wir befinden uns mit dem Verum 1 in der 350-€-Klasse. Da tummeln sich unendlich viele absolut hörenswerte Vertreter ihrer Klasse. Ich aber sage, die Verum spielen akustisch in der 1000-€-Klasse locker mit! Der Verum 1 ist ein lupenreiner Magnetostat (Planar-Magnetic) mit Stab-Magneten auf beiden Seiten der Membran. | ||
| + | |||
| + | **Steckbrief: | ||
| + | * Bauart: Magnetostat, | ||
| + | * Membran: 82 mm, Mylar-Folie mit aufgedruckter Leiterbahn | ||
| + | * Empfindlichkeit: | ||
| + | * Impedanz: 8-12 Ohm (je nach Serie), praktisch rein ohmsch | ||
| + | * Gewicht: ca. 470 Gramm | ||
| + | * Herkunft: Ukraine, in Handarbeit gebaut | ||
| + | |||
| + | === Verarbeitung === | ||
| + | |||
| + | Gut, das Teil ist ein Charakterspieler. Das fängt beim Gehäuse an. Es handelt sich nicht um Echtholz-Schalen, | ||
| + | |||
| + | Die Verstellung der Bügel ist auch anders, als man es erwartet. Um das Teil an größere oder kleinere Schädel anzupassen, müssen zwei Rändelschrauben gelöst, das Kopfband umgebastelt und dann wieder verschraubt werden. | ||
| + | |||
| + | === Tragekomfort === | ||
| + | |||
| + | Auch wenn der Verum fast ein Pfund wiegt, ist er auch nach Stunden super bequem. Die Ohrpolster sind riesig, weich und angenehm zu tragen. Das Kopfband ist breit und passt sich exzellent der Kopfform an. Die Kabel sitzen an ungewöhnlicher Position. Doch zusammen mit den Winkelsteckern finde ich die technische Lösung fast perfekt. | ||
| + | |||
| + | === Klang === | ||
| + | |||
| + | Mir fallen tausend Menschen ein, für die der Verum nicht geeignet ist, denn er klingt unaufgeregt, | ||
| + | |||
| + | Die Bässe sind genauso, wie das Instrument es vorgibt. Ein Cello klingt erdig, hölzern, ein Fretless-E-Bass wuchtig und ein wenig brummelig. Singt ein Bariton, hört man jede Bewegung des Brustkorbs. Nur bei elektronischen Sub-Bass-Orgien fehlt der übermächtige Druck, aber nie klingt es undefiniert. | ||
| + | |||
| + | Die Mitten sind so genial unauffällig, | ||
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| + | {{ : | ||
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| + | Messprotokoll zum Nachlesen: {{: | ||
| + | |||
| + | > Ich habe selten einen so linearen, aber trotzdem audiophilen Kopfhörer genossen wie den Verum 1. Dieser Kopfhörer repräsentiert den Spirit High-End auf das Feinste. | ||
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| + | === Achtung beim Verstärker === | ||
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| + | Noch ein Wort zur Verwendung in eurer HiFi-Anlage: | ||
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| + | Anders sieht es mit vielen Röhrenverstärkern aus. Die sind mit Ausgangsübertrager oder als OTL-Schaltung meist auf hochohmige Kopfhörer ausgelegt. Hängt da plötzlich ein 8-Ohm-Hörer dran, fehlen Strom und Dämpfungsfaktor. Der Bass wird weich und unkontrolliert, | ||
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| + | ==== Blon B7 ==== | ||
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| + | {{: | ||
| + | **Schon wieder so eine Asien-Schleuder? | ||
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| + | Meine Grados hatten sich ziemlich final verabschiedet. Nach ca. 8 Jahren brach der Kunststoff - nein, er zerbröselte. Also musste Ersatz her. Auf YouTube fand ich einen etwas verwirrenden Bericht über einen Headphone von Blon. Der soll, für unter 100 Dollar, legendär gut sein. Was soll ich sagen, ich habe sie mir gekauft und bin zufrieden. | ||
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| + | **Steckbrief: | ||
| + | * Modell: [[https:// | ||
| + | * Bauart: dynamisch, Over-Ear | ||
| + | * Treiber: Beryllium-Legierung | ||
| + | * Gehäuse: Mahagoni | ||
| + | * Impedanz: 16 Ohm | ||
| + | * Empfindlichkeit: | ||
| + | * Frequenzgang: | ||
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| + | === Verarbeitung === | ||
| + | |||
| + | Sowohl die Materialien als auch die handwerkliche Kunst sind überaus genial. Die Teile sind wunderschön, | ||
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| + | === Klang === | ||
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| + | Bleiben wir in unserer Erwartung in der 100-$-Klasse. Hier können wir erwarten, dass der Bass Druck hat, die Mitten differenziert klingen und die Höhen nicht an den Nerven kratzen. **Hier liefert der B7 auf voller Linie.** | ||
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| + | {{ : | ||
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| + | Doch selbst bei höheren Ansprüchen, | ||
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| + | === Fazit nach über einem Jahr === | ||
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| + | Der Blon B7 ist in seiner Preisklasse (ich zahlte 69 $) meines Erachtens nicht zu schlagen. Ich hatte schon etliche 200-€-Teile auf den Ohren, die dem B7 nicht ansatzweise das Wasser reichen können. Als Headphone fürs Handy oder den PC liefert das Teil großartig ab. | ||
| + | |||
| + | > Extra einen 400-€-Tube-Amp für die Dinger zu besorgen, um das ganz große Wunder zu erwarten, ist eher über das Ziel hinausgeschossen. | ||
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| + | ==== KZ PR1 PRO ==== | ||
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| + | {{ : | ||
| + | **Ein In-Ear-Magnetostat? | ||
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| + | Im Inneren arbeitet ein planarer 13, | ||
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| + | === Verarbeitung === | ||
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| + | Es gibt nichts auszusetzen. Beide Gehäuseseiten sind aus passgenauen Kunststoff-Schalen, | ||
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| + | === Klang: die Hörprobe === | ||
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| + | Der erste Eindruck hat mich schlichtweg umgehauen! Kalt aus der Packung, ohne Einbrennen, am Laptop. Also wirklich keine idealen Voraussetzungen. | ||
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| + | **Jazz.** Miles Davis' //Tutu// habe ich via In-Ear noch nie ansatzweise auf so großer Bühne gehört. Die Trompete klingt wie angenagelt mitten auf dem Parkett. Das Keyboard scheint 10 Meter lang zu sein. Der Bass steht einen Schritt hinter Miles. So klar und sauber. | ||
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| + | **Gitarre.** Al Di Meolas // | ||
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| + | **Kontrabass.** Doch den Vogel schießt Eberhard Weber ab. Seine Live-Version von //My Favorite Things// aus Avignon: Der gezupfte Bass ist klar, präzise und bewegt sich kein Jota. Setzt er den Bogen ein, springt das Instrument förmlich auf dich zu, nur um dann langsam nach ganz hinten zu verschwinden. | ||
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| + | **E-Bass.** Lassen wir es krachen: //Brother Jam// von der Gábor Vermes Group, mein Referenzstück aus Grado-Zeiten. Bääääm! **Drei Meter Gänsehaut!** Die Slaps knallen, aber zischen nicht. Sie kommen staubtrocken direkt aus dem Amp ins Ohr. Die Bassdrum geht ziemlich in den Keller, aber niemals unpräzise. Michael Manring ist echt schwere Kost. Sein Stück //Helios// zeigt die komplette Bandbreite, was ein E-Bass leisten kann. Auch hier weiß der PR1 zu glänzen. Die dicke D-Saite kommt so klar rüber, dass du sie schwingen hören kannst. Jede Oberwelle kommt genau so an, wie sie live zu hören wäre. | ||
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| + | **Mainstream.** Mister Jamiroquai singt sein //Cosmic Girl// mitten zwischen die Ohren. Dagegen liegt der Chor weit außerhalb des Kopfes. Der Sub-Bass-lastige Stuart Zender setzt sein Fundament über die ganze Breite der Bühne. Als ich //Another Way to Die// auflegte (White/ | ||
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| + | **Grunge/ | ||
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| + | === Fazit === | ||
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| + | Ich habe selten so genial akustische Musik gehört. Aber auch alle Arten von verstärkten Instrumenten klingen so live, wie man es kaum glauben mag. Abstriche mache ich bei synthetischer Musik. Die Teile sind keine Deep-Bass-Wunder und taugen daher auch nicht für übertriebene Bass-Orgien. | ||
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| + | > **Daumen hoch**, wenn Musik klingen soll, wie der Musiker sie gespielt hat.\\ **Daumen so lala** für Mucke aus dem Rechner. | ||
